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Auch Gold soll bald fair ge­han­delt wer­den

Schon zu Weih­nach­ten könn­te auf dem Gold­schmuck un­ter dem Weih­nachts­baum das Fair­tra­de-Sie­gel pran­gen: Das soll hel­fen, die Ar­beits­be­din­gun­gen der Mi­nen­ar­bei­ter zu ver­bes­sern

22.08.2015. (dpa) - Nach Kaf­fee und Scho­ko­la­de soll es nun bald auch Gold mit dem Fair­tra­de-Sie­gel ge­ben.

Recht­zei­tig zum Weih­nachts­ge­schäft will der Ver­ein Fair­tra­de dem fair ge­han­del­ten Gold den Weg in die Ju­we­lier­ge­schäf­te eb­nen und da­mit die Ar­beits­be­din­gun­gen für Mi­nen­ar­bei­ter und ih­re Fa­mi­li­en ver­bes­sern, wie Ver­eins­spre­che­rin Clau­dia Brück am Frei­tag er­klär­te.

Zu­erst hat­te der "Spie­gel" (Sams­tag) über die Plä­ne des Ver­eins be­rich­tet.

In Schmuck­ge­schäf­ten in Groß­bri­tan­ni­en und der Schweiz kön­nen Ver­brau­cher Brück zu­fol­ge schon heu­te fair ge­han­del­tes Gold kau­fen. In Deutsch­land sei Fair­tra­de nun in Ver­hand­lun­gen mit Schei­de­an­stal­ten und Ju­we­lie­ren. "Wir hof­fen, dass der Schmuck dann schon un­ter dem Weih­nachts­baum lie­gen kann", sag­te Brück.

Ziel von Fair­tra­de ist es, die sehr pre­kä­ren Ar­beits­be­din­gun­gen der Mi­nen­ar­bei­ter im klein­ge­werb­li­chen Gold­ab­bau zu ver­bes­sern und Kin­der­ar­beit zu ver­hin­dern. Zen­tral da­bei sind ein ga­ran­tier­ter Min­dest­preis, ei­ne dar­über hin­aus­ge­hen­de Fair­tra­de-Prä­mie von 2000 US-Dol­lar pro Ki­lo­gramm Gold, die für Ge­mein­schafts­pro­jek­te wie Schu­len und Ge­sund­heits­zen­tren so­wie die Ver­bes­se­rung be­trieb­li­cher Ar­beits­ab­läu­fe be­stimmt ist, so­wie die Ein­hal­tung von Schutz­be­stim­mun­gen. Die Ar­bei­ter sei­en oft ge­fähr­li­chen und un­hy­gie­ni­schen Be­din­gun­gen aus­ge­setzt, be­tont der Ver­ein.

Die ers­ten Fair­tra­de-Pro­du­zen­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen im klein­ge­werb­li­chen Gold­sek­tor be­fin­den sich in Pe­ru und Ko­lum­bi­en. Neue Pro­jek­te mit Or­ga­ni­sa­tio­nen in Ost­afri­ka sei­en der­zeit in der Pi­lot­pha­se, be­rich­te­te der Ver­ein. "Wenn heu­te ein gro­ßer Ju­we­lier sagt, ich möch­te um­stei­gen, könn­ten wird das Gold sehr schnell zur Ver­fü­gung stel­len", mein­te Brück. Laut Fair­tra­de sind welt­weit mehr als 100 Mil­lio­nen Men­schen di­rekt oder in­di­rekt vom klein­ge­werb­li­chen Gold­ab­bau ab­hän­gig.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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