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GdP for­dert mehr Po­li­zis­ten - «Sonst wird es sehr, sehr schwer»

Die von Mi­nis­ter­prä­si­dent Bouf­fier ver­spro­che­nen 300 neu­en Stel­len bei der Po­li­zei be­grüßt die Ge­werk­schaft zwar. Al­ler­dings müss­ten wei­te­re Schrit­te fol­gen: Schließ­lich ha­be sich die kri­ti­sche Si­tua­ti­on bei der Po­li­zei über Jah­re hin­weg auf­ge­baut

19.11.2015. (dpa) - An­ge­sichts von Ter­ror­ge­fahr und Flücht­lings­strom dringt die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) auf die Schaf­fung von bis zu 1000 neu­en Stel­len in Hes­sen. Der GdP-Lan­des­vor­sit­zen­de An­dre­as Grün be­grüß­te zwar die An­kün­di­gung von Mi­nis­ter­prä­si­dent Vol­ker Bouf­fier (CDU), im kom­men­den Jahr 300 neue Po­li­zis­ten­stel­len zu schaf­fen. «Das muss al­ler­dings je­des Jahr fort­ge­setzt wer­den. Des­we­gen hal­te ich auch dar­an fest, dass wir ins­ge­samt 800 bis 1000 neue Stel­len brau­chen», sag­te Grün der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Die Po­li­zei in Hes­sen sei schon vor der Zu­nah­me der Flücht­lings­zah­len und der ver­schärf­ten Si­cher­heits­la­ge in ei­ner kri­ti­schen Si­tua­ti­on ge­we­sen, sag­te Grün wei­ter. «Wir schie­ben rund drei Mil­lio­nen Über­stun­den vor uns her, die Kran­ken­ra­te liegt pro Po­li­zist bei über 30 Ta­gen. Das sind die Zu­stän­de, die sich über Jah­re hin­weg ent­wi­ckelt ha­ben.»

Kurz­fris­tig setzt Grün auf die im Ak­ti­ons­plan Bouf­fiers vor­ge­se­he­nen zu­sätz­li­chen 100 Wach­po­li­zis­ten, de­ren Aus­bil­dung rund zwölf Wo­chen dau­ert. «Sie sind re­la­tiv schnell ver­füg­bar», sag­te er. Was die mehr­jäh­ri­ge Aus­bil­dung der an­de­ren 200 neu­en Po­li­zis­ten an­geht, ist die La­ge schwie­ri­ger. Da sto­ße man an den Po­li­zei­hoch­schu­len an Gren­zen. «Der­zeit ha­ben wir dort 650 Po­li­zis­ten in der Aus­bil­dung, im nächs­ten Jahr wer­den es rund 900 sein.»

An der Be­dro­hungs­si­tua­ti­on wer­de sich in na­her Zu­kunft aber vor­aus­sicht­lich we­nig än­dern. Des­we­gen müs­se die Po­li­tik hier wei­ter nach vor­ne den­ken. «Sonst wird es sehr, sehr schwer für die Po­li­zei», warn­te Grün. Soll­te sich die La­ge wei­ter ver­schär­fen, kön­ne es ir­gend­wann so weit kom­men, dass die Po­li­zei «be­stimm­te Ge­bie­te nicht mehr be­die­nen kann».

Mit Blick auf ei­ne mög­li­che Ge­fahr auf Weih­nachts­märk­ten sag­te Grün: «Wir sind da nicht hilf­los. Zum ei­nen sind wir selbst vor Ort. Zum an­de­ren hel­fen uns im­mer wie­der die gu­ten Hin­wei­se von auf­merk­sa­men Bür­gern.» Des­we­gen gel­te: «Wir dür­fen da jetzt nicht in Pa­nik ver­fal­len.»

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Letzte Überarbeitung: 17. Juni 2016

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