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Gut­ver­die­ner müs­sen mit hö­he­ren So­zi­al­ab­ga­ben rech­nen

Bes­ser­ver­die­ner müs­sen 2015 wie­der mehr in die So­zi­al­kas­sen ein­zah­len: Grund ist der An­stieg der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen. Nor­mal­ver­die­ner bis gut 4000 Eu­ro im Mo­nat sind nicht be­trof­fen

10.09.2014. (dpa) - Auf gut­ver­die­nen­de Ar­beit­neh­mer kom­men im nächs­ten Jahr wie­der hö­he­re So­zi­al­ab­ga­ben zu.

Grund: We­gen der ge­stie­ge­nen Löh­ne und Ge­häl­ter er­hö­hen sich auch die Be­mes­sungs­gren­zen, bis zu de­nen So­zi­al­bei­trä­ge fäl­lig wer­den.

Wie die "Süd­deut­sche Zei­tung" (Mitt­woch) be­rich­tet, soll die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in der ge­setz­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung 2015 bun­des­weit von der­zeit 4050 Eu­ro auf 4125 Eu­ro im Mo­nat stei­gen.

Die Ober­gren­zen in der Ren­ten- und Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung er­hö­hen sich dem­nach im Wes­ten von 5950 auf 6050 Eu­ro, im Os­ten von 5000 auf 5200 Eu­ro. Das ge­he aus dem Re­fe­ren­ten­ent­wurf für die Ver­ord­nung über die maß­ge­ben­den Re­chen­grö­ßen her­vor, be­rich­tet das Blatt. Bei die­sen Re­chen­grö­ßen han­de­le es sich um vor­läu­fi­ge Wer­te; dass sich dar­an noch et­was än­de­re, sei aber un­wahr­schein­lich. Das Bun­des­ka­bi­nett wird die Ober­gren­zen vor­aus­sicht­lich Mit­te Ok­to­ber ver­ab­schie­den.

Für gut ver­die­nen­de Ar­beit­neh­mer bleibt durch die Er­hö­hung we­ni­ger net­to vom Brut­to­ge­halt üb­rig. Ein west­deut­scher Be­schäf­tig­ter, der 6100 brut­to pro Mo­nat ver­dient, muss dem Be­richt zu­fol­ge dann knapp elf Eu­ro mehr in die Ren­ten­kas­se und die Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung ein­zah­len. Bei ei­nem ost­deut­schen Ar­beit­neh­mer mit ei­nem Mo­nats­ver­dienst von min­des­tens 5200 Eu­ro sind es fast 22 Eu­ro mehr, so­fern die Bei­trags­sät­ze im kom­men­den Jahr un­ver­än­dert blei­ben.

Wie sich die Aus­ga­ben für die Kran­ken­ver­si­che­rung ent­wi­ckeln, ist noch of­fen. Der­zeit ist un­klar, wie die Bei­trags­sät­ze der Kran­ken­kas­sen aus­fal­len wer­den: Von 2015 an wird der all­ge­mei­ne Bei­trags­satz auf 14,6 Pro­zent fest­ge­schrie­ben. Der­zeit sind 15,5 Pro­zent fäl­lig. Brau­chen die Kas­sen mehr Geld, kön­nen sie aber Zu­satz­bei­trä­ge er­he­ben.

Mög­lich ist auch, dass der Bei­trags­satz für die Ren­te 2015 ge­ring­fü­gig sinkt. Die Ren­ten­ver­si­che­rung ver­zeich­net der­zeit we­gen der gu­ten La­ge auf dem Ar­beits­markt ho­he Bei­trags­ein­nah­men. Der Ren­ten­bei­trag könn­te des­halb um 0,1 Punk­te auf 18,8 Pro­zent fal­len.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 20. Oktober 2015

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