Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

"Düs­sel­dor­fer Ta­bel­le": Mehr für Zah­ler, Null­run­de für Kin­der

Un­ter­halts­pflich­ti­ge dür­fen ab kom­men­dem Jahr mehr Geld für sich be­hal­ten: Das Nach­se­hen ha­ben Mil­lio­nen Tren­nungs­kin­der - und die öf­fent­li­chen Kas­sen

05.12.2014. (dpa) - Wer nach ei­ner Tren­nung Un­ter­halt zah­len muss, darf ab kom­men­dem Jahr mehr Geld für sich be­hal­ten - für die Tren­nungs­kin­der gibt es ei­ne Null­run­de oder so­gar Ein­bu­ßen.

Mit der neu­en "Düs­sel­dor­fer Ta­bel­le" steigt ab Jah­res­be­ginn 2015 der so­ge­nann­te Selbst­be­halt für Er­werbs­tä­ti­ge von 1000 auf 1080 Eu­ro im Mo­nat, teil­te das Düs­sel­dor­fer Ober­lan­des­ge­richt am Don­ners­tag mit.

"Wenn an meh­re­re Be­rech­tig­te ge­zahlt wer­den muss, kön­nen Kin­der auch we­ni­ger Un­ter­halt be­kom­men", sag­te der Vor­sit­zen­de Rich­ter Jür­gen Soy­ka. Dies sei der Fall, wenn die Sum­me der Un­ter­halts­an­sprü­che den Selbst­be­halt des zah­len­den El­tern­teils über­stei­gen wür­de.

Für Nicht-Er­werbs­tä­ti­ge steigt der Selbst­be­halt von 800 auf 880 Eu­ro. Im Ein­zel­fall ist der Selbst­be­halt wei­ter nach oben stei­ger­bar, et­wa beim Nach­weis, dass für den vor­ge­se­he­nen Miet­satz kei­ne Woh­nung zu fin­den ist.

Die öf­fent­li­chen Kas­sen wer­den durch die An­he­bung stär­ker be­las­tet: Wenn das Exis­tenz­mi­ni­mum der Kin­der be­rührt ist, muss die Lü­cke von Job­cen­tern, So­zi­al­äm­tern oder Un­ter­halts-Vor­schuss­kas­se aus­ge­gli­chen wer­den.

Die An­he­bung des Selbst­be­halts sei er­for­der­lich, weil der Hartz-IV-Re­gel­satz zum Jah­res­wech­sel an­ge­ho­ben wird, so das Ge­richt. Da­mit soll ver­mie­den wer­den, dass Un­ter­halts­pflich­ti­ge in den un­te­ren Ein­kom­mens­klas­sen zu Hartz-IV-Emp­fän­gern wer­den. Au­ßer­dem soll ih­nen ein Ar­beits­an­reiz er­hal­ten blei­ben.

Die Un­ter­halts­sät­ze der Kin­der blei­ben zu­nächst un­ver­än­dert, weil sie sich am steu­er­li­chen Kin­der­frei­be­trag ori­en­tie­ren, der von der Bun­des­re­gie­rung im Ge­gen­satz zum Hartz-IV-Re­gel­satz nicht an­ge­passt wur­de. Das sei zwei­fel­los "un­schön", be­fan­den die Fa­mi­li­en­rich­ter. Die Jus­tiz ha­be aber kei­nen Spiel­raum, dies an­ders zu hand­ha­ben.

Im­mer­hin zeich­ne sich ei­ne An­he­bung des Kin­der­frei­be­tra­ges im Lau­fe des kom­men­den Jah­res ab. In dem Fall wer­de auch die "Düs­sel­dor­fer Ta­bel­le" er­neut an­ge­passt.

Nicht nur Tren­nungs­kin­der sind von der neu­en Ta­bel­le be­trof­fen, auch Ex-Part­ner und die El­tern ei­nes Un­ter­halts­pflich­ti­gen, wenn et­wa de­ren Pfle­ge­heim­kos­ten die Ren­te über­stei­gen: Bei den Un­ter­halts­pflich­ten für die ei­ge­nen El­tern er­höht sich der Selbst­be­halt zum Jah­res­wech­sel von 1600 Eu­ro auf 1800 Eu­ro im Mo­nat.

Die "Düs­sel­dor­fer Ta­bel­le" wird in Ab­stim­mung mit den üb­ri­gen Ober­lan­des­ge­rich­ten und dem Deut­schen Fa­mi­li­en­ge­richts­tag her­aus­ge­ge­ben. Sie re­gelt bun­des­weit die Un­ter­halts­an­sprü­che ab­hän­gig vom Ein­kom­men für Mil­lio­nen Tren­nungs­kin­der. In Deutsch­land gab es vor zwei Jah­ren knapp drei Mil­lio­nen min­der­jäh­ri­ge Tren­nungs­kin­der. Hin­zu kom­men die un­ter­halts­be­rech­tig­ten voll­jäh­ri­gen Kin­der.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880