Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Ge­setz zu Bil­dungs­ur­laub noch in die­ser Le­gis­la­tur ge­plant

Im­mer­hin 12 Bun­des­län­der ha­ben be­reits ein Ge­setz zum Bil­dungs­ur­laub für Ar­beit­neh­mer: Jetzt könn­te auch Thü­rin­gen ei­ne ent­spre­chen­de Re­ge­lung be­schlie­ßen. Das schwarz-ro­te Ka­bi­nett be­schloss am Diens­tag den ge­mein­sa­men Ent­wurf

06.11.2013. (dpa) - Ein An­spruch auf Bil­dungs­ur­laub für Ar­beit­neh­mer in Thü­rin­gen soll noch in die­ser Le­gis­la­tur­pe­ri­ode ge­setz­lich be­schlos­sen wer­den.

Ein Ent­wurf des ent­spre­chen­den Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­set­zes sei am Diens­tag im Ka­bi­nett be­schlos­sen wor­den, sag­te Kul­tus­mi­nis­ter Chris­toph Mat­schie (SPD) nach der Sit­zung in Er­furt.

Nun sei ei­ne An­hö­rung ge­plant, be­vor es er­neut im Ka­bi­nett dis­ku­tiert und an­schlie­ßend in den Land­tag ein­ge­bracht wer­den soll.

Laut dem Ent­wurf sol­len Ar­beit­neh­mer künf­tig fünf Ta­ge zu­sätz­li­chen Bil­dungs­ur­laub er­hal­ten. An­bie­ter müss­ten zu­ge­las­sen wer­den, be­ton­te Mat­schie. Mög­lich sei auch ei­ne ge­sell­schafts­po­li­ti­sche Wei­ter­bil­dung. Für die Ar­beit­ge­ber ist ein fi­nan­zi­el­ler Aus­gleich ge­plant.

"Das Er­geb­nis kann sich se­hen las­sen und ist gut aus­ba­lan­ciert", sag­te Mat­schie. Auf die Fra­ge, war­um der Ent­wurf erst mit mo­na­te­lan­ger Ver­zö­ge­rung vor­ge­stellt wor­den sei, ver­wies er auf die an­ge­spann­te Haus­halts­la­ge. "Manch­mal dau­ert die De­bat­te et­was län­ger", füg­te er hin­zu. Dem­nach rech­net das Mi­nis­te­ri­um mit jähr­li­chen Kos­ten von rund 250 000 Eu­ro durch den fi­nan­zi­el­len Aus­gleich für die Un­ter­neh­men.

Die Re­ge­lun­gen sol­len vor al­lem für Ar­beit­neh­mer, Aus­zu­bil­den­de und in Heim­ar­beit Be­schäf­tig­te gel­ten, die min­des­tens sechs Mo­na­te be­schäf­tigt sind. Der Ent­wurf sieht zu­dem vor, dass Un­ter­neh­men mit ma­xi­mal 50 Be­schäf­tig­ten ei­nen An­spruch auf Tei­ler­stat­tung be­kom­men. Für Be­trie­be mit we­ni­ger als zehn Be­schäf­tig­ten gibt es ei­ne Schutz­klau­sel. Der Bil­dungs­ur­laub kön­ne hier aber frei­wil­lig ge­währt wer­den. Ein An­reiz da­für sei die Teil­ent­schä­di­gung, be­ton­te Mat­schie.

Die CDU-Frak­ti­on im Land­tag be­grüß­te grund­sätz­lich das Ge­setz. Ent­schei­dend sei, "dass der Kul­tus­mi­nis­ter in die­ser Fra­ge Ein­ver­neh­men mit der Wirt­schaft er­zielt", be­ton­te der bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­cher Vol­ker Em­de. Zu­dem müss­ten die Ko­ali­ti­ons­frak­tio­nen ein­ge­bun­den wer­den. "Die­se Be­tei­li­gung er­folg­te bis jetzt nicht". Die Grü­nen-Po­li­ti­ke­rin As­trid-Ro­the-Bein­lich be­män­gel­te, dass ein "kon­se­quen­ter Rechts­an­spruch auf Bil­dungs­frei­stel­lung" an­schei­nend nicht ge­wollt sei.

Auch der DGB Hes­sen-Thü­rin­gen be­grüß­te den Ent­wurf. "Jetzt muss das Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren zü­gig um­ge­setzt wer­den, da­mit das Vor­ha­ben nicht ver­san­det", sag­te Be­zirks­chef Ste­fan Kör­zell. Zu­gleich kri­ti­sier­te er die Schutz­klau­sel für klei­ne Be­trie­be. Auch dort wür­den Be­schäf­tig­te und Ar­beit­ge­ber von Bil­dungs­ur­laub pro­fi­tie­ren.

Die Ge­werk­schaft GEW sieht ih­re Vor­stel­lun­gen hin­ge­gen nur an­satz­wei­se er­füllt. "Wäh­rend die Ar­beit­neh­mer die Kurs­ge­büh­ren tra­gen müs­sen, sol­len be­trof­fe­ne Ar­beit­ge­ber ei­ne Tei­ler­stat­tung für die Lohn­fort­zah­lung er­hal­ten kön­nen", kri­ti­sier­te GEW-Lan­des­chef Tors­ten Wolf. Dies die­ne vor al­lem dem Ko­ali­ti­ons­frie­den.

Der Ver­band der Wirt­schaft Thü­rin­gens (VWT) lehn­te das Ge­setz ab. Ein Ge­setz, wie es jetzt vor­ge­stellt wor­den sei, "brau­chen wir nicht", sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Ste­phan Fauth. Er for­der­te ei­ne Re­ge­lung, die sich nur auf die be­ruf­li­che Wei­ter­bil­dung be­zie­he.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. Juni 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880