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Hes­sens Un­ter­neh­mer: Min­dest­lohn ver­nich­tet Job­chan­cen

Hes­sens Ar­beits­markt ist in Form: Doch das könn­te sich än­dern, war­nen Un­ter­neh­men. Ih­nen sind vor al­lem Über­le­gun­gen zur Ein­füh­rung ei­nes Min­dest­lohns ein Dorn im Au­ge

25.07.2013. (dpa) - Vor der Dop­pel­wahl in Hes­sen und im Bund ha­ben Hes­sens Un­ter­neh­mer ei­nem ein­heit­li­chen Min­dest­lohn ei­ne kla­re Ab­sa­ge er­teilt.

Wer den Nied­rig­lohn ab­schaf­fen wol­le, rei­ße "für Ar­beits­lo­se und Ge­ring­qua­li­fi­zier­te die ge­ra­de er­öff­ne­te Brü­cke in Ar­beit wie­der ein", er­klär­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Ver­ei­ni­gung der hes­si­schen Un­ter­neh­mer­ver­bän­de (VhU), Vol­ker Fas­ben­der, am Mitt­woch in Frank­furt.

Ins­ge­samt sei der Ar­beits­markt im Land in gu­ter Ver­fas­sung. In­fol­ge der "Agen­da 2010"-Re­for­men sei­en von Ju­ni 2005 bis Ju­ni 2012 rund 183 000 Ar­beits­plät­ze ent­stan­den, die Zahl so­zi­al­ver­si­cher­ter Be­schäf­tig­ter stieg auf den Re­kord von rund 2,3 Mil­lio­nen.

"Die Un­ter­neh­men kön­nen noch mehr Ar­beits­plät­ze schaf­fen, wenn die Po­li­tik auf hö­he­re Steu­ern, stei­gen­de En­er­gie­prei­se und ei­ne er­neu­te Ver­rie­ge­lung des Ar­beits­markts ver­zich­ten wür­de", be­ton­te Fas­ben­der.

SPD und Grü­ne wol­len bei ei­nem Bun­des­tags­wahl­sieg zum 1. Fe­bru­ar 2014 bun­des­weit ei­nen ge­setz­li­chen Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro pro St­un­de ein­füh­ren. Rot-Grün ar­gu­men­tiert, auf die­se Wei­se könn­ten staat­li­che Trans­fer­zah­lun­gen von der­zeit zehn bis elf Mil­li­ar­den Eu­ro für Men­schen ver­mie­den wer­den, de­ren Lohn zum Le­ben nicht reicht.

Ein Vier­tel der Nied­rig­lohn­be­zie­her fin­de in­ner­halb ei­nes Jah­res ei­nen nor­mal be­zahl­ten Job, be­rich­te­te die VhU un­ter Be­ru­fung auf ei­ne Ana­ly­se des ar­beit­ge­ber­na­hen In­sti­tuts der Deut­schen Wirt­schaft (IW). Drei Vier­tel bräuch­ten da­ge­gen län­ger oder schaff­ten man­gels Qua­li­fi­ka­ti­on den Sprung über­haupt nicht.

Ei­ni­ge Re­gio­nen in Hes­sen hin­ken der VhU zu­fol­ge trotz der ins­ge­samt gu­ten Ent­wick­lung hin­ter­her. Im Land­kreis Groß-Gerau und in der Stadt Of­fen­bach sank ge­gen den lan­des­wei­ten Trend im Un­ter­su­chungs­zeit­raum die Zahl so­zi­al­ver­si­cher­ter Ar­beit­neh­mer.

Da­für sind aus Sicht der VhU in ers­ter Li­nie struk­tu­rel­le Grün­de ver­ant­wort­lich. Of­fen­bach und Groß-Gerau müss­ten wei­ter das Weg­bre­chen von Ar­beits­plät­zen im pro­du­zie­ren­den Ge­wer­be kom­pen­sie­ren.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 9. Juni 2014

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