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Hö­he­re Löh­ne ge­for­dert - Warn­streik in Ham­burg ge­star­tet

Die Be­schäf­tig­ten im öf­fent­li­chen Dienst der Län­der wol­len ei­nen kräf­ti­gen Ge­halts­sprung: Bun­des­wei­te Warn­streiks sol­len den Druck auf die Ar­beit­ge­ber er­hö­hen - nun ist Ham­burg dran

26.02.2013. (dpa) - Die bun­des­wei­ten Warn­streiks im Ta­rif­streit des öf­fent­li­chen Diens­tes der Län­der ha­ben am Diens­tag auch Ham­burg er­fasst.

Die An­ge­stell­ten for­dern ein Ge­halts­plus von 6,5 Pro­zent. Be­reits um 6.00 Uhr wur­de an öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen in der Han­se­stadt die Ar­beit nie­der­ge­legt.

Dar­un­ter war auch das Ve­te­ri­när- und Ein­fuhr­amt. Die Mit­ar­bei­ter neh­men dort nor­ma­ler­wei­se Pro­ben von Le­bens- und Fut­ter­mit­teln, die über den Ham­bur­ger Ha­fen kom­men.

"Wir wol­len den Ar­beit­ge­bern deut­lich ma­chen, dass sie sich be­we­gen müs­sen", sag­te der Ver­di-Lan­des­be­zirks­lei­ter Wolf­gang Abel. Sonst wer­de es bald "rich­tig zur Sa­che ge­hen".

Ein Schwer­punkt des Warn­streiks wird auch der Lan­des­be­trieb Ver­kehr (LBV) in­klu­si­ve der Kfz-Zu­las­sungs­stel­le sein. "Es wird zu er­heb­li­chen Ein­schrän­kun­gen in der Kun­den­be­die­nung kom­men", lau­tet die War­nung auf der In­ter­net­sei­te des LBV. Der Be­such soll des­halb nach Mög­lich­keit auf ei­nen an­de­ren Tag ver­legt wer­den. Aber auch bei Äm­tern, Bau­hö­fen und Schu­len könn­te es zu Ver­zö­ge­run­gen kom­men. Hö­he­punkt der Pro­tes­te soll um 10.00 Uhr die zen­tra­le Kund­ge­bung vor dem Ge­werk­schafts­haus sein.

Der Ak­ti­ons­tag sei die not­wen­di­ge Ant­wort auf die "fak­ti­sche Ver­schlep­pungs­po­li­tik der Ar­beit­ge­ber", die sich bis­her ei­nem in­halt­li­chen An­ge­bot im Ta­rif­streit ver­wei­gert hät­ten, hieß es. In der ver­gan­ge­nen Wo­che hat­te Ver­di zwar noch nicht zu Warn­streiks, aber be­reits zu ein­zel­nen Ak­tio­nen auf­ge­ru­fen.

Die Ge­werk­schaf­ten und die Län­der als Ar­beit­ge­ber ver­han­deln seit En­de Ja­nu­ar über ei­nen neu­en Ta­rif­ver­trag. Ver­di for­dert ge­mein­sam mit der Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW), der Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) und dem Be­am­ten­bund 6,5 Pro­zent mehr Ge­halt für die Be­schäf­tig­ten im öf­fent­li­chen Dienst, neue Ur­laubs­re­ge­lun­gen und ei­ne Über­nah­me­ga­ran­tie für Aus­zu­bil­den­de. Un­ter den Ta­rif­be­reich der Län­der fal­len in der Han­se­stadt rund 27 000 An­ge­stell­te. Ein Ta­rif­ab­schluss soll auch auf die rund 33 000 Be­am­ten über­tra­gen wer­den. Die bun­des­weit drit­te Ta­rif­run­de ist am 7. und 8. März in Pots­dam vor­ge­se­hen.

"Mit dem Auf­ruf zum Warn­streik wol­len wir er­rei­chen, dass Be­we­gung in die aus un­se­rer Sicht fest­ge­fah­re­nen Ta­rif­ver­hand­lun­gen kommt", sag­te der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Po­li­zei­ge­werk­schaft Ham­burg, Joa­chim Len­ders. In der Ham­bur­ger Po­li­zei wur­den al­le ta­rif­be­schäf­tig­ten Mit­glie­der zum Warn­streik auf­ge­ru­fen, un­ter an­de­rem aus den Be­rei­chen Spu­ren­si­che­rung, Ge­fan­ge­nen­trans­port und Ob­jekt­schutz.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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