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Eon-Toch­ter Uni­per plant Stel­len­ab­bau

Nach der Auf­spal­tung des En­er­gie­rie­sen Eon plant die neue Kraft­werk­s­toch­ter Uni­per Stel­len­strei­chun­gen: Wie vie­le der ins­ge­samt rund 14.000 Be­schäf­tig­ten be­trof­fen sein wer­den, ist al­ler­dings of­fen

25.07.2016. (dpa) - Die Eon-Kraft­werk­s­toch­ter Uni­per will ei­ne grö­ße­re Zahl von Ar­beits­plät­zen ab­bau­en.

"Es wer­den Stel­len in ei­ner nen­nens­wer­ten Grö­ßen­ord­nung weg­fal­len", sag­te Un­ter­neh­mens­chef Klaus Schä­fer der "Rhei­ni­schen Post" (Sams­tag).

"Wir wol­len den Stel­len­ab­bau so­zi­al­ver­träg­lich ge­stal­ten und be­triebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen ver­mei­den, aus­schlie­ßen kön­nen wir sie als letz­tes Mit­tel nicht."

Wie vie­le Stel­len von der Spar­maß­nah­me be­trof­fen sei­en, wer­de der­zeit ge­prüft. "Bei Kos­ten­sen­kun­gen geht es lei­der im­mer auch um Ar­beits­plät­ze. Die ge­nau­en Zah­len er­mit­teln wir ge­ra­de und sind hier­zu na­tür­lich auch in re­gel­mä­ßi­gen Ge­sprä­chen mit den Ver­tre­tern der Mit­be­stim­mung", sag­te Schä­fer der Zei­tung.

Deutsch­lands größ­ter Strom­kon­zern Eon hat­te sich un­ter dem Druck der En­er­gie­wen­de auf­ge­spal­ten. Uni­per war An­fang des Jah­res an den Start ge­gan­gen. In das Un­ter­neh­men mit rund 5000 Be­schäf­tig­ten im In­land und 9000 im Aus­land hat Eon sei­ne kon­ven­tio­nel­len Kraft­wer­ke ab­ge­spal­ten. Uni­per mit Sitz in Düs­sel­dorf soll im Sep­tem­ber an die Bör­se ge­hen.

Der Uni­per-Vor­stand hat­te be­reits ein Spar­pro­gramm mit Ver­äu­ße­run­gen von Un­ter­neh­mens­tei­len und der Sen­kung von Per­so­nal­kos­ten an­ge­kün­digt. "Wir müs­sen un­se­re Kos­ten deut­lich sen­ken und prü­fen des­halb al­le mög­li­chen Op­tio­nen", sag­te Schä­fer der Zei­tung. Ei­ne Net­to-Ver­schul­dung von 4,7 Mil­li­ar­den Eu­ro sei auf Dau­er zu viel.

Mit sei­nen Plä­nen zum Ab­bau von Per­so­nal­kos­ten stößt das Un­ter­neh­men auf Wi­der­stand: Die Ge­werk­schaf­ten hat­te En­de Ju­ni Ge­sprä­che über Ta­rif­kür­zun­gen ver­wei­gert. Ein Un­ter­neh­mens­spre­cher mach­te am Sams­tag kei­ne An­ga­ben da­zu, ob die Ge­sprä­che wie­der auf­ge­nom­men wer­den.

Die ge­sam­te Bran­che lei­det un­ter dem nied­ri­gen Bör­sen­strom­preis. Die­ser hat sich we­gen des gro­ßen An­ge­bots an Er­neu­er­ba­rer En­er­gie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mehr als hal­biert.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 27. Januar 2017

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