Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

IG Me­tall sucht nach Per­spek­ti­ven für Man­ro­land

IG Me­tall will ein Zu­kunfts­kon­zept für das Of­fen­ba­cher Werk des Druck­ma­schi­nen­her­stel­lers Man­ro­land er­ar­bei­ten

17.12.2011 (dpa) - Die IG Me­tall will selbst ein Zu­kunfts­kon­zept für das Of­fen­ba­cher Werk des in­sol­ven­ten Druck­ma­schi­nen­her­stel­lers Man­ro­land er­ar­bei­ten. Zu­sam­men mit ex­ter­nen Be­ra­tern wer­de man An­fang Ja­nu­ar 2012 ei­nen ent­spre­chen­den Plan vor­le­gen, sag­te die Of­fen­ba­cher Ge­werk­schafts­be­voll­mäch­tig­te Ma­ri­ta We­ber in Frank­furt. Der im Kon­zern für Bo­gen­druck­ma­schi­nen zu­stän­di­ge Stand­ort mit 1900 Be­schäf­tig­te ha­be gu­te Pro­duk­te und ei­ne Rei­he von Kern­kom­pe­ten­zen, die auch wei­ter­hin ge­nutzt wer­den könn­ten. An den drei Stand­or­ten Of­fen­bach, Augs­burg und Plau­en wol­len die Be­schäf­tig­ten die Pro­test­ak­tio­nen zum Er­halt ih­rer Ar­beits­plät­ze fort­set­zen.

Am kom­men­den Mitt­woch soll ei­ne Men­schen­ket­te um das Werk Augs­burg, dem Stamm­sitz des Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens, fol­gen. "Tau­sen­de Ar­beits­plät­ze sind di­rekt bei Man­ro­land be­droht", wei­te­re bei Zu­lie­fe­rern, heißt es in dem Auf­ruf von Be­triebs­rat und IG Me­tall in Augs­burg zu der Ak­ti­on in der kom­men­den Wo­che. Man­ro­land mit bun­des­weit noch rund 5000 Mit­ar­bei­tern hat­te En­de No­vem­ber In­sol­venz an­ge­mel­det. In Augs­burg ar­bei­ten nach Be­triebs­rats­an­ga­ben der­zeit noch 2400 Mit­ar­bei­ter.

Mit ei­ner Lich­ter­ket­te mach­ten die Man­ro­län­der am Frei­tag in Plau­en auf ih­re La­ge auf­merk­sam. Mit Fa­ckeln und La­ter­nen stell­ten sie sich für rund ei­ne St­un­de am Werk ent­lang ei­ner Bun­des­stra­ße auf. "Zwi­schen 400 und 500 Mit­ar­bei­ter hat­ten sich ver­sam­melt", be­rich­te­te Ste­fan Ka­de­mann von der IG-Me­tall. Am Stand­ort Plau­en sind et­wa 720 Mit­ar­bei­ter be­trof­fen.

Als Bei­spiel für ein neu­es Kon­zept nann­te die IG Me­tall die Gie­ße­rei im Of­fen­ba­cher Ro­land­werk, das be­reits jetzt Tei­le für MAN-Mo­to­ren her­stel­le und für ex­ter­ne Auf­trag­ge­ber ge­öff­net wer­den kön­ne. Die ge­gen­wär­ti­ge La­ge in dem Werk be­schrieb We­ber als schwie­rig. So droh­ten trotz des ver­füg­ba­ren Mas­se­kre­dits Lie­fer­eng­päs­se durch Fol­gein­sol­ven­zen bei Zu­lie­fe­rern.

Der­zeit ha­be das Werk noch Auf­trä­ge für et­wa 80 Druck­ma­schi­nen in der Pipe­line. Neue Auf­trä­ge sei­en we­gen der un­ge­klär­ten Zu­kunft der Fir­ma der­zeit aber nur schwer zu be­kom­men. Die mil­lio­nen­teu­ren Druck­ma­schi­nen müss­ten schließ­lich in je­dem Fall vor­fi­nan­ziert wer­den. Auch Ser­vice und Ge­währ­leis­tung müss­ten ge­klärt sein.

Schwe­re Vor­wür­fe er­hob die Funk­tio­nä­rin ge­gen die bis­he­ri­ge Ge­schäfts­füh­rung un­ter Gerd Fink­bei­ner, die wich­ti­ge Tech­no­lo­gie nach Augs­burg ver­la­gert und wei­te­re Ent­wick­lun­gen oder ein ver­nünf­ti­ges Mar­ke­ting der Of­fen­ba­cher Pro­duk­te be­hin­dert ha­be. Lob ver­teil­te sie an die baye­ri­sche Lan­des­re­gie­rung, die sich bis­lang als ein­zi­ge aus den be­trof­fe­nen Län­dern ein­deu­tig zu Hil­fen für die kri­seln­de Fir­ma be­reit­er­klärt ha­be. In Hes­sen ha­be sie das Ge­fühl, dass FDP-Wirt­schafts­mi­nis­ter Die­ter Posch gar nichts un­ter­neh­men wol­le.

Die IG Me­tall tritt wei­ter­hin für ei­ne über­grei­fen­de Lö­sung un­ter Ein­be­zie­hung der bei­den an­de­ren Druck­ma­schi­nen­rie­sen Hei­del­ber­ger so­wie Ko­enig&Bau­er ein.

IG Me­tall und Be­triebs­rä­te wol­len für Frei­tag, den 13. Ja­nu­ar, zur De­mons­tra­ti­on vor den Kon­zern­zen­tra­len von Al­li­anz und MAN auf­ru­fen. Haupt­eig­ner Al­li­anz und Mit­ei­gen­tü­mer MAN hat­ten dem ver­lust­rei­chen Un­ter­neh­men im No­vem­ber den Geld­hahn zu­ge­dreht. In­sol­venz­ver­wal­ter Wer­ner Schnei­der führt mit Hoch­druck Ge­sprä­che, um bis En­de Ja­nu­ar 2012 ei­nen In­ves­tor im In- oder Aus­land zu fin­den.

Am Stand­ort Of­fen­bach er­hal­ten die Ro­län­der Un­ter­stüt­zung vom ört­li­chen Fuß­ball­ver­ein Ki­ckers, der 500 Frei­kar­ten an die Ar­bei­ter ver­teilt hat und ih­nen vor dem Dritt­li­ga­spiel am Sams­tag ein Pro­test-Fo­rum im Sta­di­on ge­ben will. Am kom­men­den Mitt­woch soll dann mit ei­ner Ak­ti­on in der In­nen­stadt die Be­deu­tung der rund 1900 Ar­beits­plät­ze für die struk­tur­schwa­che Stadt am Main ver­an­schau­licht wer­den. Für je­den be­droh­ten Ar­beits­platz wird dann ein Stuhl auf die Stra­ße ge­stellt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 21. September 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880