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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Jahrgang
   
Schlag­worte: Ehrenamt, Arbeitnehmer
   
Gericht: Sächsisches Landesarbeitsgericht
Akten­zeichen: 3 Sa 579/10
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 20.05.2011
   
Leit­sätze:
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Chemnitz, Urteil vom 18.06.2010, 5 Ca 429/10
Nachgehend Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2012, 10 AZR 499/11
   

Säch­si­sches
Lan­des­ar­beits­ge­richt


Zwi­ckau­er Straße 54, 09112 Chem­nitz

Post­fach 7 04, 09007 Chem­nitz
 

Bit­te bei al­len Schrei­ben an­ge­ben:
Az.: 3 Sa 579/10
5 Ca 429/10 ArbG Chem­nitz

Verkündet am 20.05.2011

Im Na­men des Vol­kes


UR­TEIL

In dem Rechts­streit

...

hat das Säch­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt - Kam­mer 3 - durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt ... als Vor­sit­zen­den und die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Frau ... und Herrn ... auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 20. Mai 2011

für R e c h t er­kannt:


1. Die Be­ru­fung der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Chem­nitz vom 18.06.2010 - 5 Ca 429/10 - wird auf Kos­ten der Kläge­rin


z u r ü c k g e w i e s e n.

2. Die Re­vi­si­on wird für die Kläge­rin zu­ge­las­sen.

Tat­be­stand:

Die Par­tei­en strei­ten im Rah­men der Fra­ge der Wirk­sam­keit ei­ner Kündi­gung darüber, ob die Kläge­rin als Ar­beit­neh­me­rin beim Be­klag­ten beschäftigt war.

Der Be­klag­te ist im Be­reich ... und Um­land Träger der Te­le­fon­seel­sor­ge. Die Te­le­fon­seel­sor­ge wird in Deutsch­land von der evan­ge­li­schen und ka­tho­li­schen Kir­che un­ter­hal­ten. Die Evan­ge­lisch-Ka­tho­li­sche Kom­mis­si­on für die Te­le­fon­seel­sor­ge und

– Sei­te 2 –

die of­fe­ne Tür ist In­ha­be­rin des Mar­ken­na­mens „Te­le­fon­seel­sor­ge“ und ver­gibt die bei­den deutsch­land­weit ein­heit­li­chen Ruf­num­mern. Die Gebühren für die un­ter den bei­den Son­der­ruf­num­mern geführ­ten Gespräche trägt die ... AG als Part­ne­rin der Te­le­fon­seel­sor­ge. Die Träger­schaft der Te­le­fon­seel­sor­ge ist un­ter­schied­lich auf­ge­baut. Sie reicht von ei­nem Kir­chen­kreis, ei­nem De­ka­nat, ei­nem Bis­tum oder ei­ner Lan­des­kir­che bis hin zum ge­meinnützi­gen Ver­ein. Die kirch­li­chen Träger un­ter­hal­ten ins­ge­samt 105 selbständi­ge Te­le­fon­seel­sor­ge­stel­len, in de­nen ca. 7500 eh­ren­amt­li­che und 350 haupt­amt­li­che Mit­ar­bei­ter tätig sind. Für die Tätig­keit ei­nes eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ters in der Te­le­fon­seel­sor­ge be­darf es ei­ner Aus­bil­dung gemäß der Rah­me­n­ord­nung für die Aus- und Fort­bil­dung eh­ren­amt­li­cher Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in der Te­le­fon­seel­sor­ge und of­fe­nen Tür.

Der Be­klag­te beschäftig­te im Jahr 2009 53 eh­ren­amt­li­che Mit­ar­bei­ter in der Te­le­fon­seel­sor­ge. Lei­ter der Te­le­fon­seel­sor­ge war der haupt­amt­lich beschäftig­te Mit­ar­bei­ter Herr ... Ne­ben ei­ner Viel­zahl von an­de­ren Auf­ga­ben (vgl. die Auf­stel­lung auf Sei­te 11 der Be­ru­fungs­er­wi­de­rung vom 04.01.2011; Bl. 247 d. A.) ver­rich­te­te Herr ... bei kurz­fris­ti­gen Ausfällen oder schwer zu be­set­zen­den Dienst­zei­ten auch den Dienst am Te­le­fon. Für die Ausübung der Te­le­fon­seel­sor­ge un­terhält der Be­klag­te ei­ne Drei-Zim­mer-Woh­nung in ..., de­ren An­schrift von den Mit­ar­bei­tern ge­heim zu hal­ten ist. In die­ser Woh­nung be­fin­den sich ein Dienst­raum mit der tech­ni­schen Aus­stat­tung zur Ent­ge­gen­nah­me der Te­le­fon­gespräche, ein Büro­raum für die haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter und ein Grup­pen­raum für die Su­per­vi­si­ons­grup­pen. Die Mit­ar­bei­ter des Be­klag­ten sind ver­pflich­tet, die Te­le­fon­seel­sor­ge in die­sen Räum­lich­kei­ten aus­zuüben. Die Möglich­keit ei­ner Ruf­um­lei­tung auf ei­nen pri­va­ten Te­le­fon­an­schluss be­steht nicht. Um ei­ne ständi­ge Er­reich­bar­keit der Rat­su­chen­den zu gewähr­leis­ten, un­terstützen sich die re­gio­na­len Träger der Te­le­fon­seel­sor­ge in Sach­sen ge­gen­sei­tig. Die beim Be­klag­ten auf­lau­fen­den Te­le­fo­na­te wer­den au­to­ma­tisch an ei­nen an­de­ren Träger (West­sach­sen ... oder Vogt­land ...) wei­ter­ge­lei­tet, wenn über den An­schluss des Be­klag­ten ein Gespräch geführt wird oder das Te­le­fon nicht mit Per­so­nal be­setzt ist.

– Sei­te 3 –

Für die eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter des Be­klag­ten gilt ei­ne Dienst­ord­nung (An­la­ge B 1 zum Schrift­satz des Be­klag­ten vom 26.04.2010; Bl. 22 ff. d. A.). Dar­in ist u. a. Fol­gen­des be­stimmt:

3. Dienst­um­fang

Ziel für je­de TS ist die Ab­si­che­rung ei­nes 24-St­un­den-Diens­tes.
Dies ist kurz­fris­tig in ... noch nicht er­reich­bar. Aber ge­mein­sam und ab­ge­stimmt mit an­de­ren säch­si­schen TS-Stel­len ist ei­ne un­un­ter­bro­che­ne Er­reich­bar­keit der TS gewähr­leis­tet. Um die­se Er­reich­bar­keit ab­zu­si­chern und aus­zu­bau­en, ist von je­dem Eh­ren­amt­li­chen ei­ne Dienst­be­reit­schaft von mo­nat­lich ca. 10 St­un­den er­for­der­lich, das ent­spricht zwei bis drei Abend­diens­ten oder ei­nem Nacht­dienst.
Ei­ne re­gelmäßige Be­tei­li­gung der Mit­ar­bei­terIn­nen in die­sem Um­fang wird er­war­tet. Ei­ne zeit­wei­se Ent­las­tung vom nor­ma­len Dienst ist in Ab­spra­che mit dem TS-Lei­ter möglich.
Zum Dienst­um­fang zählt wei­ter­hin die Teil­nah­me an der mo­nat­li­chen Fall­be­spre­chung in ei­ner Klein­grup­pe.

4. Ver­hin­de­rung und Ver­tre­tung im TS-Dienst

4.1. Können Mit­ar­bei­terIn­nen aus zwin­gen­den Gründen ei­nen ge­plan­ten Dienst nicht wahr­neh­men, sind sie ver­pflich­tet, selbst ei­ne Ver­tre­tung zu or­ga­ni­sie­ren. Ist ih­nen das nicht möglich, so sind die haupt­amt­li­chen TS-Mit­ar­bei­ter zu in­for­mie­ren und um Un­terstützung zu bit­ten. (...)

5. Um­gang mit an­kom­men­den An­ru­fen

5.1. An­ru­fe sind spätes­tens nach dem 3. Ruf­zei­chen ent­ge­gen zu neh­men, um even­tu­el­le Ruf­wei­ter­lei­tun­gen zu ver­mei­den.
5.2. Al­le an­kom­men­den An­ru­fe sind sta­tis­tisch zu er­fas­sen (Dienst­buch, Sta­tis­tik­blatt, evtl. später PC). Für Auf­le­ger und kur­ze Scher­zan­ru­fe ist kein Sta­tis­tik­blatt aus­zufüllen, sie sind - wie auch Sper­run­gen (Call Guard) - durch ei­nen Strich in der ent­spre­chen­den Dienst­buch­spal­te als An­zahl fest­zu­hal­ten.
5.3. Bei je­dem Ver­las­sen des Dienst­zim­mers ist der Hörer des Seel­sor­ge-Te­le­fons ne­ben das Gerät zu le­gen. Das gilt auch bei Diens­ten­de, wenn (planmäßig) kei­ne Ablösung er­folgt.

6. Er­hal­tung und Ver­tie­fung der Be­ra­tungs­kom­pe­tenz

Zur Er­hal­tung und Ver­tie­fung der Be­ra­tungs­kom­pe­tenz sind die Re­fle­xi­on über das Be­ra­tungs­ge­sche­hen und Im­pul­se aus Bil­dungs­ver-


– Sei­te 4 –

an­stal­tun­gen un­erläss­lich. Des­halb wird fol­gen­des von je­dem TS-Mit­ar­bei­ter er­war­tet:

6.1. Über je­des Be­ra­tungs­gespräch sind nach ei­nem vor­ge­ge­be­nen Ras­ter kur­ze No­ti­zen (auf das Sta­tis­tik­blatt) nie­der­zu­schrei­ben.
6.2. Die Teil­nah­me an der mo­nat­li­chen Fall­be­spre­chung ist ver­pflich­tend. Da­bei soll­te je­der we­nigs­tens ein­mal im Jahr ein Gespräch vor­stel­len.
Der Lei­ter der Fall­be­spre­chung (er­satz­wei­se das TS-Büro) ist vor­her zu in­for­mie­ren, wenn ein Grup­pen­mit­glied nicht an ei­ner Fall­be­spre­chung teil­neh­men kann.
6.3. Ein­mal jähr­lich soll­te je­der an ei­ner an­de­ren Wei­ter­bil­dungs­ver­an­stal­tung teil­neh­men, die die Be­ra­tungs­kom­pe­tenz fördert. Hierfür können auch Wei­ter­bil­dun­gen der Stadt­mis­si­on ... ge­nutzt wer­den. (...)

Ne­ben der Dienst­ord­nung hat der Be­klag­te ei­nen Leit­fa­den „Stich­wor­te zum TS-Dienst“ (An­la­ge K 5 zum Schrift­satz der Kläge­rin vom 27.05.2010; Bl. 55 ff. d. A.) her­aus­ge­ge­ben. Dar­in sind u. a. Hin­wei­se zum Um­gang mit so­ge­nann­ten Auf­le­gern, Scherz- und Schwei­ge­an­ru­fen so­wie Sui­zi­dankündi­gun­gen ent­hal­ten. Für die Er­fas­sung und Do­ku­men­ta­ti­on ha­ben die Mit­ar­bei­ter ei­nen vom Be­klag­ten vor­ge­ge­be­nen Vor­druck (An­la­ge K 4 zum Schrift­satz der Kläge­rin vom 27.05.2010; Bl. 54 d. A.) zu ver­wen­den. Je­weils im Vor­mo­nat legt der Be­klag­te Dienst­pläne für den Fol­ge­mo­nat aus, in die sich die eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­ter ein­tra­gen. Da­bei be­steht die Möglich­keit, sich im Zeit­raum von 8:00 bis 24:00 Uhr für Vier-St­un­den-Diens­te in der Zeit von 8:00 bis 12:00, 12:00 bis 16:00, 16:00 bis 20:00 oder 20:00 bis 24:00 Uhr ein­zu­tra­gen oder an Wo­chen­en­den für Acht-St­un­den-Diens­te in der Zeit von 0:00 bis 8:00 Uhr (vgl. An­la­ge B 2 zum Schrift­satz des Be­klag­ten vom 26.04.2010; Bl. 26 ff. d. A.). Für die zeit­li­che La­ge der Su­per­vi­si­on dürfen die Mit­ar­bei­ter Vor­schläge un­ter­brei­ten. Da ei­ne Viel­zahl von Mit­ar­bei­tern an der Su­per­vi­si­on teil­nimmt, wird der Ter­min letzt­lich vom je­wei­li­gen Su­per­vi­sor be­stimmt.

Die 1966 ge­bo­re­ne Kläge­rin war auf der Grund­la­ge von schrift­li­chen „Be­auf­tra­gun­gen“ vom 26.04.2002 bzw. 22.04.2005 (An­la­gen K 1 und K 2 zum Schrift­satz der Kläge­rin vom 27.05.2010; Bl. 50/51 d. A.) seit dem 26.04.2002 eh­ren­amt­lich als Te­le­fon­seel­sor­ge­rin im Um­fang von 10 St­un­den im Mo­nat für den Be­klag­ten tätig. Sie


– Sei­te 5 –

er­hielt hierfür zu­letzt ei­ne mo­nat­li­che Auf­wands­entschädi­gung in Höhe von 30,00 €, wel­che der Be­klag­te durch ei­ne Zu­wen­dung der Stadt ... in glei­cher Höhe re­fi­nan­zier­te.

Am 22.01.2010 ent­band Herr ... die Kläge­rin münd­lich von ih­rem Dienst. Nach Ab­ga­be der Schlüssel muss­te die Kläge­rin die Räum­lich­kei­ten der Te­le­fon­seel­sor­ge um­ge­hend ver­las­sen. Hier­ge­gen hat sich die Kläge­rin mit ih­rer am 09.02.2010 beim Ar­beits­ge­richt Chem­nitz ein­ge­gan­ge­nen Kla­ge ge­wandt.

Die Kläge­rin hat die An­sicht ver­tre­ten, zwi­schen den Par­tei­en ha­be ein Ar­beits­verhält­nis be­stan­den. Sie ha­be ih­re ver­trag­li­chen Leis­tun­gen in persönli­cher Abhängig­keit zum Be­klag­ten er­bracht. Dem Be­klag­ten ha­be das Wei­sungs­recht hin­sicht­lich Ar­beits­zeit, Ar­beits­in­halt und Ar­beits­ort ob­le­gen. Die Dienst­ord­nung be­inhal­te ei­ne Viel­zahl ar­beits­ver­trags­ty­pi­scher Re­ge­lun­gen. So sei sie zur Leis­tung von mo­nat­lich 10 Ar­beits­stun­den ver­pflich­tet ge­we­sen, die sie – un­strei­tig – in ei­ge­ner Per­son ha­be er­brin­gen müssen. Auf die Ein­hal­tung der 10 Mo­nats­stun­den sei vom Be­klag­ten streng ge­ach­tet wor­den. Mit­ar­bei­ter, die nur ei­nen Vier-St­un­den-Dienst pro Mo­nat hätten leis­ten wol­len, sei­en – un­strei­tig – vom Be­klag­ten re­gelmäßig nicht mehr berück­sich­tigt wor­den. Hin­sicht­lich der Aus­wahl der Diens­te ha­be zwar ei­ne re­la­tiv freie Aus­wahl be­stan­den. Der Mit­ar­bei­ter, der sich als Letz­ter in die Dienst­pläne ein­ge­tra­gen ha­be, ha­be die Ar­beits­zeit aber qua­si vor­ge­ge­ben be­kom­men. Der In­halt der Tätig­keit sei durch die Dienst­ord­nung und den Leit­fa­den zwin­gend und de­tail­liert ge­re­gelt ge­we­sen. Der Um­stand, dass sie kei­ne Vergütung er­hal­ten ha­be, sei oh­ne Be­lang. Auf die Fra­ge der wirt­schaft­li­chen Abhängig­keit kom­me es für ein Ar­beits­verhält­nis nicht an. Die Kündi­gung vom 22.01.2010 sei be­reits man­gels Schrift­form un­wirk­sam. Des Wei­te­ren lägen auch kei­ne Kündi­gungs­gründe vor.

Die Kläge­rin hat be­an­tragt,

1. fest­zu­stel­len, dass die Kündi­gung des Be­klag­ten vom 22.01.2010 das zwi­schen den Par­tei­en be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis nicht auf­gelöst hat;


– Sei­te 6 –

2. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, sie bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Ver­fah­rens als Te­le­fon­seel­sor­ge­rin auf Ba­sis von 10 St­un­den pro Mo­nat un­ent­gelt­lich wei­ter­zu­beschäfti­gen.

Der Be­klag­te hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Er hat die Zuständig­keit der Ar­beits­ge­rich­te gerügt. Da es sich bei dem Ver­trags­verhält­nis der Par­tei­en um ein un­ent­gelt­li­ches Auf­trags­verhält­nis ge­han­delt ha­be, sei der Rechts­weg zu den Ge­rich­ten für Ar­beits­sa­chen nicht ge­ge­ben. Je­den­falls sei die Kla­ge un­be­gründet. Die Kläge­rin sei als eh­ren­amt­li­che Mit­ar­bei­te­rin kei­ne Ar­beit­neh­me­rin ge­we­sen, da sie so­wohl ih­re Tätig­keit als auch ih­re Ar­beits­zeit im We­sent­li­chen ha­be frei ge­stal­ten können.

Mit sei­nem der Kläge­rin am 23.08.2010 zu­ge­stell­ten Ur­teil vom 18.06.2010, auf des­sen Ent­schei­dungs­gründe (Bl. 73 ff. d. A.) Be­zug ge­nom­men wird, hat das Ar­beits­ge­richt den Rechts­weg zu den Ge­rich­ten für Ar­beits­sa­chen ver­neint und die Kla­ge als un­be­gründet ab­ge­wie­sen, weil die Kläge­rin ent­ge­gen ih­rer Auf­fas­sung kei­ne Ar­beit­neh­me­rin des Be­klag­ten ge­we­sen sei. Hier­ge­gen wen­det sich die Kläge­rin mit ih­rer am 21.09.2010 beim Säch­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Be­ru­fung, die sie am 02.11.2010 be­gründet hat, nach­dem die Frist zur Be­ru­fungs­be­gründung auf ih­ren am 22.10.2010 ein­ge­gan­ge­nen An­trag bis zum 25.11.2010 verlängert wor­den war.

Die Kläge­rin greift die erst­in­stanz­li­che Ent­schei­dung un­ter ver­tie­fen­der Wie­der­ho­lung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens mit Rechts­ausführun­gen an.

Die Kläge­rin be­an­tragt,

1. das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Chem­nitz vom 18.06.2010 - 5 Ca 429/10 - ab­zuändern;
 

– Sei­te 7 –

2. fest­zu­stel­len, dass die Kündi­gung des Be­klag­ten vom 22.01.2010 das zwi­schen den Par­tei­en be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis nicht auf­gelöst hat;

3. den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, sie bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Ver­fah­rens als Te­le­fon­seel­sor­ge­rin auf Ba­sis von 10 St­un­den pro Mo­nat un­ent­gelt­lich wei­ter­zu­beschäfti­gen.

Der Be­klag­te be­an­tragt,

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen

und ver­tei­digt das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts als zu­tref­fend.

Hin­sicht­lich des wei­te­ren Vor­brin­gens der Par­tei­en im zwei­ten Rechts­zug wird auf den In­halt der dort ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen so­wie auf den In­halt des Pro­to­kolls der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 20.05.2011 (Bl. 256 ff. d. A.) Be­zug ge­nom­men.

E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e:

I.

Ei­ner Vor­ab­ent­schei­dung über die Zulässig­keit des Rechts­wegs zu den Ge­rich­ten für Ar­beits­sa­chen be­darf es gemäß § 65 ArbGG nicht, ob­wohl das Ar­beits­ge­richt un­ter Miss­ach­tung des § 17 a Abs. 3 Satz 2 GVG über die Rechts­wegrüge des Be­klag­ten nicht vor­ab durch Be­schluss, son­dern im Ur­teil ent­schie­den hat, da der Be­klag­te ge­gen die Ent­schei­dung des Ar­beits­ge­richts kein Rechts­mit­tel ein­ge­legt hat.


II.

Die gemäß § 64 Abs. 2 lit. c) ArbGG statt­haf­te und auch im Übri­gen zulässi­ge, ins­be­son­de­re form- und frist­ge­recht ein­ge­leg­te Be­ru­fung der Kläge­rin ist zurück­zu­wei-


– Sei­te 8 –

sen, denn sie ist nicht be­gründet. Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge im Er­geb­nis zu Recht ab­ge­wie­sen, denn die­se ist ih­rer­seits nicht be­gründet.

A.

Die Kläge­rin hat kei­nen An­spruch auf die be­gehr­te Fest­stel­lung, denn zwi­schen ihr und dem Be­klag­ten be­stand im Zeit­punkt des Aus­spruchs der „Kündi­gung“ am 22.01.2010 kein Ar­beits­verhält­nis.

1. Die Kläge­rin hat be­an­tragt, fest­zu­stel­len, dass die Kündi­gung des Be­klag­ten vom 22.01.2010 das zwi­schen den Par­tei­en be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis nicht auf­gelöst hat. Mit die­sem An­trags­in­halt ist Streit­ge­gen­stand nicht nur die Fra­ge, ob das Ver­trags­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en durch die vom Be­klag­ten erklärte Kündi­gung be­en­det wor­den ist. Streit­ge­gen­stand ist viel­mehr auch, ob die­ses Ver­trags­verhält­nis ein Ar­beits­verhält­nis ist. Die be­an­trag­te Fest­stel­lung setzt vor­aus, dass im Zeit­punkt der Kündi­gung ein Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en tat-sächlich be­stan­den hat. An­dern­falls ist der An­trag schon des­halb un­be­gründet (vgl. BAG, Be­schluss vom 19.12.2000 – 5 AZB 16/00 - NZA 2001, 285, m. w. N.).

2. Bei der „Be­auf­tra­gung“ der Kläge­rin als Te­le­fon­seel­sor­ge­rin han­del­te es sich nicht um ein Ar­beits­verhält­nis. Die Tätig­keit der Kläge­rin war ei­ne eh­ren­amt­li­che Tätig­keit, die dau­er­haft nicht auf die Er­zie­lung von Ent­gelt oder die Er­lan­gung ei­ner ent­gelt­li­chen Tätig­keit ge­rich­tet war. Das Ge­richt geht da­von aus, dass in ei­nem sol­chen Fall un­abhängig vom Vor­lie­gen der vom Bun­des­ar­beits­ge­richt an­sons­ten für die An­nah­me ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ent­wi­ckel­ten Grundsätze (vgl. in­so­weit z. B. Ur­teil vom 13.02.2008 - 2 AZR 1037/06 - NZA 2008, 878, 879, m. w. N.) ge­ne­rell die An­nah­me ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses aus­schei­det.

Nach der Grund­norm des § 611 Abs. 1 BGB sind die ver­trags­ty­pi­schen Pflich­ten ei­nes Dienst-/Ar­beits­ver­tra­ges die Leis­tung der ver­spro­che­nen Diens­te und die Gewährung der ver­ein­bar­ten Vergütung. Ein Ar­beits­verhält­nis ist al­so re­gelmäßig
 

– Sei­te 9 –

ein Aus­tausch­verhält­nis von Leis­tung und Ge­gen­leis­tung. Ver­pflich­tet sich da­ge­gen je­mand, ein ihm von ei­nem an­de­ren über­tra­ge­nes Geschäft für die­sen un­ent­gelt­lich zu be­sor­gen, han­delt es sich um ei­nen Auf­trag im Sin­ne von § 662 BGB.

Auch un­ter dem Ge­sichts­punkt der Schutz­bedürf­tig­keit er­scheint es nicht ge­bo­ten, die eh­ren­amt­li­che Tätig­keit der Kläge­rin als Ar­beits­verhält­nis zu qua­li­fi­zie­ren und den ge­setz­li­chen Ar­beit­neh­mer­schutz­vor­schrif­ten zu un­ter­wer­fen. Der Ar­beits­platz ist in den meis­ten Fällen die wirt­schaft­li­che Exis­tenz­grund­la­ge für den Ar­beit­neh­mer und sei­ne Fa­mi­lie. Selbst wenn es sich nur um ei­ne ge­ringfügi­ge Beschäfti­gung han­delt, trägt die­se doch re­gelmäßig zum Fa­mi­li­en­ein­kom­men bei und hilft, das Aus­kom­men der Fa­mi­lie ab­zu­si­chern. Le­bens­zu­schnitt und Wohn­um­feld wer­den da­von eben­so be­stimmt, wie ge­sell­schaft­li­che Stel­lung und Selbst­wert­gefühl. Die Aus­sich­ten, ei­ne ähn­li­che Po­si­ti­on oh­ne Ein­bußen an Le­bens­stan­dard und Ver­lust von Nach­bar­schafts­be­zie­hun­gen zu fin­den, hängen vom Ar­beits­markt ab. Ge­lingt es dem Ar­beit­neh­mer nach ei­ner Kündi­gung nicht, als­bald ei­nen neu­en Ar­beits­platz zu fin­den, gerät er häufig in ei­ne Kri­se, in der ihm durch die Leis­tun­gen der Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung nur teil­wei­se und auch nur für ei­nen be­grenz­ten Zeit­raum ge­hol­fen wird (BVerfG, Be­schluss vom 27.01.1998 - 1 BvL 15/87 - NZA 1998, 470, 471 f.). Ei­ne eh­ren­amt­li­che, un­ent­gelt­li­che Tätig­keit trägt da­ge­gen nicht zum Fa­mi­li­en­ein­kom­men bei. Für Le­bens­zu­schnitt und Wohn­um­feld ist sie oh­ne Be­deu­tung. Re­gelmäßig kann nur dann eh­ren­amt­li­che Tätig­keit ge­leis­tet wer­den, wenn die Exis­tenz durch an­de­res Ein­kom­men, staat­li­che Leis­tun­gen oder ei­ge­nes Vermögen ge­si­chert ist. Zwar ist ei­ne eh­ren­amt­li­che Tätig­keit für die ge­sell­schaft­li­che Stel­lung und das ei­ge­ne Selbst­wert­gefühl durch­aus be­deut­sam. Im Un­ter­schied zu ei­nem neu­en Ar­beits­platz, des­sen Er­lan­gung vom Ar­beits­markt abhängt, ist ei­ne eh­ren­amt­li­che Tätig­keit sehr be­gehrt und leicht zu fin­den. Dass auch der Ge­setz­ge­ber ei­ne eh­ren­amt­li­che Tätig­keit als we­ni­ger schutz­bedürf­tig an­sieht, zeigt sich z. B. dar­an, dass er durch die Re­ge­lung des § 5 Abs. 2 Nr. 3 Be­trVG, Per­so­nen, de­ren Beschäfti­gung nicht in ers­ter Li­nie ih­rem Er­werb dient, son­dern vor­wie­gend durch Be­weg­gründe ka­ri­ta­ti­ver oder re­li­giöser Art be­stimmt ist, vom Schutz des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes aus­ge­schlos­sen hat.


– Sei­te 10 –

So­weit die Kläge­rin un­ter Be­zug­nah­me auf Vo­gel­sang (in Schaub, Ar­beits­rechts­hand­buch, 13. Auf­la­ge, S. 150 Rz. 35) die An­sicht ver­tritt, das Ent­gelt gehöre nicht zwin­gend zum Be­griff des Ar­beit­neh­mers, kann dem un­ter Berück­sich­ti­gung des Vor­ste­hen­den je­den­falls für Fälle, wie den vor­lie­gen­den, in dem dau­er­haft kei­ne Ent­gel­ter­zie­lungs­ab­sicht ver­folgt wird, nicht ge­folgt wer­den. Vo­gel­sang sel­ber nennt als Bei­spiel auch nur ei­ne un­ent­gelt­li­che Ein­ar­bei­tung und da­mit ei­ne vorüber­ge­hen­de, auf künf­ti­ge Ent­gel­ter­zie­lung ge­rich­te­te Tätig­keit. Auch nach der Ver­kehrs­an­schau­ung wird ei­ne nicht auf Ent­gel­ter­zie­lung ge­rich­te­te Tätig­keit all­ge­mein nicht als Ar­beits­verhält­nis, son­dern als Eh­ren­amt oder Freund­schafts­dienst an­ge­se­hen.

Zu­tref­fend ver­weist die Kläge­rin zwar dar­auf, dass nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (vgl. z. B. Ur­teil vom 13.03.2008 - 2 AZR 1037/06 - NZA 2008, 878, 879, m. w. N.) ei­ne wirt­schaft­li­che Abhängig­keit für die An­nah­me ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses we­der er­for­der­lich noch aus­rei­chend ist. Die­ser Grund­satz ist je­doch im Rah­men der Ab­gren­zung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses zu ei­ner frei­en Mit­ar­beit im Rah­men ei­nes Dienst­verhält­nis­ses auf der Grund­la­ge von Sach­ver­hal­ten ent­wi­ckelt wor­den, in de­nen re­gelmäßig ei­ne Vergütungs­ver­ein­ba­rung be­stand, mit­hin die Dienst-/Ar­beits­leis­tung auf die Er­zie­lung von Ent­gelt ge­rich­tet war. In Ab­gren­zung zu Wank (Ar­beit­neh­mer und Selbständi­ge, S. 29 ff.) hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt durch die­se Recht­spre­chung ins­be­son­de­re der The­se, dass die Bin­dung an nur ei­nen Auf­trag­ge­ber ein Ar­beit­neh­mer­merk­mal sei, ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Aus Sicht des Ge­richts lässt sich dar­aus aber nicht der Schluss zie­hen, dass das Bun­des­ar­beits­ge­richt die Auf­fas­sung ver­tritt, auch in Fällen der ge­woll­ten, dau­er­haf­ten Un­ent­gelt­lich­keit ei­ner Tätig­keit könne ein Ar­beits­verhält­nis vor­lie­gen.

B.

Die Kläge­rin hat kei­nen An­spruch ge­gen den Be­klag­ten dar­auf, bis zum rechts­kräfti­gen Ab­schluss des Ver­fah­rens als Te­le­fon­seel­sor­ge­rin auf der Ba­sis von 10 St­un­den pro Mo­nat un­ent­gelt­lich wei­ter­beschäftigt zu wer­den.


– Sei­te 11 –

Die Kläge­rin stützt ih­ren An­trag auf die Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zum Wei­ter­beschäfti­gungs­an­spruch während des Kündi­gungs­pro­zes­ses (vgl. BAG, Großer Se­nat, Be­schluss vom 27.02.1985 - GS 1/84 - NZA 1985, 702). Ein sol­cher An­spruch be­steht nach der vor­zi­tier­ten Recht­spre­chung je­doch nur im (gekündig­ten) Ar­beits­verhält­nis, wel­ches zwi­schen den Par­tei­en nicht be­stand.

II.

Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 97 Abs. 1 ZPO. Die Kläge­rin hat die Kos­ten ih­rer oh­ne Er­folg ein­ge­leg­ten Be­ru­fung zu tra­gen.

Die Zu­las­sung der Re­vi­si­on war im vor­lie­gen­den Fall gemäß § 72 Abs. 2 Nr. 1 ArbGG ge­bo­ten.


– Sei­te 12 –

R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n g


Ge­gen die­ses Ur­teil kann von der Be­ru­fungskläge­rin

Re­vi­si­on

ein­ge­legt wer­den.

Die Re­vi­si­on muss in­ner­halb

ei­ner Not­frist von ei­nem Mo­nat

schrift­lich beim Bun­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­legt wer­den.
Die An­schrift des Bun­des­ar­beits­ge­richts lau­tet:

Post­fach, 99112 Er­furt
oder
Hu­go-Preuß-Platz 1, 99084 Er­furt

Te­le­fon: (03 61) 26 36 - 0
Te­le­fax: (03 61) 26 36 - 20 00.

Sie ist gleich­zei­tig in­ner­halb

ei­ner Frist von zwei Mo­na­ten

schrift­lich zu be­gründen.

Bei­de Fris­ten be­gin­nen mit der Zu­stel­lung des in vollständi­ger Form ab­ge­fass­ten Ur­teils, spätes­tens aber mit Ab­lauf von fünf Mo­na­ten nach der Verkündung.

Die Re­vi­si­ons­schrift und die Be­gründung der Re­vi­si­on müssen von ei­nem Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten un­ter­zeich­net sein. Als Pro­zess­be­vollmäch­tig­te sind nur zu­ge­las­sen:

1. Rechts­anwälte,

2. Ge­werk­schaf­ten und Ver­ei­ni­gun­gen von Ar­beit­ge­ber­verbänden so­wie Zu­sam­men­schlüsse sol­cher Verbände für ih­re Mit­glie­der oder für an­de­re Verbände und Zu­sam­men­schlüsse mit ver­gleich­ba­rer Aus­rich­tung und de­ren Mit­glie­der,

3. Ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die die Vor­aus­set­zun­gen des § 11 Abs. 2 Satz 2 Nr. 5 ArbGG erfüllen. 

– Sei­te 13 –

In den Fällen der Zif­fern 2 und 3 müssen die Per­so­nen, die die Re­vi­si­ons­schrift und die Be­gründung un­ter­zeich­nen, die Befähi­gung zum Rich­ter­amt ha­ben.

Bezüglich der Möglich­kei­ten elek­tro­ni­scher Ein­le­gung und Be­gründung der Re­vi­si­on - ei­ne Ein­le­gung per E-Mail ist aus­ge­schlos­sen! - wird ver­wie­sen auf die Ver­ord­nung über den elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr beim Bun­des­ar­beits­ge­richt vom 9. März 2006 (BGBl. I S. 519).

Die Re­vi­si­on kann nur dar­auf gestützt wer­den, dass das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts auf der Ver­let­zung ei­ner Rechts­norm be­ruht.

Für die wei­te­ren Be­tei­lig­ten ist ge­gen die Ent­schei­dung kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.

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