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IG Me­tall: Teil­zeit für Wei­ter­bil­dung muss kom­men

In der Ta­rif­run­de für die deut­sche Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie wird es nicht nur ums Geld ge­hen: Für ei­nen in­di­vi­du­el­len Rechts­an­spruch auf Wei­ter­bil­dung will die IG Me­tall not­falls auch strei­ken

25.12.2014. (dpa) - Die IG Me­tall will für rund 3,7 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te in der deut­schen Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie nicht nur 5,5 Pro­zent mehr Geld durch­set­zen.

Gleich­be­rech­tig­te Zie­le der im Ja­nu­ar be­gin­nen­den Ta­rif­run­de sind die Neu­re­ge­lung der Al­ters­teil­zeit und der Ein­stieg in ein Teil­zeit­mo­dell zur Wei­ter­bil­dung, wie der Ers­te Vor­sit­zen­de der IG Me­tall, Det­lef Wet­zel, ge­gen­über der Deut­schen Pres­se-Agen­tur be­kräf­tig­te.

Ei­nen Ab­schluss wer­de es nur ge­ben, wenn in al­len drei The­men be­frie­di­gen­de Lö­sun­gen ge­fun­den wer­den.

In­di­rekt droh­te der IG-Me­tall-Chef auch mit Warn­streiks für den Fall, dass es in­ner­halb der Frie­dens­pflicht kei­ne Ei­ni­gung ge­ben soll­te: "Wir wol­len Re­ge­lun­gen in al­len drei Punk­ten. Am En­de geht es im­mer um ein Ge­samt­pa­ket und nicht um ein­zel­ne Teil­for­de­run­gen." In­ner­halb der Frie­dens­pflicht bis zum 28. Ja­nu­ar 2015 ge­be es in je­dem Ta­rif­ge­biet zwei Ver­hand­lungs­run­den.

Die Ge­werk­schaft er­war­tet har­te Ge­gen­wehr der Ar­beit­ge­ber, die ih­re Mit­ar­bei­ter bis­lang nach ei­ge­nem Gut­dün­ken wei­ter­ge­bil­det hät­ten. "Den Ar­beit­ge­bern geht es nicht um Bil­dung, son­dern um Macht", er­klär­te Wet­zel. Da­mit müs­se Schluss ge­macht wer­den. "Wir wol­len Rechts­an­sprü­che und kei­ne Guts­her­ren­art."

Nach den Vor­stel­lun­gen der IG Me­tall sol­len ein­zel­ne Ar­beit­neh­mer ganz ähn­lich wie bis­lang schon bei der Al­ters­teil­zeit bei­spiels­wei­se nach zwei Jah­ren Vol­l­ar­beit zwei Jah­re Zeit ha­ben, um sich aus­schließ­lich ih­rem be­ruf­li­chen Fort­kom­men wid­men zu kön­nen. Über die ge­sam­te Zeit­span­ne soll der Ar­beit­neh­mer ein ver­rin­ger­tes, vom Ar­beit­ge­ber auf­ge­stock­tes Ge­halt be­zie­hen.

Ne­ben jun­gen und ge­ring qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­tern soll­ten auch Be­schäf­tig­te in der Mit­te ih­res Ar­beits­le­bens von dem neu­en In­stru­ment pro­fi­tie­ren, sag­te Wet­zel. Er rech­ne da­mit, dass wie bei der Al­ters­teil­zeit mit den Ar­beit­ge­bern ein be­stimm­ter An­teil an der Be­leg­schaft ver­ein­bart wer­den kön­ne, der sich fort­bil­den kann. Wel­che Be­schäf­tig­ten das dann kon­kret sei­en, müs­se in den Be­trie­ben nach neu­en Kri­te­ri­en­ka­ta­lo­gen ver­ein­bart wer­den. Das sei weit bes­ser als die Ent­schei­dung al­lein den Ar­beit­ge­bern zu über­las­sen, die oft­mals nur ein­zel­ne Be­schäf­tig­te und die kurz­fris­ti­gen In­ter­es­sen des ei­ge­nen Be­trie­bes im Blick hät­ten. Da­zu kom­me, dass ein gro­ßer Teil der Be­trie­be an­ge­sichts der Her­aus­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung bis­lang viel zu we­nig tue.

Wet­zel ver­tei­dig­te zu­dem die For­de­rung nach 5,5 Pro­zent mehr Geld. Die­ses Jahr sei für die al­ler­meis­ten Un­ter­neh­men "sehr gut" ge­lau­fen, und 2015 wer­de "eben­so her­vor­ra­gend". "Wir be­rück­sich­ti­gen mit un­se­rer For­de­rung die gro­ße Band­brei­te der Un­ter­neh­men." Für Fir­men in wirt­schaft­li­chen Schwie­rig­kei­ten ge­be es aus­rei­chen­de Aus­nah­me­mög­lich­kei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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