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GKV: Zahl der frei­be­ruf­li­chen Ge­burts­hel­fe­rin­nen ge­stie­gen

Das Ri­si­ko war den Ver­si­che­rern zu hoch, die Ri­si­ko­grup­pe Heb­am­men zu un­be­deu­tend: Des­we­gen schraub­ten sie de­ren Be­rufs­haft­pflicht in die Hö­he - auch zum Är­ger der Kran­ken­kas­sen

15.01.2016. (dpa) - Im Ge­gen­satz zu den Be­fürch­tun­gen ih­rer Be­rufs­ver­bän­de ist die Zahl der frei­be­ruf­li­chen Heb­am­men mit Ge­burts­hil­fe im ver­gan­ge­nen Jahr leicht ge­stie­gen.

Wa­ren dies im Ok­to­ber 2014 noch 5018 Heb­am­men, lag die Zahl ein Jahr spä­ter bei 5121 und da­mit um rund zwei Pro­zent hö­her.

Dies geht aus ei­ner Sta­tis­tik des Spit­zen­ver­ban­des der Ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) her­vor, die der Deut­schen Pres­se-Agen­tur vor­liegt.

Da­nach blieb die­se Zahl seit 2011 re­la­tiv sta­bil bei et­wa 5100. Im Jahr 2009 lag sie noch bei 4516 und 2010 bei 4939.

Hin­ter­grund der Be­fürch­tun­gen, dass die Zahl frei­be­ruf­li­cher Ge­burts­hel­fe­rin­nen stark sin­ken könn­te, wa­ren vor al­lem er­heb­lich ge­stie­ge­ne pri­va­te Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­run­gen. Heb­am­men­ver­bän­de und GKV strit­ten lan­ge über ei­nen fi­nan­zi­el­len Aus­gleich für die Ge­burts­hel­fe­rin­nen. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te ei­ne Schieds­stel­le dann ei­nen Aus­gleich fest­ge­setzt, der seit 1. Ja­nu­ar greift. Mit der Aus­zah­lung ist der GKV-Spit­zen­ver­band be­auf­tragt wor­den. Ein wei­te­rer of­fe­ner Punkt zwi­schen bei­den Sei­ten war die Fra­ge nach Qua­li­täts­kri­te­ri­en für Haus­ge­bur­ten.

Nach An­ga­ben des Deut­schen Heb­am­men­ver­ban­des von En­de No­vem­ber soll die Haft­pflicht für frei­be­ruf­li­che Ge­burts­hel­fe­rin­nen zum 1. Ju­li 2016 er­neut um neun Pro­zent auf dann jähr­lich 6843 Eu­ro stei­gen. Der Ver­band hat­te ei­ne Kla­ge ge­gen den Schieds­spruch an­ge­strebt.

Laut GKV-Spit­zen­ver­band liegt der Haft­pflicht­aus­gleich bei min­des­tens vier Ge­burts­hil­fen pro Jahr zwi­schen 4000 und mehr als 5000 Eu­ro, je nach Hö­he der tat­säch­lich ge­zahl­ten Prä­mie. Je Haus­ge­burt be­zah­len die ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­sen bei Tag rund 870 Eu­ro, bei Nacht 1034 Eu­ro. Bei ei­ner Ge­burt im Ge­burts­haus lie­gen die Ta­ri­fe am Tag bei gut 1460 Eu­ro und in der Nacht bei gut 1600 Eu­ro.

In Deutsch­land gibt es nach der Sta­tis­tik et­wa 130 Ge­burts­häu­ser, in de­nen Heb­am­men al­ter­na­tiv zur Kli­nik Ge­burts­hil­fe an­bie­ten. Die Zahl der Ge­bur­ten in Deutsch­land sank da­nach von 774.000 im Jahr 1999 auf 685.000 in 2008, blieb in et­wa auf die­sem Ni­veau und stieg von 2013 auf 2014 wie­der auf 718.000 an. Zwi­schen 1999 und 2014 nah­men da­bei au­ßer­kli­ni­sche Ge­bur­ten zu - von gut 7400 auf 9300.

Auch die Ge­samt­zahl der frei­be­ruf­li­chen Heb­am­men stieg nach der Sta­tis­tik in die­sem Zeit­raum leicht von 17.503 auf 17.893. Und auch hier be­weg­te sich die­se Zahl von 2011 bis 2015 re­la­tiv sta­bil zwi­schen 17.500 und 18.000 Heb­am­men.

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Letzte Überarbeitung: 24. November 2016

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