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Mehr Ein­bür­ge­run­gen und leich­te­re An­er­ken­nung von Aus­lands-Ab­schluss

In Ham­burg be­an­tra­gen im­mer mehr Mi­gran­ten ei­nen deut­schen Pass und die An­er­ken­nung ih­rer im Aus­land er­wor­be­nen Be­rufs­ab­schlüs­se: Hin­ter­grund sind zwei Initia­ti­ven für Ein­woh­ner mit aus­län­di­schen Wur­zeln des Ham­bur­ger Se­nats

07.08.2013 (dpa) - Mehr Ein­bür­ge­run­gen und ei­ne leich­te­re An­er­ken­nung von Be­rufs­ab­schlüs­sen aus an­de­ren Län­dern - der Ham­bur­ger Se­nat hat am Diens­tag bei zwei Initia­ti­ven für Aus­län­der ei­ne po­si­ti­ve Zwi­schen­bi­lanz ge­zo­gen.

Als Fol­ge ei­ner im De­zem­ber 2011 ge­star­te­ten Kam­pa­gne sei die Zahl der Ein­bür­ge­run­gen in der Han­se­stadt im ers­ten Halb­jahr die­ses Jah­res im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 40 Pro­zent ge­stie­gen, sag­te Ham­burgs In­nen­se­na­tor Mi­cha­el Neu­mann (SPD).

3747 Men­schen hät­ten zwi­schen Ja­nu­ar und Ju­ni den deut­schen Pass er­hal­ten.

Zu­dem zeigt ein neu­es Ge­setz zur An­er­ken­nung aus­län­di­scher Be­rufs- und Stu­di­en­ab­schlüs­se nach An­ga­ben der So­zi­al­be­hör­de Wir­kung.

432 An­trä­ge vor al­lem in So­zi­al- und Ge­sund­heits­be­ru­fen sei­en voll an­er­kannt wor­den, rund 400 wei­te­re in Tei­len, sag­te Ham­burgs Ar­beits­se­na­tor Det­lef Schee­le (SPD). Dar­un­ter sind nach Mit­tei­lung der Schul­be­hör­de auch rund 60 Leh­rer, de­ren Aus­bil­dung voll an­er­kannt wur­de. 158 wei­te­re ver­füg­ten nur über ei­nen Teil der ver­lang­ten Qua­li­fi­ka­tio­nen.

Der FDP-Bür­ger­schafts­frak­ti­on ge­hen die Be­mü­hun­gen des Se­nats noch nicht weit ge­nug. "6000 qua­li­fi­zier­te Mi­gran­ten le­ben in Ham­burg, die nach den neu­en ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten, die Bun­des­re­gie­rung und Se­nat ge­schaf­fen ha­ben, ih­re aus­län­di­schen Ab­schlüs­se an­er­ken­nen las­sen könn­ten", sag­te der Ab­ge­ord­ne­te Tho­mas-Sön­ke Kluth. "Ei­ni­ge hun­dert ha­ben dies nun er­folg­reich ge­nutzt. Das ist ein An­fang, aber Ham­burg kann noch viel mehr tun."

Se­na­tor Schee­le be­ton­te, Zu­wan­de­rer hät­ten wert­vol­le Qua­li­fi­ka­tio­nen, die mit Blick auf den dro­hen­den Fach­kräf­te­man­gel ge­braucht wür­den. Zu­vor sei­en sie oft weit un­ter ih­ren Qua­li­fi­ka­tio­nen tä­tig ge­we­sen.

"Bau­in­ge­nieu­re sol­len nicht im Schnell­re­stau­rant ar­bei­ten müs­sen", be­ton­te Schee­le. Ham­burg sei das ers­te Bun­des­land ge­we­sen, das am 1. Au­gust 2012 ein Lan­des­ge­setz vor­ge­legt ha­be, um die An­er­ken­nung von aus­län­di­schen Ab­schlüs­sen zu er­leich­tern. Es be­inhal­tet ei­nen Rechts­an­spruch auf Be­ra­tung und Be­glei­tung im An­er­ken­nungs­ver­fah­ren.

Be­reits seit dem 1. April ver­gan­ge­nen Jah­res gibt es ein Bun­des­ge­setz, das für ei­ne schnel­le­re An­er­ken­nung aus­län­di­scher Ab­schlüs­se sor­gen soll. Al­ler­dings gilt die­se Vor­schrift nur für bun­des­ge­setz­lich ge­re­gel­te Be­ru­fe wie Ärz­te oder Rechts­an­wäl­te. Das neue Ham­bur­ger Ge­setz über­trug das nun auf Be­ru­fe wie Leh­rer oder Ar­chi­tekt, die Län­der­sa­che sind und zu­sätz­li­che Lan­des­ge­set­ze er­for­der­lich mach­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

 

Letzte Überarbeitung: 11. Juni 2015

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