Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Öf­fent­li­cher Dienst we­gen Flücht­lin­gen an Über­las­tungs­gren­ze

Tau­send­fach stel­len Äm­ter, Po­li­zei und Schu­len we­gen der Flücht­lin­ge neu­es Per­so­nal ein: Trotz­dem ächzt der öf­fent­li­che Dienst nach Auf­fas­sung von Re­gie­rung und Ge­werk­schaf­ten an der Gren­ze des Mach­ba­ren

12.01.2016. (dpa) - Trotz tau­sen­der neu­er Stel­len bringt der Zu­strom hun­dert­tau­sen­der Flücht­lin­ge den öf­fent­li­chen Dienst viel­fach an sei­ne Be­las­tungs­gren­ze.

Dar­in wa­ren sich In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) und Spit­zen­ver­tre­ter des Be­am­ten­bunds dbb am Mon­tag bei der dbb-Jah­res­ta­gung in Köln ei­nig.

Vie­le Be­schäf­tig­te ar­bei­te­ten weit mehr als vor­ge­schrie­ben, sag­te de Mai­ziè­re.

Im Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF), bei der Po­li­zei, den Kom­mu­nen, der Jus­tiz, dem Ge­sund­heits­dienst oder in Ki­tas kä­men vie­le an die Gren­ze phy­si­scher und psy­chi­scher Be­last­bar­keit, sag­te dbb-Vi­ze Wil­li Russ.

Zwar ge­be es tau­sen­de neue Stel­len, so de Mai­ziè­re. Al­lei­ne bei den Si­cher­heits­be­hör­den des Bun­des sei­en es knapp 4000, beim BAMF 1650 mehr. Al­ler­dings kön­ne Per­so­nal nicht be­reits durch den Be­schluss neu­er Stel­len ins Amt ge­zau­bert wer­den. Des­halb sei es nö­tig, dass Kom­mu­nen, Län­der und Bund ihr Per­so­nal um­schich­te­ten und vor­über­ge­hend für Flücht­lin­ge ein­set­zen.

Selbst ein vor­über­ge­hen­des Auf­wei­chen von Qua­li­täts­stan­dards sei da­für in Kauf zu neh­men, sag­te de Mai­ziè­re. Das sei bes­ser, als das vor­han­de­ne Per­so­nal wei­ter im Kri­sen­mo­dus zu be- oder über­las­ten, bis Nach­wuchs fer­tig aus­ge­bil­det sei, sag­te de Mai­ziè­re. "Auf Dau­er kön­nen wir nicht auf den ho­hen Ein­satz mit 'zig Über­stun­den und un­ter ho­hem Druck bau­en."

Russ schlug ei­ne völ­lig neue Bün­de­lung der Flücht­lings­auf­ga­ben vor. "Dies könn­te viel­leicht auch mit ei­ner ein­heit­li­chen Flücht­lings- und In­te­gra­ti­ons­ver­wal­tung, die für Un­ter­brin­gung, Ver­sor­gung und In­te­gra­ti­on zu­stän­dig ist, ge­sche­hen."

Zwi­schen obers­tem Dienst­herr und Ge­werk­schaft zeich­ne­ten sich deut­li­che Dif­fe­ren­zen dar­über ab, wie der öf­fent­li­che Dienst die Flücht­lings­kri­se künf­tig be­wäl­ti­gen kann. So kri­ti­sier­te Russ die gro­ße Zahl be­fris­te­ter Stel­len. De Mai­ziè­re hielt dem ent­ge­gen: "Wenn ei­ne Auf­ga­be be­fris­tet ist, dann soll­te es die Stel­le auch sein." Vor der im März star­ten­den Ta­rif­run­de für Bund und Kom­mu­nen mahn­te er, zü­gig und oh­ne Streiks zu ver­han­deln. Russ ver­wahr­te sich ge­gen sol­che Auf­for­de­run­gen.

Ein­dring­lich warn­te de Mai­ziè­re, die Her­aus­for­de­run­gen durch die Flücht­lin­ge "jetzt schon" für ge­schei­tert zu er­klä­ren. Der An­spruch ei­nes aus­ge­gli­che­nen Bun­des­haus­halts und ei­ner Stär­kung der Kin­der- und Ju­gend­för­de­rung dür­fe nicht auf­ge­ge­ben wer­den. Flücht­lin­ge dürf­ten zu­dem nicht we­gen Ter­ro­ris­mus oder Kri­mi­na­li­tät un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht ge­stellt wer­den.

Zehn Ta­ge nach den An­grif­fen auf Frau­en in der Sil­ves­ter­nacht sag­te de Mai­ziè­re aber zu­gleich: "Es liegt im In­ter­es­se der Flücht­lin­ge, dass dif­fe­ren­ziert wird, wer von den Flücht­lin­gen kri­mi­nell wird und wer nicht." An Sil­ves­ter wa­ren Frau­en in Köln mas­siv se­xu­ell be­drängt und be­klaut wor­den. Op­fer und Zeu­gen spra­chen von Tä­tern nord­afri­ka­ni­scher oder ara­bi­scher Her­kunft.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. Oktober 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880