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DGB warnt neue Re­gie­rung vor Griff in die So­zi­al­kas­sen

Neue Schu­len und Stra­ßen oder die Müt­ter­ren­te - das kos­tet: Und be­lie­big viel zu ver­tei­len gibt es im Bun­des­haus­halt nicht. Der DGB warnt nun da­vor, die So­zi­al­kas­sen an­zu­zap­fen

10.10.2013. (dpa) - Der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund (DGB) hat die künf­ti­ge Bun­des­re­gie­rung vor ei­nem Griff in die gut ge­füll­ten So­zi­al­kas­sen ge­warnt.

"Bes­se­re Bil­dung, ei­ne mo­der­ne In­fra­struk­tur oder auch Müt­ter­ren­ten dür­fen nicht aus den So­zi­al­ver­si­che­run­gen fi­nan­ziert wer­den", sag­te DGB-Vor­stands­mit­glied An­ne­lie Bun­ten­bach der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Ber­lin.

Die Fi­nan­zie­rung die­ser wich­ti­gen Zu­kunfts­auf­ga­ben durch ei­nen Griff in die So­zi­al­kas­sen statt über Steu­ern wä­re nach ih­rer Auf­fas­sung "un­ver­ant­wort­lich".

Bun­ten­bach spiel­te da­mit auf - bis­lang nicht ge­gen­fi­nan­zier­te - An­kün­di­gun­gen der Par­tei­en im So­zi­al­be­reich und auf die zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den-Über­schüs­se im Ge­sund­heits­sys­tem und in den Ren­ten­kas­sen an. "Die­se Über­schüs­se sind schon al­lein we­gen der de­mo­gra­fi­schen Ent­wick­lung nur von kur­zer Dau­er", warn­te die Ge­werk­schaf­te­rin.

Da die Uni­on Steu­er­er­hö­hun­gen ab­lehnt, fürch­ten die Kran­ken­kas­sen, dass der Bun­des­zu­schuss zur Ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) noch stär­ker als bis­lang ge­plant ge­kürzt wird. "Die GKV braucht auch in Zu­kunft ei­nen ver­läss­li­chen und aus­rei­chen­den Steu­er­zu­schuss für die ge­sell­schaft­li­chen Auf­ga­ben, die sie leis­tet", sag­te Bun­ten­bach. Nach ih­ren Wor­ten sum­mie­ren sich die­se auf 11,65 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Über die für das Ge­sund­heits­sys­tem 2014 zu er­war­ten­den Ein­nah­men und Aus­ga­ben be­rät der­zeit der GKV-Schät­zer­kreis. Er­geb­nis­se sol­len an die­sem Don­ners­tag ver­öf­fent­licht wer­den.

"Die noch von der schwarz-gel­ben Bun­des­re­gie­rung ge­plan­te Kür­zung des Bun­des­zu­schus­ses auf 10,5 Mil­li­ar­den Eu­ro ist nicht ver­tret­bar", sag­te Bun­ten­bach. Eben­falls nicht ak­zep­ta­bel sei, die ge­plan­ten Ver­bes­se­run­gen bei den Ren­ten für äl­te­re Müt­ter aus der Ren­ten­kas­se zu be­zah­len. "Das wür­de da­zu füh­ren, dass der Ren­ten­bei­trag schon im Jahr 2016 er­höht wer­den müss­te, gleich­zei­tig die Spiel­räu­me für die not­wen­di­ge Sta­bi­li­sie­rung der Ren­te da­hin wä­ren."

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Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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