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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Diskriminierung: Behinderung
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Köln
Akten­zeichen: 9 Ta 272/11
Typ: Beschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 26.01.2012
   
Leit­sätze:

1. Das Ar­beits­ge­richt hat vor der Ent­schei­dung über das PKH-Ge­such den Geg­ner nach § 118 Abs. 1 S. 1 ZPO an­zuhören, wenn die Er­folgs­aus­sicht der Kla­ge von der Aus­le­gung ei­nes Be­griffs (hier: Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke) abhängt, den der Geg­ner als Grund für die Ab­leh­nung der Be­wer­bung des be­hin­der­ten Men­schen, der Entschädi­gung und Schmer­zens­geld ver­langt, ver­wandt hat.

2. Wird die Be­wer­bung ei­nes Men­schen mit Sprechstörung we­gen feh­len­der "Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke" und "großer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me" ab­ge­lehnt, so kann die Ver­mu­tung ge­recht­fer­tigt sein, es lie­ge ei­ne Be­nach­tei­li­gung we­gen sei­ner Be­hin­de­rung vor. Der ein­stel­len­de Ar­beit­ge­ber hat die­sen Ver­mu­tungs­tat­be­stand nach § 22 AGG zu ent­kräften.

3. So­fern der Ar­beit­ge­ber nach­weist, dass der Ar­beits­platz auch bei be­nach­tei­li­gungs­frei­er Aus­wahl mit ei­nem an­de­ren bes­se­ren Be­wer­ber be­setzt wor­den wäre, und im Zu­sam­men­hang mit der Ab­leh­nung auch nicht ei­ne be­son­ders schwe­re Persönlich­keits­ver­let­zung er­folgt ist, kann der be­hin­der­te Mensch nur ei­ne Entschädi­gung nach § 15 Abs. 2 AGG von ma­xi­mal 3 Mo­nats­gehältern ver­lan­gen.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Bonn, Beschluss vom 20.07.2011, 5 Ca 1722/11
   

9 Ta 272/11

5 Ca 17227/11

Ar­beits­ge­richt Bonn

 

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT KÖLN

 

BESCHLUSS

In dem Rechts­streit

 

- Kläger und Be­schwer­deführer -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

g e g e n

- Be­klag­te -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­te:

hat die 9. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Köln am 26.01.2012 – oh­ne vor­he­ri­ge münd­li­che Ver­hand­lung – durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt S als Vor­sit­zen­den

b e s c h l o s s e n :

Auf die so­for­ti­ge Be­schwer­de des Klägers wird der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Bonn vom 20. Ju­li 2011 – 5 Ca 1722/11 EU – ab­geändert:

1. Dem Kläger wird Pro­zess­kos­ten­bei­hil­fe un­ter Bei­ord­nung von Rechts­an­walt J aus K für die Kla­ge auf Zah­lung ei­ner Entschädi­gung in Höhe von 3 Mo­nats­gehältern nach der Ent­gelt­grup­pe 9 TVöD be­wil­ligt.

2. Im Übri­gen wird der An­trag auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe zurück­ge­wie­sen.

Gründe


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I. Der Kläger hat Pro­zess­kos­ten­hil­fe für ei­ne Kla­ge auf Entschädi­gung und Schmer­zens­geld we­gen ei­ner Be­nach­tei­li­gung bei der Be­gründung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses auf­grund sei­ner Sprech­be­hin­de­rung be­an­tragt.

Der Kläger, ge­bo­ren am . 1960, hat ei­nen Be­scheid des Ver­sor­gungs­am­tes T vom 7. Mai 1979 vor­ge­legt, wor­in ei­ne Min­de­rung sei­ner Er­werbsfähig­keit mit ei­nem Grad von 30 „we­gen Sprechstörun­gen bei psy­cho-ve­ge­ta­ti­ver La­bi­lität“ an­er­kannt wor­den ist.

Er be­warb sich mit Schrei­ben vom 8. Fe­bru­ar 2011 auf die von der Be­klag­ten aus­ge­schrie­be­ne Stel­le ei­nes Ar­beits­ver­mitt­lers, der voll­zei­tig be­fris­tet bis zum 31. De­zem­ber 2015 mit ei­ner Vergütung nach der Ent­gelt­grup­pe 9 TVöD beschäftigt wer­den soll­te. Nach ei­nem Be­wer­bungs­gespräch am 23. Fe­bru­ar 2011 teil­te die Be­klag­te dem Kläger mit Mail­schrei­ben vom glei­chen Tag mit, „an­de­re Be­wer­ber/in­nen hätten sie mehr über­zeugt, ins­be­son­de­re sei­en die­se bes­ser über ihr Job­cen­ter in­for­miert und kom­mu­ni­ka­ti­onsstärker“.

Nach­dem der Kläger mit Schrei­ben vom 18. April 2011 von der Be­klag­ten ver­ge­bens Scha­dens­er­satz und Entschädi­gung we­gen Dis­kri­mi­nie­rung in Höhe von EUR 30.298,92 zum Aus­gleich im­ma­te­ri­el­ler Schäden und in Höhe von EUR 2.524,91 zum Aus­gleich ma­te­ri­el­ler Schäden (Lohn­aus­fall) so­wie Er­satz von Rechts­an­walts­kos­ten in Höhe von EUR 2.493,05 ge­for­dert hat­te, ver­langt er mit Kla­ge vom 13. Ju­li 2011 von der Be­klag­ten Zah­lung von EUR 30.298,92 als Schmer­zens­geld, von je­weils EUR 2.524,91 als Gehälter für die Mo­na­te März 2011 bis ein­sch­ließlich Ju­ni 2011 abzüglich er­hal­te­nem Ar­beits­lo­sen­geld in Höhe von mo­nat­lich EUR 793,02 so­wie Er­satz der außer­ge­richt­lich ent­stan­de­nen Rechts­an­walts­kos­ten in Höhe von EUR 2.493,05 und der ge­richt­lich ent­ste­hen­den Kos­ten der Rechts­ver­fol­gung ein­sch­ließlich An­walts­ho­no­ra­ren. Er


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be­haup­tet, er ha­be seit rund 45 Jah­ren ei­ne Be­hin­de­rung im Re­de­fluss (Stot­tern).

Das Ar­beits­ge­richt Bonn hat den An­trag auf Pro­zess­kos­ten­be­wil­li­gung durch Be­schluss vom 20. Ju­li 2011 man­gels hin­rei­chen­der Aus­sicht für die Kla­ge zurück­ge­wie­sen mit der Be­gründung, so­weit die Be­klag­te an­de­re Be­wer­ber als kom­mu­ni­ka­ti­onsstärker be­zeich­net ha­be, stel­le dies ei­ne bei der Ab­leh­nung von Be­wer­bern gebräuch­li­che und übli­che Flos­kel dar. Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke ha­be nichts mit ei­ner Sprech­be­hin­de­rung zu tun. Es ge­he da­bei nicht um Re­de­fluss und Aus­spra­che, son­dern ins­be­son­de­re um Wort­wahl und Satz­bau.

Der da­ge­gen frist­ge­recht ein­ge­leg­ten so­for­ti­gen Be­schwer­de hat das Ar­beits­ge­richt Bonn nicht ab­ge­hol­fen, son­dern sie dem Be­schwer­de­ge­richt zur Ent­schei­dung vor­ge­legt. Zur Be­gründung hat es aus­geführt, das Vor­brin­gen des Klägers in sei­ner Be­schwer­de­schrift darüber, wie der Be­griff „Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke“ zu ver­ste­hen sei und in­wie­fern die Be­klag­te den durch die Be­hin­de­rung ein­ge­schränk­ten Re­de­fluss als Grund für die Ab­leh­nung sei­ner Be­wer­bung ge­nom­men ha­be, führe zu kei­ner an­de­ren Be­ur­tei­lung der feh­len­den Er­folgs­aus­sicht. Selbst die Vor­aus­set­zun­gen ei­ner Bei­ord­nung nach § 11 a ArbGG lägen nicht vor, da die Kla­ge aus den Gründen des vor­he­ri­gen Be­schlus­ses vom 20. Ju­li 2011 sich als of­fen­sicht­lich mut­wil­lig dar­stel­le.

Der Kläger trägt vor, während ei­nem an­de­ren Be­wer­ber nur „De­fi­zi­te im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten“ be­schei­nigt wor­den sei­en, ha­be die Be­klag­te ihm feh­len­de „Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke“ als Ab­leh­nungs­grund mit­ge­teilt. Da­mit ha­be sie die Über­zeu­gungs­kraft ge­meint, für die der Re­de­fluss ei­ne wich­ti­ge Be­deu­tung ha­be. In dem Vor­stel­lungs­gespräch ha­be er die zum Nach­weis der Kennt­nis­se über Job­cen­ter ge­stell­te Fra­ge über Träger der Leis­tun­gen nach dem SGB II zu­tref­fend be­ant­wor­tet. Auf die Fra­ge, was er als Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter ändern wer­de, ha­be er ge­ant­wor­tet, er ver­zich­te auf ei­ne Äußerung, weil er die Par­tei­zu­gehörig­keit der An­we­sen­den nicht ken­ne. Ihm sei


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in dem Vor­stel­lungs­gespräch aus­drück­lich von ei­nem Ver­tre­ter der Be­klag­ten, und zwar dem Team­ko­or­di­na­tor Per­so­nal Herrn S, be­schei­nigt wor­den, dass er fach­lich ge­eig­net sei, und bei ei­ner An­stel­lung in die Ent­gelt­grup­pe 9 Stu­fe 2 TVöD ein­grup­piert wer­de. Da er im Zeit­raum Au­gust 2009 bis De­zem­ber 2009 Men­schen, die Ar­beits­lo­sen­geld be­zo­gen hätten, be­treut und be­ra­ten ha­be, verfüge er über die vor­aus­ge­setz­te Fähig­keit, mit Kun­den zu kom­mu­ni­zie­ren und sich auch in ih­re Si­tua­ti­on ein­zufühlen. Er ha­be auch bei den Fall­bei­spie­len Lösungs­vor­schläge ge­nannt.

Das Be­schwer­de­ge­richt hat die Be­klag­te im Pro­zess­kos­ten­hil­fe-Ver­fah­ren be­tei­ligt. Sie ver­tei­digt die erst­in­stanz­li­che Ab­leh­nung der Pro­zess­kos­ten­hil­fe und ei­ner Bei­ord­nung nach § 11 a ArbGG. Sie be­strei­tet, dass der Kläger sprech­be­hin­dert ist und dass die An­er­ken­nung durch das Ver­sor­gungs­amt T noch heu­te Gültig­keit hat. Je­den­falls sei ih­ren Ver­tre­tern bei dem mit dem Kläger geführ­ten Ein­stel­lungs­gespräch kei­ne Störung des Re­de­flus­ses auf­ge­fal­len. Erst­mals ha­be sie durch das an­walt­li­che Schrei­ben vom 18. April 2011 von der be­haup­te­ten Sprech­be­hin­de­rung er­fah­ren. Ge­gen ei­ne Sprech­be­hin­de­rung des Klägers spre­che, dass er gemäß sei­nem Le­bens­lauf seit dem Ja­nu­ar 2010 als Do­zent bei ver­schie­de­nen Bil­dungs­trägern ge­ar­bei­tet ha­be. Sie ha­be mit dem Be­griff „Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke“ die Fähig­keit ge­meint, gut zuhören, sich in das Ge­genüber ein­fin­den, die rich­ti­gen Wor­te wählen und über­zeu­gen zu können. Es ge­he ihr dar­um, leicht gu­ten Kon­takt zu Drit­ten her­stel­len und schnell ein Ver­trau­ens­verhält­nis auf­bau­en zu können, wo­bei nicht nur die ver­ba­len Fähig­kei­ten, son­dern auch Ges­ten und Mi­mik ent­schei­dend sei­en. Da­ge­gen spie­le der Re­de­fluss kei­ne Rol­le. Sie ha­be auch ei­nem wei­te­ren ab­ge­lehn­ten Be­wer­ber feh­len­de Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke at­tes­tiert, oh­ne dass bei die­sem ei­ne Sprech­be­hin­de­rung vor­ge­le­gen ha­be. Sie ver­weist auf die an­ony­mi­sier­te Ein­zel­be­wer­tung der Be­wer­ber, die sich am 23. Fe­bru­ar 2011 bei ihr vor­ge­stellt ha­ben (Bl. 98 d. A.). Dar­in heißt es zur Be­gründung der Nich­t­eig­nung des Klägers: „große Dis­kre­panz zwi­schen Un­ter­la­gen und Auf­tre­ten, große Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me, schlech­te Vor­be­rei­tung“. Zur Erläute­rung trägt sie


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vor, der Kläger ha­be im Ge­gen­satz zu an­de­ren Be­wer­bern schon bei der persönli­chen Vor­stel­lung nicht über­zeu­gen können. Eben­falls ha­be er nicht dar­ge­stellt, dass er sou­verän mit Stress­si­tua­tio­nen und dem be­ruf­li­chen All­tag um­ge­hen können. Kennt­nis­se über die Ar­beit im Job­cen­ter, ins­be­son­de­re das Job­cen­ter EU-ak­tiv, hätten ihm ge­fehlt. Die da­durch auf­ge­zeig­te man­geln­de Vor­be­rei­tung auf das Vor­stel­lungs­gespräch ha­be sie da­hin be­wer­ten dürfen, dass ihm Leis­tungs­be­reit­schaft und Mo­ti­va­ti­on fehl­ten. Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke in der von ihr auf­ge­zeig­ten Be­deu­tung sei un­erläss­lich für die Auf­ga­be des Ar­beits­ver­mitt­lers, Kun­den zu be­ra­ten und zu be­treu­en. Über Vor­er­fah­run­gen ha­be der Kläger auch nicht verfügt. Bei der Lösung von zwei Fall­bei­spie­len (Zu­wei­sung in Ar­beits­ge­le­gen­heit und Um­gang mit al­ko­ho­li­sier­tem Kun­den) ha­be der Kläger eben­so ver­sagt wie bei der Fra­ge, wel­che ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen er als Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter ändern wer­de. Da­ge­gen sei der bes­ten Be­wer­be­rin Fol­gen­des be­schei­nigt wor­den: „kom­mu­ni­ka­ti­ons­stark, be­ra­tungs­kom­pe­tent, sehr gu­te Vor­er­fah­run­gen, kein Ein­ar­bei­tungs­be­darf.“

We­gen des wei­te­ren Vor­brin­gens wird auf den Ak­ten­in­halt ver­wie­sen.

II. Die zulässi­ge so­for­ti­ge Be­schwer­de ist nur im er­kann­ten Um­fang be­gründet.

Hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht be­steht nur, so­weit der nach sei­nen persönli­chen und wirt­schaft­li­chen Verhält­nis­sen bedürf­ti­ge Kläger ei­ne Entschädi­gung nach § 15 Abs. 2 AGG ver­langt, wo­bei die­se Entschädi­gung im vor­lie­gen­den Fall 3 Mo­nats­gehälter nicht über­stei­gen darf (§ 15 Abs. 2 S. 2 AGG).

1. Hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht für Rechts­ver­fol­gung oder – ver­tei­di­gung liegt vor, wenn das Ge­richt den Rechts­stand­punkt des Klägers auf­grund sei­ner Sach­dar­stel­lung und der vor­han­de­nen Un­ter­la­gen für zu­tref­fend oder zu­min­dest ver­tret­bar hält und in tatsäch­li­cher Hin­sicht min­des­tens von der Möglich­keit der Be­weisführung über­zeugt ist (vgl. Zöller-Ge­i­mer, ZPO, 29. Auf­la­ge,


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§ 114 Rdn. 19). Die­se Er­folgs­aus­sicht muss bei Ent­schei­dungs­rei­fe des An­trags vor­lie­gen. Ent­schei­dungs­reif ist das PKH-Be­geh­ren, wenn die Par­tei es schlüssig be­gründet, die Erklärung über die persönli­chen und wirt­schaft­li­chen Verhält­nis­se vor­ge­legt hat und wenn der Geg­ner Ge­le­gen­heit ge­habt hat, sich in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Frist zum PKH-Ge­such zu äußern (vgl. Zöller-Ge­i­mer, a.a.O., § 119 Rdn. 44). Ge­gen­stand der Anhörung des Geg­ners nach § 118 Abs. 1 S. 1 ZPO sind die Er­folgs­aus­sicht der Rechts­ver­fol­gung bzw. – ver­tei­di­gung und die Fra­ge, ob die­se mut­wil­lig ist (vgl. Zöller-Ge­i­mer, a.a.O., § 118 Rdn. 2).

2. Das Ar­beits­ge­richt hat die­se Grundsätze nicht be­ach­tet, als es oh­ne vor­he­ri­ge Anhörung der Be­klag­ten über das PKH-Ge­such des Klägers ent­schied und da­bei den von der Be­klag­ten in der Ab­leh­nung ver­wand­ten Be­griff „Kom­mu­ni­ka­ti­onsstärke“ aus­leg­te, oh­ne sich zu­vor zu ver­ge­wis­sern, dass die­se Be­griffs­be­stim­mung auch tatsächlich dem Par­tei­wil­len der Be­klag­ten ent­spricht. Nicht nach­voll­zieh­bar ist, wie es mit der in dem Be­schluss vom 20. Ju­li 2011 ge­ge­be­nen Be­gründung für die feh­len­de hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht in dem späte­ren Nicht­ab­hil­fe­be­schluss vom 18. Au­gust 2011 so­gar ge­ne­rell zu dem Schluss kom­men konn­te, die Kla­ge sei of­fen­sicht­lich mut­wil­lig, und da­mit auch ei­ne Bei­ord­nung nach § 11 a ArbGG ab­lehn­te.

3. Nach dem Vor­brin­gen des Klägers hat die Be­klag­te bei der Be­set­zung der Stel­le ei­nes Ar­beits­ver­mitt­lers im Fe­bru­ar 2011 ge­gen das Ver­bot ver­s­toßen, schwer­be­hin­der­te Beschäftig­te we­gen ih­rer Be­hin­de­rung bei der Be­wer­bung um ei­ne Stel­le zu be­nach­tei­li­gen.

a. Das AGG fin­det An­wen­dung, da die Be­wer­be­r­aus­wahl nach dem In­kraft­tre­ten des AGG am 18. Au­gust 2006 statt­fand. Die Par­tei­en fal­len auch un­ter den persönli­chen An­wen­dungs­be­reich des AGG. Nach § 7 Abs. 1 AGG dürfen Ar­beit­ge­ber Beschäftig­te nicht we­gen ei­ner Be­hin­de­rung oder we­gen ei­nes an­de­ren in § 1 AGG ge­nann­ten Grun­des be­nach­tei­li­gen. Auch Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber für ein Beschäfti­gungs­verhält­nis gel­ten als

 

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Beschäftig­te, § 6 Abs. 1 S. 1 AGG. Zwei­fel an der Ernst­haf­tig­keit der Be­wer­bung des Klägers hat auch die Be­klag­te nicht vor­ge­tra­gen. Die Be­klag­te ist Ar­beit­ge­be­rin nach § 6 Abs. 2 S. 1 AGG, da sie als ju­ris­ti­sche Per­son um Be­wer­bun­gen ge­be­ten hat und so­mit Per­so­nen nach § 6 Abs. 1 S. 2 AGG beschäftigt. Der Kläger hat auch sei­nen Entschädi­gungs­an­spruch in­ner­halb von zwei Mo­na­ten, be­gin­nend mit dem Zu­gang der Ab­leh­nung, durch das Schrei­ben vom 18. April 2011 gel­tend ge­macht (§ 15 Abs. 4 AGG). Die am 15. Ju­li 2011 beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­ne und am 22. Ju­li 2011 der Be­klag­ten zu­ge­stell­te Kla­ge wahr­te die Frist des § 61 b Abs. 1 ArbGG, da sie in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach schrift­li­cher Gel­tend­ma­chung des An­spruchs er­ho­ben wor­den ist, § 253 Abs. 1 ZPO.

b. Nach § 3 Abs. 1 AGG liegt ei­ne un­mit­tel­ba­re Be­nach­tei­li­gung dann vor, wenn ein Beschäftig­ter we­gen ei­nes in § 1 AGG ge­nann­ten Grun­des, al­so auch we­gen ei­ner Be­hin­de­rung, ei­ne we­ni­ger güns­ti­ge Be­hand­lung erfährt als ei­ne an­de­re Per­son in ei­ner ver­gleich­ba­ren Si­tua­ti­on. Da die we­ni­ger güns­ti­ge Be­hand­lung we­gen ei­ner Be­hin­de­rung er­fol­gen muss, ist ein Kau­sal­zu­sam­men­hang er­for­der­lich. Die­ser ist be­reits dann ge­ge­ben, wenn die Be­nach­tei­li­gung an die Be­hin­de­rung an­knüpft oder durch sie mo­ti­viert ist. Aus­rei­chend ist, dass die Be­hin­de­rung Be­stand­teil ei­nes Mo­tivbündels ist, das die Ent­schei­dung be­ein­flusst hat. Auf ein schuld­haf­tes Han­deln oder gar ei­ne Be­nach­tei­li­gungs­ab­sicht kommt es nicht an.

Hin­sicht­lich der Kau­sa­lität zwi­schen Nach­teil und dem verpönten Merk­mal ist in § 22 AGG ei­ne Be­weis­last­re­ge­lung ge­trof­fen, die sich auch auf die Dar­le­gungs­last aus­wirkt. Der Beschäftig­te genügt da­nach sei­ner Dar­le­gungs­last, wenn er In­di­zi­en vorträgt, die sei­ne Be­nach­tei­li­gung we­gen ei­nes ver­bo­te­nen Merk­mals ver­mu­ten las­sen. Dies ist der Fall, wenn die vor­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen aus ob­jek­ti­ver Sicht mit über­wie­gen­der Wahr­schein­lich­keit dar­auf schließen las­sen, dass die Be­nach­tei­li­gung we­gen die­ses Merk­mals er­folgt ist. Liegt ei­ne Ver­mu­tung für die Be­nach­tei­li­gung vor, trägt nach § 22 AGG die an­de­re Par­tei die Be­weis­last dafür, dass kein Ver­s­toß

 

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ge­gen die Be­stim­mun­gen zum Schutz vor Be­nach­tei­li­gung vor­ge­le­gen hat (vgl. BAG, Ur­teil vom 27. Ja­nu­ar 2011 – 8 AZR 580/09 - ).

Da­bei ist zu be­ach­ten, dass seit In­kraft­tre­ten des AGG zum 18. Au­gust 2006 ein­fach be­hin­der­te Men­schen sich nicht im Sin­ne von Ver­mu­tungs­tat­sa­chen auf Verstöße des Ar­beit­ge­bers im Be­wer­bungs­ver­fah­ren ge­gen die §§ 81 ff. SGB IX be­ru­fen können. Da aber der Be­griff Be­hin­de­rung im AGG wei­ter­rei­chend ist als der Be­hin­der­ten­be­griff im SGB IX, schützt dass AGG gleich­wohl auch die ein­fach-be­hin­der­ten Men­schen vor Dis­kri­mi­nie­rung, al­so die­je­ni­gen, de­ren Grad der Be­hin­de­rung un­ter 50 liegt und die nicht gleich­ge­stellt wur­den (vgl. BAG, Ur­teil vom 27. Ja­nu­ar 2011 – 8 AZR 580/09 - ). Zu die­ser Grup­pe gehört nach ei­ge­nem Vor­brin­gen auch der Kläger.

c. Aus­ge­hend von den vom Kläger vor­ge­tra­ge­nen oder un­strei­ti­gen Tat­sa­chen, ist der Stand­punkt des Klägers ver­tret­bar, es lägen Ver­mu­tungs­tat­sa­chen vor, die sei­ne Be­nach­tei­li­gung we­gen sei­ner Be­hin­de­rung in­di­zier­ten.

Die Be­klag­te hat sei­ne Ab­leh­nung u. a. da­mit be­gründet, an­de­re Be­wer­ber sei­en „kom­mu­ni­ka­ti­onsstärker“ ge­we­sen. In dem von der Be­klag­ten vor­ge­leg­ten Bo­gen zur Be­wer­tung al­ler Be­wer­be­rin­nen und Be­wer­ber heißt es so­gar „große Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me“ hätten vor­ge­le­gen, wo­hin­ge­gen die Ne­ga­tiv­be­wer­tung bei ei­nem an­de­ren Be­wer­ber mit „De­fi­zi­ten im Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten“ be­gründet wur­de. Die­se Be­wer­tun­gen las­sen durch­aus den Schluss zu, dass ei­ne beim Kläger vor­han­de­ne Sprechstörung (Stot­tern) mit da­zu führ­te, sei­ne Be­wer­bung ab­zu­leh­nen. Dass bei ei­ner münd­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on der Re­de­fluss per se kei­ne Rol­le spielt, kann nicht ernst­haft ver­tre­ten wer­den (vgl. da­zu nur den Film „King‘s Speech“). Bei nach­ge­wie­se­ner Sprechstörung wird die Be­klag­te die­sen Ver­mu­tungs­tat­be­stand nach § 22 AGG zu ent­kräften ha­ben, wo­bei das Ar­beits­ge­richt Bonn ih­ren Anträgen auf Ver­neh­mung der von ihr be­nann­ten Zeu­gen, die am Be­wer­bungs­gespräch teil­ge­nom­men ha­ben, nach­zu­ge­hen hat.


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Auch wird es dem Kläger Ge­le­gen­heit ge­ben müssen, sei­ne Sprech­be­hin­de­rung zu de­mons­trie­ren und sich persönlich zu dem Ab­lauf des Be­wer­bungs­gesprächs zu­min­dest im Rah­men ei­ner Anhörung nach § 141 ZPO zu äußern.

4. Nach dem der­zei­ti­gen Sach­stand be­steht al­ler­dings hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht nur für ei­nen Entschädi­gungs­an­spruch nach § 15 Abs. 2 AGG, be­grenzt auf ma­xi­mal 3 Mo­nats­gehälter.

a. Nach § 15 Abs. 2 AGG kann der Beschäftig­te we­gen ei­nes Scha­dens, der nicht Vermögens­scha­den ist, ei­ne an­ge­mes­se­ne Entschädi­gung in Geld ver­lan­gen, die bei ei­ner Nicht­ein­stel­lung 3 Mo­nats­gehälter nicht über­stei­gen darf, wenn der Beschäftig­te auch bei be­nach­tei­li­gungs­frei­er Aus­wahl nicht ein­ge­stellt wor­den wäre.

Auch die­ser Entschädi­gungs­an­spruch setzt ei­nen Ver­s­toß ge­gen das Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot vor­aus, d. h. ei­ne we­ni­ger güns­ti­ge Be­hand­lung we­gen ei­nes in § 1 AGG ge­nann­ten Grun­des als sie ei­ne an­de­re Per­son in ver­gleich­ba­rer Si­tua­ti­on er­fah­ren hat. Ei­ne ver­gleich­ba­re Si­tua­ti­on setzt vor­aus, dass der Kläger nicht aus­gewählt wur­de, ob­wohl er für die Stel­le ob­jek­tiv ge­eig­net war. Maßgeb­lich sind die An­for­de­run­gen, die der Ar­beit­ge­ber an die Stel­len­be­wer­ber stel­len durf­te. Die ob­jek­ti­ve Eig­nung ist zu tren­nen von der in­di­vi­du­el­len fach­li­chen und persönli­chen Qua­li­fi­ka­ti­on des Be­wer­bers, die nur als Kri­te­ri­um der Aus­wah­l­ent­schei­dung auf der Ebe­ne der Kau­sa­lität zwi­schen Be­nach­tei­li­gung und ver­bo­te­nem Merk­mal ei­ne Rol­le spielt. Bei öffent­li­chen Ar­beit­ge­bern sind die in Art. 33 Abs. 2 GG ge­nann­ten Ge­sichts­punk­te der Eig­nung, Befähi­gung und fach­li­chen Leis­tung die al­lein maßgeb­li­chen Kri­te­ri­en für die Be­wer­be­r­aus­wahl. Mit der Aus­schrei­bung legt der öffent­li­che Ar­beit­ge­ber ver­bind­lich das An­for­de­rungs­pro­fil fest (vgl. BAG, Ur­teil vom 7. April 2011 – 8 AZR 679/09 - ).

 

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Die Be­klag­te be­haup­tet nicht, dass der Kläger nach dem von ihr in der Aus­schrei­bung vor­ge­ge­be­nen An­for­de­rungs­pro­fil be­reits ob­jek­tiv nicht für die Tätig­keit ge­eig­net war. Sie trägt viel­mehr vor, sei­ne in­di­vi­du­el­le fach­li­che und persönli­che Qua­li­fi­ka­ti­on („große Dis­kre­panz zwi­schen Un­ter­la­gen und Auf­tre­ten, große Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me, schlech­te Vor­be­rei­tung“) ha­be zu der Ne­ga­tiv­ent­schei­dung geführt.

Da­nach be­steht hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht für den Entschädi­gungs­an­spruch nach § 15 Abs. 2 S. 2 AGG.

b. Für darüber­hin­aus­ge­hen­de Ansprüche auf Er­satz von ma­te­ri­el­len und/oder im­ma­te­ri­el­len Schäden we­gen Ver­s­toßes ge­gen das Be­nach­tei­li­gungs­ver­bot be­steht da­ge­gen kei­ne hin­rei­chen­de Er­folgs­aus­sicht. Sie set­zen vor­aus, dass die Be­klag­te bei be­nach­tei­li­gungs­frei­er Aus­wahl den aus­ge­schrie­be­nen Ar­beits­platz mit dem Kläger als dem am bes­ten ge­eig­ne­ten Be­wer­ber hätte be­set­zen müssen. Dies gilt ins­be­son­de­re auch für Ansprüche auf Er­satz von ma­te­ri­el­len Schäden nach § 15 Abs. 1 AGG und auf ei­ne nicht nach § 15 Abs. 2 S. 2 AGG ein­ge­schränk­te Entschädi­gung we­gen im­ma­te­ri­el­ler Schäden (vgl. da­zu: BAG, Ur­teil vom 17. Au­gust 2010 – 9 AZR 839/08 - ).

Die Be­klag­te, die auch in­so­weit die Be­weis­last hat (vgl. BAG, Ur­teil vom 17. Au­gust 2010 – 9 AZR 839/08 -), hat vor­ge­tra­gen, dass sie mit ei­ner Be­wer­be­rin die Stel­le be­setzt hat, die nicht nur „kom­mu­ni­ka­ti­onsstärker“ als der Kläger war, son­dern - bis auf die Fra­ge nach Kennt­nis­sen über das Job­cen­ter/Job­cen­ter EU-ak­tiv - bei al­len Be­wer­tungs­punk­ten po­si­tiv ab­ge­schnit­ten hat­te und die über sehr gu­te Vor­er­fah­run­gen verfügte und da­mit kei­ner Ein­ar­bei­tung be­durf­te. Der Kläger hat kei­ne be­gründe­ten Umstände vor­ge­tra­gen, die be­rech­tig­te Zwei­fel an der Rich­tig­keit die­ses Vor­brin­gens auf­kom­men las­sen. So­fern ihm in dem Be­wer­bungs­gespräch von ei­nem Ver­tre­ter der Be­klag­ten erklärt wor­den ist, er sei fach­lich ge­eig­net, be­deu­te­te dies nicht, dass nicht an­de­re Be­wer­ber oder Be­wer­be­rin­nen fach­lich noch


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bes­ser als er ge­eig­net wa­ren. Die Be­klag­te durf­te auch die Ver­wei­ge­rung der Ant­wort auf die Fra­ge, was er als Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter ändern würde, ne­ga­tiv be­wer­ten. Es ging er­kenn­bar nicht um die po­li­ti­sche Ein­stel­lung des Klägers, son­dern dar­um, ob er sich in der auch in der Öffent­lich­keit geführ­ten Dis­kus­si­on um die Rah­men­be­din­gun­gen der Ar­beits­ver­mitt­lung aus­kann­te.

c. Ei­ne be­son­ders schwe­re Persönlich­keits­ver­let­zung des Klägers durch die Be­klag­te, die ei­nen höhe­ren Schmer­zens­geld­an­spruch des Klägers nach § 823 BGB recht­fer­ti­gen könn­te, er­gibt sich auch nicht aus dem Vor­brin­gen des Klägers. Al­lein ein sach­lich ge­hal­te­ner Hin­weis auf ei­ne – nach Vor­brin­gen des Klägers of­fen­kun­di­ge – Be­hin­de­rung stellt kei­ne Persönlich­keits­ver­let­zung dar.

5. Ansprüche auf Er­satz von außer­ge­richt­lich be­reits ent­stan­de­nen und
durch das Kla­ge­ver­fah­ren ent­ste­hen­den Rechts­an­walts­kos­ten schei­den nach §12 a ArbGG aus. Die Vor­schrift be­trifft ne­ben dem pro­zess­recht­li­chen Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch auch ma­te­ri­ell-recht­li­che Kos­ten­er­stat­tungs­ansprüche (vgl. Schwab/Weth/Vollstädt, Ar­beits­ge­richts­ge­setz, 3. Aufl., § 12 a ArbGG Rdn. 27 m.w.N.).

Ge­gen die­sen Be­schluss ist ein Rechts­mit­tel nicht zulässig.

 

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