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Meh­re­re hun­dert baye­ri­sche Ein­zel­han­dels-Be­schäf­tig­te im Streik

Sie wol­len mehr Lohn und leh­nen zu­gleich Zu­schlags­kür­zun­gen ab - da­für ha­ben meh­re­re hun­dert Su­per­markt- und Kauf­haus­mit­ar­bei­ter in Bay­ern ge­streikt: Ei­ni­ge wol­len auch am Sams­tag für ih­re For­de­run­gen auf die Stra­ße ge­hen
Lebensmittelverkauf am Tresen mit Kasse

05.10.2013. (dpa) - Im Ta­rif­streit um hö­he­re Löh­ne und Ge­häl­ter im baye­ri­schen Ein­zel­han­del sind am Frei­tag meh­re­re hun­dert Su­per­markt- und Kauf­haus­mit­ar­bei­ter in den Streik ge­tre­ten.

Ne­ben Be­schäf­tig­ten der Ket­te Markt­kauf hät­ten auch Mit­ar­bei­ter im Groß­ost­hei­mer Zen­tral­la­ger des Tex­til­händ­lers H&M die Ar­beit nie­der­ge­legt, be­rich­te­te Ver­di.

Zum Streik auf­ge­ru­fen hat­te die Ge­werk­schaft au­ßer­dem H&M-Be­schäf­tig­te in Augs­burg.

In Nürn­berg hat­ten knapp 200 der mehr als 300 Mit­ar­bei­ter der Su­per­markt­ket­te Markt­kauf für mehr Geld ge­streikt.

Bei ei­ner Kund­ge­bung vor ei­ner Fi­lia­le im Nürn­ber­ger Stadt­teil Mö­gel­dorf pro­tes­tier­ten Be­schäf­tig­te au­ßer­dem ge­gen Ein­schnit­te bei Nacht- und Spät­zu­schla­gen, die die Ar­beit­ge­ber­sei­te bei den Ta­rif­ver­hand­lun­gen ge­for­dert hat­te.

Auf Spruch­ta­feln hieß es auch: "Kei­ne Öff­nung und Fle­xi­bi­li­sie­rung der Ar­beits­zei­ten".

Die Markt­kauf-Mit­ar­bei­ter wol­len ih­re Ak­tio­nen an die­sem Sams­tag fort­set­zen, be­rich­te­te Ver­di-Se­kre­tär Man­fred Wa­ges.

Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die rund 335 000 Be­schäf­tig­ten der Bran­che wa­ren Mit­te Sep­tem­ber auch in der vier­ten Ver­hand­lungs­run­de oh­ne Ei­ni­gung ge­blie­ben.

Die Ar­beit­ge­ber bo­ten von Au­gust 2013 an 2,5 Pro­zent und von Mai kom­men­den Jah­res an 1,5 Pro­zent mehr Lohn und Ge­halt, ver­lan­gen aber zu­gleich Ab­stri­che beim Man­tel­ta­rif.

Die Ge­werk­schaft for­dert hin­ge­gen 6,5 Pro­zent mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten. Die von den Ar­beit­ge­bern in die Dis­kus­si­on ge­brach­ten Kür­zun­gen bei den Zu­schlä­gen hält die Ge­werk­schaft für nicht ak­zep­ta­bel. Auch ge­gen fle­xi­ble­re Ar­beits­zei­ten wehrt sie sich.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. Oktober 2017

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