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Daim­ler-Be­triebs­rat kri­ti­siert Ver­kauf pro­fi­ta­bler Au­to­häu­ser

Im Mai hat­te Daim­ler Ein­schnit­te im kon­zern­ei­ge­nen Ver­triebs­netz an­ge­kün­digt: Der Be­triebs­rat kri­ti­siert die Plä­ne scharf. Sie sei­en über­zo­gen

10.07.2014. (dpa) - Der Daim­ler-Ge­samt­be­triebs­rat hat die Plä­ne des Au­to­bau­ers für den Um­bau sei­ner Au­to­häu­ser und Werk­stät­ten kri­ti­siert.

Um­fang und Tie­fe der ge­plan­ten Än­de­run­gen sei­en über­zo­gen, hieß es in ei­ner Mit­tei­lung am Mitt­woch.

"Die von der Un­ter­neh­mens­lei­tung ge­plan­te Neu­aus­rich­tung der Mer­ce­des-Benz Nie­der­las­sun­gen wird in der vor­ge­stell­ten Form von uns nicht ak­zep­tiert", sag­te Ge­samt­be­triebs­rats­chef Mi­cha­el Brecht.

So sei nicht nach­voll­zieh­bar, dass selbst wirt­schaft­lich hoch pro­fi­ta­ble Be­trie­be und Nie­der­las­sun­gen ver­kauft wer­den. Daim­ler will 36 der 158 Stand­or­te des kon­zern­ei­ge­nen Nie­der­las­sungs­net­zes ab­sto­ßen. Da­von sind den An­ga­ben zu­fol­ge et­wa 1500 der ins­ge­samt 15 000 Be­schäf­tig­ten be­trof­fen. Bei der Aus­wahl wer­de ei­ne Viel­zahl von Kri­te­ri­en wie Kauf­kraft und Wett­be­werb, aber auch mög­li­che Käu­fer be­rück­sich­tigt, sag­te ei­ne Daim­ler-Spre­che­rin. Er­trags­kraft und Er­trags­po­ten­zi­al sei­en nicht al­lein aus­schlag­ge­bend.

Kri­tik äu­ßer­ten die Be­triebs­rä­te an dem Plan, die 33 Nie­der­las­sun­gen mit der­zeit noch 158 Stand­or­ten re­gio­nal zu bün­deln. Sie plä­dier­ten da­für, die wirt­schaft­li­che Sinn­haf­tig­keit je­des ein­zel­nen Ver­bunds zu prü­fen. Nie­der­las­sun­gen und Be­leg­schaf­ten müss­ten da­mit lang­fris­tig ab­ge­si­chert sein. Nach An­ga­ben ei­ner Be­triebs­rats­spre­che­rin sol­len durch die Zu­sam­men­le­gung noch ein­mal rund 340 Ar­beits­plät­ze im Ver­wal­tungs­be­reich ab­ge­baut wer­den.

Daim­ler hat­te die Ein­schnit­te En­de Mai da­mit be­grün­det, "lang­fris­tig wirt­schaft­lich und pro­fi­ta­bel agie­ren zu kön­nen." An­dre­as Burk­hart, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­lei­tung der Mer­ce­des-Benz Nie­der­las­sun­gen sag­te, in den Ge­sprä­chen mit den Be­triebs­rä­ten wer­de es auch um In­ves­ti­tio­nen ge­hen.

Vor Herbst sei nicht mit ei­nem Ab­schluss zu rech­nen, hieß es auf Be­triebs­rats­sei­te. Be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen sind nach An­ga­ben des Kon­zerns bis En­de 2017 aus­ge­schlos­sen. Zu­dem gibt es ei­ne Ga­ran­tie, gan­ze Nie­der­las­sun­gen nicht vor En­de 2015 zu ver­kau­fen.

Kun­den sol­len Daim­ler zu­fol­ge nichts von den Plä­nen spü­ren. Da­bei sol­len die Zu­stän­dig­kei­ten für Pkw- und Nutz­fahr­zeug­kun­den künf­tig ge­trennt wer­den. "Für Kun­den kann es auch nach­tei­lig sein, meh­re­re An­sprech­part­ner in ei­ner Nie­der­las­sung zu ha­ben", sag­te Jür­gen Lan­ger, Vor­sit­zen­der der Nie­der­las­sungs­kom­mis­si­on des Ge­samt­be­triebs­rats.

Bei­spie­le für Zu­sam­men­le­gun­gen sind et­wa die Nie­der­las­sun­gen Stutt­gart, Reut­lin­gen, Ulm und Ra­vens­burg, die in der Ver­triebs­di­rek­ti­on Würt­tem­berg ge­bün­delt wer­den sol­len. Die Nie­der­las­sun­gen Han­no­ver, Braun­schweig und Kas­sel ver­schmel­zen zur Ver­triebs­di­rek­ti­on Mit­te.

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Letzte Überarbeitung: 25. Oktober 2014

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