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Dua­le Aus­bil­dung - Vie­le Lehr­stel­len blei­ben un­be­setzt

Laut dem Be­rufs­bil­dungs­be­richt der Bun­des­re­gie­rung und ei­ner ak­tu­el­len Um­fra­ge des DIHK fällt es den Be­trie­ben zu­neh­mend schwer ih­re Aus­bil­dungs­plät­ze zu be­set­zen.
duale Ausbildung, Meister bildet Azubis aus

19.07.2017. (dpa/wie) - Trotz des Über­an­ge­bots an Aus­bil­dungs­plät­zen blei­ben vie­le Ju­gend­li­che auf der Stre­cke. Die Un­ter­neh­men kla­gen über man­geln­den Nach­wuchs und fürch­ten wirt­schaft­li­che Kon­se­quen­zen durch feh­len­de Fach­kräf­te.

Laut dem von der Bun­des­re­gie­rung im April ver­öf­fent­lich­ten Be­rufs­bil­dungs­be­richt 2017 ste­hen der­zeit 100 Schul­ab­gän­gern 104 Aus­bil­dungs­an­ge­bo­te ge­gen­über. Den­noch sei­en rund 50.000 Aus­bil­dungs­ver­trä­ge we­ni­ger ab­ge­schlos­sen wor­den als noch vor fünf Jah­ren. Au­ßer­dem sei­en 43.500 Lehr­stel­len zum Stich­tag 30. Sep­tem­ber 2016 un­be­setzt ge­blie­ben.

Ei­ner Um­fra­ge des Deut­schen In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer­tags (DIHK) un­ter 10.561 Un­ter­neh­men zu­fol­ge fehlt es oft­mals an Be­wer­bun­gen, um die frei­en Stel­len zu be­set­zen und Fach­kräf­te über den ei­ge­nen Nach­wuchs aus­zu­bil­den.

Laut dem Re­gie­rungs­be­richt ist zum ei­nen der de­mo­gra­fi­sche Wan­del für die Si­tua­ti­on ver­ant­wort­lich, da die Zahl der Ju­gend­li­chen in Deutsch­land ab­nimmt. Auf der an­de­ren Sei­te füh­re der Trend zum Stu­di­um da­zu, dass sich we­ni­ger Schul­ab­gän­ger auf ei­ne dua­le Lehr­stel­le be­wer­ben. Im Win­ter­se­mes­ter 2016/2017 hät­ten et­wa ei­ne hal­be Mil­li­on Men­schen ein Stu­di­um be­gon­nen.

Au­ßer­dem wür­de ein Teil der jun­gen Leu­te den An­sprü­chen der Be­trie­be nicht ge­nü­gen, et­wa we­gen des Schul­ab­schlus­ses oder man­geln­der Mo­bi­li­tät. Des­halb sei trotz des gro­ßen An­ge­bots ei­ne Viel­zahl an Deut­schen un­ter 29 Jah­ren oh­ne Aus­bil­dungs­platz.

Dem ver­sucht die Bun­des­agen­tur für Ar­beit ent­ge­gen­zu­wir­ken. So wer­den bei­spiels­wei­se Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­run­gen (EG) an­ge­bo­ten, die Ju­gend­li­chen trotz schlech­ter No­ten zu ei­ner Aus­bil­dung ver­hel­fen sol­len. Da­bei ab­sol­vie­ren die Be­rufs­ein­stei­ger ein sechs bis zwölf Mo­na­te lan­ges Prak­ti­kum mit Be­rufs­schu­le und kön­nen im An­schluss im Ide­al­fall in die re­gu­lä­re Leh­re ein­stei­gen. Mit be­rufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men (BvB) kön­nen Aus­bil­dungs­su­chen­de durch Prak­ti­ka und Un­ter­richt ih­re Chan­cen ver­bes­sern und ggf. ih­ren Haupt­schul­ab­schluss nach­ho­len. An die­sen bei­den Maß­nah­men neh­men mitt­ler­wei­le über 17.000 Men­schen teil.

Die Un­ter­neh­men ver­su­chen un­ter­des­sen ge­zielt Stu­di­en­ab­bre­cher an­zu­wer­ben, als neue Quel­le für die Re­kru­tie­rung von Nach­wuchs.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 17. Oktober 2017

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