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Ex­per­tin: Kul­tu­rel­le Bil­dung stei­gert Be­rufs­chan­cen

Im Be­rufs­le­ben kommt es nicht nur auf Fach­wis­sen an: Um Kar­rie­re zu kön­nen, be­darf es auch so­zia­ler Kom­pe­ten­zen. Und die wie­der­um wür­den von kul­tu­rel­ler Bil­dung ge­för­dert, sagt ei­ne Ex­per­tin aus Ful­da

18.11.2016. (dpa) - Kul­tu­rel­le Bil­dung kann die Chan­cen auf dem Ar­beits­markt nach An­sicht ei­ner Ex­per­tin er­heb­lich ver­bes­sern.

"Kul­tu­rel­le Bil­dung ist längst nicht mehr nur das "Nice-to-Ha­ve" oder das schö­ne Ne­ben­bei, son­dern wich­ti­ges In­stru­ment zum Er­halt des per­sön­li­chen wie ge­sell­schaft­li­chen Wohl­stands", sag­te die pro­mo­vier­te Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Ga­brie­le Kö­nig.

Sie ist Ge­schäfts­füh­re­rin der Kin­der-Aka­de­mie Ful­da tä­tig ist.

Das nach ei­ge­nen An­ga­ben äl­tes­te ei­gen­stän­di­ge Kin­der­mu­se­um in Deutsch­land fei­er­te vor kur­zem sein 25-jäh­ri­ges Be­ste­hen.

"Kul­tu­rel­le Bil­dung schafft ei­ne we­sent­lich Grund­la­ge, um Em­ploya­bi­li­ty zu ge­währ­leis­ten", er­klär­te Kö­nig. Im an­gel­säch­si­schen Sprach­raum be­deu­tet "Em­ploya­bi­li­ty" Be­rufs­fä­hig­keit. Die Be­rufs­fä­hig­keit je­des ein­zel­nen um­fass­ten ne­ben fach­li­chem Kön­nen auch per­sön­li­che und so­zia­le Kom­pe­ten­zen. Um die­se aus­zu­bil­den, sei kul­tu­rel­le Bil­dung von Vor­teil. Sie för­de­re Team­fä­hig­keit, Selbst­be­wusst­sein, Selbst­ver­ant­wor­tung und Krea­ti­vi­tät - ge­kop­pelt mit der Fä­hig­keit mul­ti­ple Lö­sungs­stra­te­gi­en zu ent­wi­ckeln. Dies sei­en Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen im Be­rufs­le­ben, be­ton­te Kö­nig.

"Kul­tu­rel­le Bil­dung ist je­doch kei­ne Dis­zi­plin, die sich in ei­nem Schul­fach zu­sam­men­fas­sen und sich dort fron­tal un­ter­rich­ten lässt", be­ton­te Kö­nig. Kul­tu­rel­le Bil­dung fin­de in der Aus­ein­an­der­set­zung mit be­zie­hungs­wei­se über die Teil­ha­be an Kunst und Kul­tur statt. "Da­bei geht es um Teil­ha­be und Aus­pro­bie­ren, um Quer­den­ken und Aus­tausch." Güns­tig sei, Men­schen die­se Er­fah­run­gen in jun­gen Jah­ren zu er­mög­li­chen.

"Mehr als bis­lang muss kul­tu­rel­le Bil­dung brei­ten Be­völ­ke­rungs­krei­sen zu­gäng­lich wer­den, auch um her­kunfts­be­ding­te Start­nach­tei­le aus­zu­glei­chen", for­der­te Kö­nig. "Das We­cken von In­ter­es­sen bis hin zur För­de­rung be­son­de­rer Be­ga­bun­gen muss als ge­sell­schaft­li­cher Auf­trag und als ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be ge­se­hen wer­den."

Kul­tur er­wei­se sich als wich­ti­ger Schlüs­sel zur Welt. "Kul­tur öff­net die Au­gen und Oh­ren, macht weit­sich­ti­ger, hell­hö­ri­ger, sen­si­bi­li­siert für Neu­es und Frem­des oder lässt ei­nen längst Be­kann­tes neu wahr­neh­men." Ge­för­dert wer­den kön­ne die kul­tu­rel­le Bil­dung durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit Li­te­ra­tur, Mu­sik so­wie bil­den­der und dar­stel­len­der Kunst. Der Be­such von Thea­tern, Mu­se­en, Aus­stel­lun­gen, Kon­zer­ten so­wie Kunst- und Mu­sik­schu­len bie­te sich da­für an.

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Letzte Überarbeitung: 18. November 2016

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