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GDL will an Weih­nachts­fei­er­ta­gen auf kei­nen Fall strei­ken

Zu Weih­nach­ten sol­len Bahn­rei­sen­de von Lok­füh­rer­streiks ver­schont blei­ben - zu­min­dest von der Ge­werk­schaft GDL: De­ren Chef spricht von ei­ner fried­vol­len Zeit. Für Rei­sen­de ist das aber noch kei­ne Ent­war­nung

26.11.2014. (dpa) - Im Ta­rif­kon­flikt mit der Deut­schen Bahn hat die Ge­werk­schaft Deut­scher Lo­ko­mo­tiv­füh­rer ei­nen Streik über die Weih­nachts­fei­er­ta­ge aus­ge­schlos­sen.

Das sag­te GDL-Chef Claus We­sels­ky dem ARD-Wirt­schafts­ma­ga­zin "Plus­mi­nus".

Weih­nach­ten sei ei­ne fried­vol­le Zeit.

"An sol­chen ho­hen Fei­er­ta­gen ha­ben wir noch nie ge­streikt", er­gänz­te GDL-Spre­che­rin Ger­da Sei­bert am Diens­tag in Frank­furt.

Vor den Fei­er­ta­gen dro­hen Bahn­rei­sen­den al­ler­dings Streiks der Bahn­ge­werk­schaft EVG.

In den kom­men­den Ta­gen ste­hen Ge­sprä­che der Bahn mit bei­den Ge­werk­schaf­ten an. Die GDL sei ge­ra­de "voll im Ver­hand­lungs­mo­dus", sag­te GDL-Spre­che­rin Sei­bert. "Von Streiks ist der­zeit kei­ne Re­de". Am Frei­tag trifft sich die GDL in Ber­lin mit Bahn-Ver­tre­tern, mit der EVG soll es am 12. De­zem­ber ein wei­te­res Tref­fen ge­ben. "Es liegt am Ar­beit­ge­ber. Wir kön­nen auch vor Weih­nach­ten noch strei­ken, wenn wir nicht vor­an­kom­men", hat­te EVG-Chef Alex­an­der Kirch­ner dem Nach­rich­ten­ma­ga­zin "Fo­cus" ge­sagt.

Die GDL ver­tritt über­wie­gend die Lok­füh­rer bei der Deut­schen Bahn, die EVG über­wie­gend das üb­ri­ge Per­so­nal. Al­lein die Be­schäf­tig­ten in der Strom­ver­sor­gung der Bahn und in den Stell­wer­ken könn­ten das ge­sam­te Netz blo­ckie­ren, hat­te EVG-Spre­cher Uwe Reitz dem "Fo­cus" ge­sagt. Dann wür­de der Bahn­ver­kehr ins­ge­samt still lie­gen. Ab 3. De­zem­ber wä­ren ers­te Warn­streiks denk­bar.

Nach dem An­ge­bot der Bahn sol­len bis En­de 2016 die Ge­häl­ter in drei Stu­fen um ins­ge­samt 5 Pro­zent stei­gen. Da­zu kom­men et­wa Ein­mal­zah­lun­gen und Weih­nachts­geld­er­hö­hun­gen. Für Zug­be­glei­ter und Lok­füh­rer sei­en bei­den Ge­werk­schaf­ten ma­te­ri­ell glei­che An­ge­bo­te vor­ge­legt wor­den.

Die GDL for­dert un­ter an­de­rem fünf Pro­zent mehr Geld für das Zug­per­so­nal für zwölf Mo­na­te und ei­ne von 39 auf 37 St­un­den re­du­zier­te Wo­chen­ar­beits­zeit ab Ja­nu­ar 2015. Sie will aber für ih­re Mit­glie­der beim ge­sam­ten Zug­per­so­nal ver­han­deln, nicht nur für die Lok­füh­rer un­ter ih­nen. Die Zug­be­glei­ter wer­den aber auch von der EVG ver­tre­ten, die bis­lang in die­sem Be­reich al­lei­ne die Ta­rif­ver­trä­ge aus­ge­han­delt hat. Die EVG for­dert in der lau­fen­den Ta­rif­run­de 6 Pro­zent mehr Lohn, pro Mo­nat aber min­des­tens 150 Eu­ro mehr.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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