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Was war 2016 im Job? War­um In­ne­hal­ten Be­rufs­tä­ti­ge wei­ter­bringt

Kurz vor Jah­res­en­de bal­len sich oft die Ter­mi­ne: Trotz­dem lohnt es sich, ei­nen Abend lang ein­mal nur über den Job zu re­flek­tie­ren. Was war gut? Und was nervt? Und wie müss­te sich die Ar­beit än­dern, da­mit das kom­men­de Jahr bes­ser wird? Kar­rie­re­ex­per­ten ge­ben Tipps

21.11.2016. (dpa) - Es ist ein Lu­xus, für den sich vie­le kurz vor Weih­nach­ten kei­ne Zeit neh­men: Ei­nen Abend lang ein­mal nur über den Job re­flek­tie­ren.

Da­bei gibt es bei so ei­nem Rück­blick viel zu ge­win­nen.

Be­rufs­tä­ti­ge wis­sen hin­ter­her häu­fig mehr dar­über, wo­her Stress und Be­las­tun­gen im Job rüh­ren.

Und ih­nen ist kla­rer, wann sie mit ih­rer Ar­beit zu­frie­den sind.

"Mit sei­nem Au­to geht man auch zur In­spek­ti­on, um zu ver­hin­dern, dass es ka­putt­geht", sagt Prof. Kor­ne­lia Rap­pe-Gies­ecke, die zum The­ma Kar­rie­re und Kar­rie­r­e­be­ra­tung forscht.

Es lohnt sich al­so ein sys­te­ma­ti­scher Jah­res­rück­blick. Doch wie geht man das am bes­ten an?

Ide­al sei, bei der Re­fle­xi­on drei Schrit­te zu ma­chen, sagt der Kar­rie­r­e­be­ra­ter Sa­scha Schmidt aus Mün­chen. Im ers­ten geht es um den klas­si­schen Fak­ten­check. "Da soll­te man ein­fach mal run­ter­schrei­ben, was man ei­gent­lich ge­macht hat." Der zwei­te Schritt ist der emo­tio­na­le Le­bens­lauf. Da­bei über­legt man, wie man sich bei die­sem Job ei­gent­lich ge­fühlt hat. Im drit­ten Schritt über­prüft man dann sei­ne Per­sön­lich­keit. "Man soll­te hin­ter­fra­gen: Was bremst mich aus? Was treibt mich vor­an?", er­klärt der Ex­per­te.

Er­gän­zend da­zu kön­nen auch die­se Fra­gen hel­fen: Was ist für mich ei­ne Be­loh­nung? Was ist für mich ein Hor­ror­tag? Was ist für mich Er­folg? "Die Ant­wor­ten auf die­se Fra­gen kann man dann ab­glei­chen mit dem, was man im ver­gan­ge­nen Jahr ei­gent­lich er­lebt hat", sagt Rap­pe-Gies­ecke. Falls das Er­geb­nis eher ne­ga­tiv ist, soll­ten Be­rufs­tä­ti­ge fort­fah­ren und wei­te­re Fra­gen be­ant­wor­ten: Wie sieht mein idea­ler Ar­beits­platz aus? Gibt es ei­ne be­stimm­te Bran­che, in der ich mich be­son­ders wohl­füh­le? "Dies kann man dann wie­der mit dem Er­leb­ten ab­glei­chen und er­hält so ei­ne prä­zi­se­re Ana­ly­se", er­läu­tert Rap­pe-Gies­ecke.

Um sich zeit­lich zu ori­en­tie­ren, bie­tet es sich an, in Quar­ta­len zu den­ken, emp­fiehlt der Work-Life-Coach Cars­ten Alex. Oft ver­ges­sen Be­rufs­tä­ti­ge im Rück­blick vie­le De­tails. Um das im Jahr dar­auf zu ver­mei­den, ist es hilf­reich, sich ein No­tiz­buch zu­zu­le­gen, rät er.

Nach der Ana­ly­se hat man oft schon ei­ne Idee, was man ver­än­dern möch­te. Doch vie­le wis­sen auch, wie schwie­rig es ist, sie um­zu­set­zen. Man müs­se zu­nächst ein­mal lo­ka­li­sie­ren, was ge­nau man ver­än­dern möch­te, sagt Alex. Sind es die Ar­beits­zei­ten, das Ge­halt oder die Zu­sam­men­ar­beit mit dem Chef?

Schmidt warnt ein­dring­lich da­vor, gleich ei­nen ra­di­ka­len Schnitt zu ma­chen und zum Bei­spiel den Job zu wech­seln. Statt­des­sen rät der Kar­rie­r­e­be­ra­ter, ei­nen Plan B durch­zu­spie­len. Be­rufs­tä­ti­ge soll­ten sich fra­gen: Was wä­re, wenn ich den Job nicht mehr hät­te? Was wür­de ich dann ma­chen? Wo wür­de ich mich be­wer­ben? Wer sich sei­nes Plans B be­wusst ist, setzt eher Gren­zen und sieht die Rea­li­tät häu­fig ein Stück ge­las­se­ner.

Wer weiß, was er ver­än­dern möch­te, aber be­fürch­tet, dass er sich nicht an die gu­ten Vor­sät­ze hält, kann ei­nen Ver­trag mit sich selbst schlie­ßen. "Da­bei schrei­be ich auf, was ich er­rei­chen will und wie viel Zeit ich mir selbst ge­be, um es zu er­rei­chen", er­klärt Rap­pe-Gies­ecke. Nach drei Mo­na­ten kann man sich den Ver­trag er­neut an­schau­en - oder man macht das zu­sam­men mit ei­nem gu­ten Freund. Dann sei der Druck ganz an­ders, fügt die Pro­fes­so­rin hin­zu. Vie­le sind dann be­son­ders ent­schlos­sen, Er­geb­nis­se vor­zu­wei­sen, um sich vor dem Freund nicht zu bla­mie­ren.

Wich­tig ist je­doch, sich nicht zu viel vor­zu­neh­men, sagt Work-Life-Coach Alex. Pro Quar­tal sei ein Teil­ziel aus­rei­chend. Und in je­dem Fall soll­te man mit den ein­fachs­ten Vor­ha­ben be­gin­nen, den "quick wins", sagt der Ex­per­te und fügt hin­zu: "Mit­te des Jah­res zieht man dann noch mal ei­ne Zwi­schen­bi­lanz und kor­ri­giert ge­ge­be­nen­falls".

Doch noch mal ei­nen Schritt zu­rück: Und wo macht man so ei­nen Jah­res­rück­blick am bes­ten? Und mit wem? Be­rufs­tä­ti­ge soll­ten sich auf je­den Fall aus­rei­chend Zeit neh­men und da­für ei­nen Ort der Ru­he fin­den, rät Work-Life-Coach Alex. Das kann zum Bei­spiel ei­ne Bi­blio­thek oder ein Mu­se­um sein. Ob man den Rück­blick ge­mein­sam oder al­lei­ne macht, ist Ge­schmack­sa­che. Mit ei­nem Freund ha­be man ei­ne ex­ter­ne Mei­nung und kön­ne sich dem The­ma bes­ser nä­hern, sagt Schmidt. Kei­ne gu­te Idee sei je­doch, den Part­ner zu Hau­se zu be­fra­gen, da der ei­nem zu na­he steht.

Ei­nes soll­te auch klar sein: Ver­än­de­run­gen be­deu­ten Ar­beit. Wer lang­fris­tig ei­ne Ver­bes­se­rung er­zie­len will, soll­te auch lang­fris­tig den­ken. Re­gel­mä­ßi­ge jähr­li­che Rück­bli­cke hel­fen da­bei. "Am bes­ten macht man sich jetzt schon ei­nen Ter­min für 2017 zum Bi­lanz­ge­spräch", rät Alex mit Blick aufs neue Jahr.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 21. November 2016

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