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Deutsch­land als Wirt­schafts­wun­der

Deut­sche Wirt­schaft im Auf­wind - Fir­men wett­be­werbs­fä­hig wie nie

20.04.2012 (dpa) - Mehr Jobs, hö­he­re Löh­ne, kern­ge­sun­de Fir­men: Deutsch­land trotzt der Schul­den­kri­se und bleibt Wirt­schafts-Su­per­macht in Eu­ro­pa.

Die füh­ren­den For­schungs­in­sti­tu­te trau­en der Wirt­schaft in ih­rem Früh­jahrs­gut­ach­ten zu, nach ei­nem Mi­ni-Wachs­tum von 0,9 Pro­zent im lau­fen­den Jahr be­reits 2013 zwei Pro­zent oder mehr zu schaf­fen. Da­von kön­nen vie­le Eu­ro-Län­der nur träu­men. Deut­sche Un­ter­neh­men sei­en so wett­be­werbs­fä­hig wie noch nie in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten, er­klär­ten die Öko­no­men am Don­ners­tag in Ber­lin.

Deut­li­che Kri­tik muss sich aber Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) an­hö­ren. Die For­scher wer­fen der Ko­ali­ti­ons­re­gie­rung vor, an­ge­sichts der po­si­ti­ven La­ge nicht aus­rei­chend zu spa­ren.

Das Ur­teil über die deut­sche Wirt­schaft könn­te je­doch nicht bes­ser aus­fal­len. Oli­ver Hol­te­m­öl­ler vom In­sti­tut für Wirt­schafts­for­schung Hal­le mein­te: "Für die eu­ro­päi­sche Wirt­schaft ist es doch na­he­zu ein Glücks­fall, dass Deutsch­land die Eu­ro­zo­ne stützt." Die In­sti­tu­te hal­ten es für denk­bar, dass Deutsch­land in den nächs­ten Jah­ren sei­nen Wett­be­werbs­vor­sprung mas­siv aus­baut. Al­ler­dings sind die Pro­gno­sen mit Vor­sicht zu ge­nie­ßen. Die Ex­per­ten räum­ten ein, dass es 2013 bei ih­rer Vor­her­sa­ge ei­ne Schwan­kungs­brei­te von 0,5 bis 3,5 Pro­zent ge­be.

Die größ­te Ge­fahr sei die schwe­len­de Eu­ro-Schul­den­kri­se, schrei­ben die Ex­per­ten in ih­rer 76 Sei­ten lan­gen Ana­ly­se mit dem Ti­tel "Deut­sche Kon­junk­tur im Auf­wind - Eu­ro­päi­sche Schul­den­kri­se schwelt wei­ter".

Vor al­lem in Ita­li­en, Ir­land und Spa­ni­en sei ei­ne dau­er­haf­te Sta­bi­li­sie­rung nur mög­lich, wenn die Re­for­men grif­fen und es nicht zu neu­en Ver­trau­ens­ver­lus­ten an den Fi­nanz­märk­ten kom­me. Deutsch­land wird da­ge­gen von In­ves­to­ren als si­che­rer Ha­fen ge­schätzt. Wäh­rend Spa­ni­en teu­re An­rei­ze bie­ten muss, braucht Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) kaum Zin­sen zu zah­len, um sich an den Märk­ten Geld zu bor­gen.

Als Di­lem­ma be­wer­ten die In­sti­tu­te den po­li­ti­schen Zank um die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB). "Bis­lang ha­ben sich die Be­tei­lig­ten of­fen­bar dar­auf ver­las­sen, dass die EZB im Not­fall ein­springt." Soll­te sich die spa­ni­sche Ban­ken­kri­se zu­spit­zen, sei das wei­te­re Vor­ge­hen un­klar. Der Kie­ler For­scher Joa­chim Schei­de warn­te, wenn die EZB noch lan­ge ih­re Po­li­tik des ge­schenk­ten Gel­des be­trei­be, könn­te es auch ein Deutsch­land ei­ne Im­mo­bi­li­en­bla­se wie in Spa­ni­en ge­ben.

Durch das Wachs­tum hält der Boom am deut­schen Ar­beits­markt an. Die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen wird im lau­fen­den Jahr um 470 000 stei­gen, im nächs­ten Jahr vor­aus­sicht­lich um wei­te­re 325 000 auf fast 42 Mil­lio­nen. Die For­scher er­war­ten, dass die Ar­beits­lo­sen­zahl im Jah­res­schnitt 2012 auf 2,794 Mil­lio­nen und 2013 auf 2,623 Mil­lio­nen zu­rück­geht.

Die Ar­beit­neh­mer kön­nen er­neut mit stei­gen­den Löh­nen rech­nen - das Plus im Porte­mon­naie wird aber durch die be­acht­li­che Teue­rungs­ra­te ge­schwächt. Die Öko­no­men sa­gen zwar ei­nen er­neut kräf­ti­gen An­stieg der Ta­rif­löh­ne von durch­schnitt­lich 2,5 Pro­zent (2012) und 2,9 Pro­zent (2013) vor­aus. Die In­fla­ti­on dürf­te aber bei rund 2,3 Pro­zent lie­gen.

Die welt­weit be­wun­der­te Stär­ke der deut­schen Wirt­schaft hilft auch bei der Sa­nie­rung der Staats­fi­nan­zen. Das Bud­get­de­fi­zit des Staa­tes soll bis 2013 auf 0,2 Pro­zent sin­ken. Der Bund kön­ne in ein, zwei Jah­ren oh­ne neue Schul­den aus­kom­men oder so­gar leicht im Plus lie­gen, sag­te Öko­nom Ro­land Döhrn vom RWI Es­sen.

Die In­sti­tu­te wer­fen Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Schäu­b­le an­ge­sichts die­ser po­si­ti­ven La­ge man­geln­den Spar­wil­len vor. Die Ko­ali­ti­ons­re­gie­rung dür­fe bei der Haus­halts­kon­so­li­die­rung nicht nach­las­sen. "Die Ver­bes­se­rung des Bud­get­s­al­dos im kom­men­den Jahr ist aus­schließ­lich der er­war­te­ten kon­junk­tu­rel­len Be­le­bung zu ver­dan­ken", kri­ti­sie­ren die For­scher.

Nicht zu ver­ges­sen sei, dass der Bun­des­tag mit der Zu­stim­mung zu den Eu­ro-Ret­tungs­pa­ke­ten er­heb­li­che Mil­li­ar­den­ri­si­ken für die Steu­er­zah­ler ein­ge­gan­gen sei. Nun be­rei­te die Bun­des­re­gie­rung noch neue So­zi­al­leis­tun­gen wie das Be­treu­ungs­geld, die Zu­schuss­ren­te für Ge­ring­ver­die­ner und die stär­ke­re Be­rück­sich­ti­gung von Kin­der­er­zie­hungs­zei­ten bei der Ren­te vor.

Ins­be­son­de­re Döhrn hielt Uni­on und FDP feh­len­den Ehr­geiz vor, Mil­li­ar­den­lö­cher im schwarz-gel­ben Spar­pa­ket durch feh­len­de Ein­spa­run­gen bei der Bun­des­wehr, we­ni­ger Steu­ern von den Atom­kon­zer­nen oder die ge­schei­ter­te Bör­sen­steu­er an an­de­rer Stel­le zu stop­fen.

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band BDA warn­te die Ko­ali­ti­on vor so­zia­len Wohl­ta­ten: "Die Ein­füh­rung des un­sin­ni­gen Be­treu­ungs­gel­des muss ge­nau­so un­ter­blei­ben wie die in der Kran­ken­ver­si­che­rung ge­plan­ten zu­sätz­li­chen Aus­ga­ben." Der Deut­sche In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tag (DIHK) for­der­te, der neue Fis­kal­pakt müs­se grei­fen. "Die Lö­sung der Schul­den­kri­se in Eu­ro­pa steht und fällt aber mit der glaub­wür­di­gen Um­set­zung der Schul­den­brem­sen vor Ort."

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Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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