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Mit Hu­mor im Ar­beits­all­tag spar­sam um­ge­hen

Witz komm raus - Mit Hu­mor ist im Bü­ro nicht zu spa­ßen
10.09.2012 (dpa/tmn) – "Wer lacht, hat noch Re­ser­ven." Je­des Mal, wenn der Chef die­sen Witz reißt, dürf­ten die meis­ten Mit­ar­bei­ter nur noch mü­de lä­cheln. Denn was beim ers­ten Mal noch lus­tig war, nervt ir­gend­wann nur noch. Doch von mä­ßi­gen Boss-Wit­zen ab­ge­se­hen - Hu­mor im Bü­ro kann auch funk­tio­nie­ren. Im bes­ten Fall för­dert er die Krea­ti­vi­tät im Team, baut Stress ab und löst an­ge­spann­te Si­tua­tio­nen auf.

Hu­mor funk­tio­niert in ers­ter Li­nie über Per­spek­tiv­wech­sel, sagt Kat­rin Hans­mei­er vom Deut­schen In­sti­tut für Hu­mor. Din­ge ein­mal an­ders tun als ge­wohnt, un­lo­gisch den­ken und da­mit über­ra­schen – das bringt uns zum La­chen. Ge­lingt das, kann es ein Team durch­aus in­spi­rie­ren. Und noch mehr: Wer mit­ein­an­der la­chen kann, der har­mo­niert.

Doch nicht je­der Witz kommt gleich gut an. Hu­mor im Job soll­te im­mer em­pa­thisch ein­ge­setzt wer­den, sagt Hans­mai­er. Ei­ne Grund­re­gel sei: "Las­se dein Ge­gen­über gut da­ste­hen." Wenn ein gu­ter Draht be­steht, kön­ne auch mal ei­ne Si­tua­ti­on oder ein Ver­hal­ten des Kol­le­gen lie­be­voll über­höht wer­den. Man­che fin­den es et­wa lus­tig, den an­de­ren dann als "Held der Ar­beit" oder "mein Rit­ter" zu be­zeich­nen. "Wenn ich auf ei­ner Wel­len­län­ge mit mei­nem Ge­gen­über bin, funk­tio­niert das wun­der­bar."

Die Ge­fahr, dass Hu­mor über­haupt nicht funk­tio­niert, be­ste­he da­ge­gen bei Sprü­chen oder Zo­ten. Das gilt zu­min­dest, wenn sich die Kol­le­gen noch nicht gut ken­nen. Dann soll­ten Mit­ar­bei­ter ge­nau über­le­gen, was der an­de­re mag und was ihn zum La­chen bringt. Im Zwei­fel sei es da­bei bes­ser, sich auf die Zun­ge zu bei­ßen, sagt Kar­rie­r­e­be­ra­ter Re­né Ga­bri­el. Denn sonst sei im Bü­ro schnell di­cke Luft.

Spä­ße über per­sön­li­che Merk­ma­le der Kol­le­gen wie ro­te Haa­re oder Über­ge­wicht ge­hen gar nicht. Denn Bü­ro-Fies­lin­ge wie der Se­ri­en­star Strom­berg sei­en zwar im Fern­se­hen lus­tig, sagt Ga­bri­el. In der Rea­li­tät kann es je­doch die Höl­le sein, mit sol­chen Sprü­che­klop­fern zu ar­bei­ten.

Mit ab­wer­ten­den Sprü­chen lan­den Be­rufs­tä­ti­ge schnell im Fett­napf, glaubt auch Hu­mor-Ex­per­tin Hans­mei­er. Sie emp­fiehlt, mit Sar­kas­mus, Spott und Zy­nis­mus spar­sam um­zu­ge­hen. Völ­lig ta­bu sind An­züg­lich­kei­ten, warnt Hum­or­coach Mar­git Hert­lein.

Bei Scher­zen soll­te im­mer spür­bar sein, dass der Hu­mor von ei­ner freund­li­chen Grund­hal­tung ge­tra­gen ist und nicht un­ter die Gür­tel­li­nie geht, sagt Wer­ner Schien­le von CCC Crea­ti­ve Com­mu­ni­ca­ti­on Con­sult in Stutt­gart.

So­weit al­so die Theo­rie: Doch was macht ein Mit­ar­bei­ter, wenn der Kol­le­ge sich zum wie­der­hol­ten Mal über ihn lus­tig macht? Am bes­ten ist es, den Bü­ro­nach­barn dar­auf hin­zu­wei­sen, sagt Schien­le. Denn wer schweigt, lau­fe Ge­fahr, bald wie­der zur Ziel­schei­be des Spotts zu wer­den. Und wenn man sich selbst ei­nen Spruch lie­ber ein­mal ver­knif­fen hät­te? Dann sei es am bes­ten, sich kurz beim Ge­gen­über zu ent­schul­di­gen.

An­sons­ten gilt: Im Ge­schäfts­all­tag ist es oft bes­ser, von Zeit zu Zeit lie­ber auf ei­nen Witz zu ver­zich­ten. "Lus­ti­ge Bil­der in wich­ti­gen Prä­sen­ta­tio­nen wir­ken im Zwei­fel eher un­se­ri­ös", sagt Mar­git Hert­lein. Spaß-Emails sei­en zwar nett ge­meint, aber oft ein Zeit­kil­ler und ner­vig für den Ar­beits­ab­lauf. Das­sel­be gilt Ga­bri­el zu­fol­ge für Email-Links auf lus­ti­ge Vi­de­os im Web.

Klingt to­tal nach Spaß­brem­se und lang­wei­li­gem All­tag? Bei Hu­mor kommt es eben vor al­lem auf den Kon­text an. Das gilt et­wa für den Spruch "Hast du heu­te ei­nen hal­ben Tag Ur­laub?", wenn je­mand un­ter der Wo­che ein­mal frü­her in den Fei­er­abend geht. Dem ei­nen friert die Mie­ne ein und er ist be­lei­digt, weil er es als Kri­tik oder in­di­rek­ten Hin­weis für Faul­heit ver­steht, sagt Schien­le. Der an­de­re fängt an zu la­chen und winkt den Kol­le­gen zum Ab­schied fröh­lich zu. Der­sel­be Scherz kommt eben bei un­ter­schied­li­chen Per­so­nen völ­lig an­ders an.

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Letzte Überarbeitung: 24. Juni 2016

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