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In­sti­tut: Zahl der Bul­ga­ren und Ru­mä­nen stieg 2014 um rund 130 000

Man­che hat­ten mit ei­ner mas­sen­haf­ten Zu­wan­de­rung aus Bul­ga­ri­en und Ru­mä­ni­en ge­rech­net - tat­säch­lich wa­ren es am En­de nur 130 000: Vie­le ha­ben in­zwi­schen ei­nen Job ge­fun­den, man­che lan­de­ten aber auch in Hartz IV
Europafahne

31.12.2014. (dpa) - Ein Jahr nach dem Fall der letz­ten Hür­den für Job­su­cher aus Süd­ost­eu­ro­pa ist die Zahl der in Deutsch­land le­ben­den Bul­ga­ren und Ru­mä­nen um rund 130 000 ge­stie­gen.

Da­mit le­ben nun mehr als 500 000 Men­schen aus den bei­den Län­dern in Deutsch­land, wie aus der am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Zu­wan­de­rungs­bi­lanz des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) für 2014 her­vor­geht.

Für 2015 rech­nen die Ar­beits­markt­for­scher zwi­schen 100 0000 und 150 000 wei­te­ren Zu­wan­de­rern aus bei­den Län­dern.

Vie­le Bul­ga­ren und Ru­mä­nen ha­ben nach IAB-Er­kennt­nis­sen in ih­rer neu­en Hei­mat Ar­beit ge­fun­den. So stieg die Zahl der Be­schäf­tig­ten bei bei­den Grup­pen vom Jah­res­en­de 2013 bis No­vem­ber 2014 um 125 000; mehr als je­der zwei­te der 15- bis 65-Jäh­ri­gen hat­te ei­nen Job. Un­ter je­nen, die ei­ne Stel­le fan­den, hät­ten al­ler­dings vie­le schon län­ger in Deutsch­land ge­lebt. Die am Jah­res­an­fang in Kraft ge­tre­te­ne Ar­beit­neh­mer­frei­zü­gig­keit ha­be ih­nen le­dig­lich den re­gu­lä­ren Zu­gang zum Ar­beits­markt er­leich­tert.

Zu­gleich sei aber auch die Zahl der Hartz-IV-Emp­fän­ger in bei­den Grup­pen ge­stie­gen, heißt es in der IAB-Bi­lanz. So sei­en im Sep­tem­ber fast 27 000 mehr in Deutsch­land le­ben­de Bul­ga­ren und Ru­mä­nen auf Job­cen­ter-Leis­tun­gen an­ge­wie­sen ge­we­sen als noch am Jah­res­en­de 2013. Der An­teil der Hartz-IV-Be­zie­her lie­ge bei den Bul­ga­ren et­wa dop­pelt so hoch wie bei den Ru­mä­nen.

Be­trof­fen da­von sei­en haupt­säch­lich Bal­lungs­räu­me. Be­son­ders groß sei der An­teil der auf Hartz-IV-Leis­tun­gen an­ge­wie­se­nen Süd­ost­eu­ro­pä­er in Ber­lin; dort be­zo­gen zu­letzt im Ju­ni laut IAB 27,9 Pro­zent der dort le­ben­den Bul­ga­ren und Ru­mä­nen Hartz IV, in Duis­burg 17,8 Pro­zent, in Frank­furt 17,5 Pro­zent und in Köln 24,4 Pro­zent. Auf Hin­wei­se, dass man­che der Zu­wan­de­rer So­zi­al­be­trug be­ge­hen, stie­ßen die For­scher kaum. Bun­des­weit er­mit­tel­ten die Be­hör­den le­dig­lich ge­gen 195 Tat­ver­däch­ti­ge aus bei­den süd­ost­eu­ro­päi­schen Län­dern.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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