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Neu­es För­der­pro­gramm für Schwer­be­hin­der­te

Sach­sen-An­halt ist bun­des­weit Schluss­licht bei der Be­schäf­ti­gung be­hin­der­ter Men­schen: Das soll sich jetzt än­dern. Ein neu­es För­der­pro­gramm will mehr schwer­be­hin­der­te Män­ner und Frau­en in die Be­trie­be lot­sen

26.06.2013. (dpa) - Ein neu­es För­der­pro­gramm soll schwer­be­hin­der­ten Men­schen in Sach­sen-An­halt da­bei hel­fen, leich­ter auf dem Ar­beits­markt Fuß zu fas­sen.

Wie die Bun­des­agen­tur für Ar­beit in Hal­le am Diens­tag mit­teil­te, er­hal­ten Ar­beit­ge­ber, die ei­nen "be­son­ders be­trof­fe­nen Schwer­be­hin­der­ten" ein­stel­len, künf­tig Zu­schüs­se in Hö­he von bis zu 90 Pro­zent des Loh­nes.

"Die­se For­mu­lie­rung ist lei­der et­was sper­rig. Da­hin­ter ver­ber­gen sich Men­schen, die es we­gen ih­rer Be­hin­de­rung ganz be­son­ders schwer ha­ben, ei­ner Be­schäf­ti­gung nach­zu­ge­hen", sag­te Kris­ti­an Si­mon Veil, Pres­se­spre­cher der Bun­des­agen­tur in Sach­sen-An­halt.

Ins­ge­samt sei­en der­zeit rund 5000 schwer­be­hin­der­te Män­ner und Frau­en in Sach­sen-An­halt ar­beits­los. Doch nicht al­le da­von kom­men für das neue För­der­pro­gramm in­fra­ge. "Wir ha­ben be­stimm­te Ziel­grup­pen", er­klär­te Veil. Da­zu ge­hör­ten et­wa al­lein­er­zie­hen­de Schwer­be­hin­der­te oder Men­schen, die ei­ne Hilfs­kraft brau­chen, um ih­re Ar­beit zu er­le­di­gen. "Die­se Ar­beits­plät­ze müs­sen häu­fig in­di­vi­du­ell ein­ge­rich­tet wer­den. Das ist für die Ar­beit­ge­ber na­tür­lich sehr auf­wen­dig. Aber da hel­fen wir auch", kün­dig­te Veil an.

Die meis­ten Schwer­be­hin­der­ten in Sach­sen-An­halt ar­bei­ten ak­tu­ell im Ver­lags­we­sen, hier be­trägt die Quo­te 5,9 Pro­zent. Ge­folgt vom öf­fent­li­chen Dienst und der Ver­wal­tung (5,7 Pro­zent). Be­son­ders ge­ring sei ihr An­teil hin­ge­gen in der Forst­wirt­schaft (0,9 Pro­zent). "Das hat vor al­lem da­mit zu tun, dass die Ar­beit in der Wald- und Forst­wirt­schaft kör­per­lich sehr viel an­stren­gen­der ist als bei ei­nem Ver­lag", sag­te Veil.

Fi­nan­ziert wird das neue För­der­pro­gramm von den Ar­beits­agen­tu­ren und Job­cen­tern, auch das Land be­tei­li­ge sich an den Kos­ten, hieß es. Ins­ge­samt ste­hen fünf Mil­lio­nen Eu­ro für das Pro­gramm be­reit. Die För­de­rung ha­be ei­ne Lauf­zeit von fünf Jah­ren, hieß es.

Bei der Be­schäf­ti­gung be­hin­der­ter Men­schen ist Sach­sen-An­halt den An­ga­ben zu­fol­ge bun­des­wei­tes Schluss­licht. "Das hat auch mit der Be­triebs­struk­tur im Land zu tun", er­klär­te Veil. In grö­ße­ren Un­ter­neh­men ar­bei­te­ten er­fah­rungs­ge­mäß mehr Be­hin­der­te. "In Sach­sen-An­halt gibt es aber vor al­lem vie­le klei­ne Be­trie­be."

Auch Vor­ur­tei­le ge­gen­über Be­hin­der­ten spiel­ten nach wie vor ei­ne Rol­le. "Hier soll das Pro­gramm zei­gen, wie leis­tungs­fä­hig Be­hin­der­te sind, wenn die ihr Po­ten­zi­al ent­fal­ten kön­nen", be­ton­te Veil.

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Letzte Überarbeitung: 28. Mai 2016

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