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En­de des Ta­rif­streits in der Si­cher­heits­bran­che in Sicht

Im Ta­rif­kon­flikt in der Si­cher­heits­bran­che von NRW ist ei­ne Lö­sung in Sicht: Dem Sch­lich­ter­spruch müs­sen nur noch die Ver­di-Mit­glie­der zu­stim­men. Auch für Ham­burg gibt es Hoff­nung auf ei­ne bal­di­ge Lö­sung

08.04.2013. (dpa) - Gu­te Nach­rich­ten für Flug­gäs­te: Im er­bit­tert ge­führ­ten Ta­rif­streit beim pri­va­ten Si­cher­heits­ge­wer­be in Nord­rhein-West­fa­len ist ei­ne Ei­ni­gung greif­bar na­he.

Da­mit wä­ren Streiks an den Flug­hä­fen Düs­sel­dorf und Köln/Bonn end­gül­tig vom Tisch. Auch in Ham­burg steigt die Hoff­nung auf ei­ne bal­di­ge Lö­sung.

In der kom­men­den Wo­che sol­len die Mit­glie­der der Ge­werk­schaft Ver­di in NRW über ei­nen am Frei­tag­abend vor­ge­leg­ten Sch­lich­ter­spruch ab­stim­men. Ei­ne Zu­stim­mung gilt als wahr­schein­lich.

Not­wen­dig ist ei­ne ein­fa­che Mehr­heit. Die Ver­di-Ta­rif­kom­mis­si­on hat die An­nah­me emp­foh­len. Die im Bun­des­ver­band der Si­cher­heits­wirt­schaft (BDSW) or­ga­ni­sier­ten Ar­beit­ge­ber ha­ben be­reits ver­bind­lich zu­ge­stimmt.

Wie ein BDSW-Spre­cher er­läu­ter­te, sol­len die un­te­ren St­un­den­löh­ne von jetzt 8,23 Eu­ro im Mai 2013 auf 8,62 Eu­ro und ab Ja­nu­ar 2014 auf dann 9 Eu­ro stei­gen. Die Er­hö­hung lie­ge bei 10,4 Pro­zent. Die Ver­gü­tung der Luft­si­cher­heits­as­sis­ten­ten sol­le in den­sel­ben zwei Stu­fen um ins­ge­samt 18,9 Pro­zent von der­zeit 12,36 Eu­ro auf 14,70 Eu­ro er­höht wer­den. "Die Ar­beit­ge­ber wer­den hier­durch auf das Äu­ßers­te be­las­tet", hieß es von dem Bran­chen­ver­band.

Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­re­rin An­drea Be­cker sag­te, Pro­zen­ter­hö­hun­gen im zwei­stel­li­gen Be­reich ha­be man "nicht so oft". Die Ge­werk­schaft hat­te an­fangs ein Plus von 30 Pro­zent ge­for­dert. In dem Ta­rif­kon­flikt wa­ren in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten die Flug­hä­fen Düs­sel­dorf und Köln/Bonn im­mer wie­der be­streikt wor­den. Al­lein in Düs­sel­dorf fie­len durch die Streiks des Si­cher­heits­per­so­nals über 1000 Flü­ge aus, mehr als 100 000 Flug­gäs­te wa­ren be­trof­fen.

Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer hat­ten sich am 18. März dar­auf ge­ei­nigt, den nord­rhein-west­fä­li­schen Lan­des­sch­lich­ter Bern­hard Poll­mey­er ein­zu­schal­ten. Da­mit soll­te Be­we­gung in die völ­lig fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die 34 000 Be­schäf­tig­ten der Bran­che in NRW kom­men.

Nach dem Sch­lich­ter­spruch in Nord­rhein-West­fa­len ha­ben sich Ge­werk­schaft und Ar­beit­ge­ber auch für Ham­burg op­ti­mis­tisch ge­äu­ßert. "Das wird un­ter Dach und Fach kom­men", sag­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Pe­ter Brem­me am Sams­tag. Poll­mey­er wer­de auch die Ge­sprä­che zwi­schen bei­den Sei­ten in Ham­burg am 15. April füh­ren. "Am Abend oder am nächs­ten Mor­gen gibt's wei­ßen Rauch", zeig­te sich Brem­me über­zeugt.

Auch BDSW-Spre­cher Oli­ver Arning mein­te: "Das ist auf dem Weg." Mit der Ta­rif­ei­ni­gung vom März sei die Mög­lich­keit für ei­nen Kom­pro­miss ge­legt. Es sei zu­dem ein po­si­ti­ves Si­gnal, dass Ver­di seit­dem auf Warn­streiks ver­zich­tet ha­be, sag­te Arning. Zu­vor war es we­gen meh­re­rer Ar­beits­nie­der­le­gun­gen am Air­port Ham­burg zu mas­si­ven Be­hin­de­run­gen ge­kom­men.

Bei­de Sei­ten hat­ten am 11. März ei­nen Ta­rif­ab­schluss mit ei­nem Lohn­zu­wachs von 15 Pro­zent für die 600 Be­schäf­tig­ten be­kannt­ge­ge­ben. Die Ver­di-Mit­glie­der zeig­ten sich je­doch mit dem Er­geb­nis un­zu­frie­den und for­der­ten mit gro­ßer Mehr­heit ei­ne Sch­lich­tung. Als Grund wur­de ge­nannt, dass die Löh­ne erst von April 2014 an stei­gen soll­ten, und nicht, wie zu­nächst von den Ar­beit­ge­bern an­ge­bo­ten, schon im Ja­nu­ar.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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