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Das per­sön­li­che Er­werbs­tä­ti­gen­kon­to

Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) möch­te für je­den Er­werbs­tä­ti­gen in Deutsch­land ein per­sön­li­ches Gut­ha­ben i.H.v. 20.000 EUR ein­rich­ten.

14.06.2017. (dpa/wie) - Um den Deut­schen den Start ins Ar­beits­le­ben zu er­leich­tern und wäh­rend der Er­werbs­tä­tig­keit Wei­ter­bil­dun­gen oder Eh­ren­äm­ter fi­nan­zi­ell zu er­mög­li­chen, soll je­der Er­wach­se­ne ein per­sön­li­ches Gut­ha­ben von 20.000 Eu­ro er­hal­ten.

Das plant zu­min­dest Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD). "Wir sind bei die­ser Idee am An­fang", sag­te Nah­les auf ei­ner OECD-Kon­fe­renz in Ber­lin. Der Vor­schlag wur­de be­reits im Zu­sam­men­hang mit den Über­le­gun­gen zur di­gi­ta­len Ar­beits­welt im "Weiß­buch Ar­bei­ten 4.0" im No­vem­ber letz­ten Jah­res vor­ge­stellt.

"Je­de Ar­beit­neh­me­rin und je­der Ar­beit­neh­mer be­kommt ein Start­gut­ha­ben", so die Mi­nis­te­rin. Da­mit sol­len Ein­kom­mens­aus­fäl­le bei Qua­li­fi­zie­run­gen oder Exis­tenz­grün­dun­gen auf­ge­fan­gen und die Be­din­gun­gen für so­zi­al schwä­che­re Men­schen ver­bes­sert wer­den.

Je­nen, die kein Stu­di­um ab­sol­viert ha­ben, sol­le so­gar ein hö­he­res Start­ka­pi­tal zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den, da die Hoch­schul­aus­bil­dung be­reits zu ei­nem gro­ßen Teil vom Steu­er­zah­ler fi­nan­ziert wer­den.

Zur Fra­ge, wie die­ser Zu­schuss fi­nan­ziert wer­den soll, woll­te sich Nah­les noch nicht äu­ßern, da es nun dar­auf an­kom­me, Un­ter­stüt­zung für das Vor­ha­ben zu sam­meln. Das Kon­to sol­le zwar un­ter staat­li­cher Re­gie ver­wal­tet wer­den, wo­für das Geld letzt­end­lich aus­ge­ge­ben wird, sol­le der Er­werbs­tä­ti­ge je­doch selbst ent­schei­den kön­nen. Dies wür­de ei­ne neue "Mög­lich­keit der Selbst­be­stim­mung" schaf­fen, er­klär­te die Ar­beits­mi­nis­te­rin.

Die Idee ge­he laut dem Weiß­buch auf Vor­schlä­ge von Öko­no­men zu­rück, ein zweck­ge­bun­de­nes Start­ka­pi­tal als "So­zia­ler­be" ein­zu­füh­ren. Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke hat sich für das Vor­ha­ben aus­ge­spro­chen und for­der­te gar ei­ne un­ver­züg­li­che Schaf­fung ei­nes sol­chen Kon­tos.

Ar­beit­ge­ber­prä­si­dent In­go Kra­mer sorg­te sich da­ge­gen um die neue fi­nan­zi­el­le Be­las­tung für die Wirt­schaft. Auch Nah­les' Staats­se­kre­tär Thor­ben Al­brecht wies dar­auf hin, das zu­erst die nö­ti­gen Steu­er­gel­der be­schafft wer­den müss­ten und schlug da­für Gel­der aus der Erb­schafts­steu­er vor.


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Letzte Überarbeitung: 14. Juni 2017

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