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Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter for­dern Ab­schaf­fung der Steu­er­klas­se V

Zwi­schen Frau­en und Män­nern klafft noch im­mer ei­ne gro­ße Ein­kom­mens­lü­cke: Die Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter der Län­der ha­ben nach Lö­sun­gen ge­sucht

06.09.2013. (dpa) - Die Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter der Län­der ha­ben die Ab­schaf­fung der Steu­er­klas­se V ge­for­dert.

Sie wer­de bis­lang von Frau­en oft ge­wählt, wenn bei­de Part­ner be­rufs­tä­tig sei­en, sag­te die hes­si­sche Staats­se­kre­tä­rin im So­zi­al­mi­nis­te­ri­um, Pe­tra Mül­ler-Klep­per (CDU), am Don­ners­tag in Mag­de­burg nach ei­ner Kon­fe­renz der Res­sort­chefs.

Die Steu­er­klas­se sor­ge für ein nied­ri­ges Net­to­ein­kom­men und sei ei­ne schlech­te Ba­sis für Lohn­er­satz­leis­tun­gen.

Ins­ge­samt for­dern die Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter mehr An­stren­gun­gen, um die Ent­gel­tun­gleich­heit zwi­schen Frau­en und Män­nern zu be­kämp­fen. "Die Lohn­lü­cke muss ge­schlos­sen wer­den. Das ist ei­ne Fra­ge der Ge­rech­tig­keit", sag­te Mül­ler-Klep­per.

Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat­te für 2012 ei­ne Lohn­dif­fe­renz zwi­schen Män­nern und Frau­en von 22 Pro­zent er­rech­net. Die­se Lü­cke hat sich seit 2006 kaum ver­än­dert. "Wir sind da­mit das ab­so­lu­te Schluss­licht im eu­ro­päi­schen Ver­gleich", sag­te Sach­sen-An­halts Jus­tiz- und Gleich­stel­lungs­mi­nis­te­rin An­ge­la Kolb (SPD). Sie steht in die­sem Jahr der Gleich­stel­lungs- und Frau­en­mi­nis­ter­kon­fe­renz vor.

In ih­rem Leit­an­trag spra­chen sich die Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter auch für ei­ne Auf­wer­tung frau­en­do­mi­nier­ter Be­ru­fe aus. Das müs­se so­wohl für die so­zia­le wie auch die fi­nan­zi­el­le An­er­ken­nung gel­ten.

Zu­den müs­se bei Frau­en und Mäd­chen mehr In­ter­es­se ge­weckt wer­den für sol­che Be­ru­fe und Stu­di­en­rich­tun­gen, die ei­ne ei­gen­stän­di­ge Exis­tenz­si­che­rung, Ein­kom­mens­stei­ge­run­gen und Auf­stiegs­chan­cen er­mög­lich­ten. Frau­en soll­ten nach ei­ner Teil­zeit­pha­se ei­nen An­spruch auf die Rück­kehr in ei­nen Voll­zeit­job er­hal­ten.

Die For­de­rung nach der Ein­füh­rung ei­nes Min­dest­loh­nes ha­be nicht im Leit­an­trag ver­an­kert wer­den kön­nen, sag­te Kolb. Da­bei sei­en es häu­fig Frau­en, die ein ge­rin­ges Ein­kom­men hät­ten und auf zu­sätz­li­che staat­li­che Leis­tun­gen an­ge­wie­sen sei­en.

Um die Lohn­lü­cke zu schlie­ßen ha­ben sich die Mi­nis­ter der Län­der hin­ge­gen für Maß­nah­men ent­schie­den, die Mi­ni­jobs be­sei­ti­gen kön­nen, wenn die­se re­gu­lä­re Be­schäf­ti­gung ver­hin­dern. Ge­ra­de Frau­en blie­ben oft in sol­chen Mi­ni­jobs und kehr­ten nicht in ein re­gu­lä­res so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ges Ar­beits­ver­hält­nis zu­rück.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

 

Letzte Überarbeitung: 17. Dezember 2013

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