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Job­sor­gen bei Be­schäf­tig­ten von Bosch So­lar

Sie hiel­ten der Kanz­le­rin wei­nen­de Son­nen ent­ge­gen: Beim of­fi­zi­el­len Wahl­kampf­auf­takt der Thü­rin­ger CDU in Il­men­au mach­ten Be­schäf­tig­te von Bosch So­lar auf ih­re Sor­gen auf­merk­sam. Sie ha­ben nun ein­fluss­rei­che Un­ter­stüt­zer

27.08.2013. (dpa) - Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat den Be­schäf­tig­ten des von der Schlie­ßung be­droh­ten Arn­städ­ter Bosch-So­lar-Werks ih­re Un­ter­stüt­zung zu­ge­sagt.

"Wir wol­len, was po­li­tisch mach­bar ist, tun", sag­te Mer­kel am Mon­tag beim of­fi­zi­el­len Wahl­kampf­auf­takt der Thü­rin­ger CDU in Il­men­au.

Mer­kel traf sich nach ih­rer Re­de kurz mit Ver­tre­tern des Be­triebs­rats des Arn­städ­ter Werks.

Auch Thü­rin­gens Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Chris­ti­ne Lie­ber­knecht (CDU) sag­te den Be­schäf­tig­ten Hil­fe im Kampf um ih­re Ar­beits­plät­ze zu.

"Wir las­sen die Be­schäf­tig­ten nicht im Re­gen ste­hen", sag­te sie. Es müss­ten In­ves­to­ren ge­fun­den wer­den, um so vie­le der 1800 Ar­beits­plät­ze wie mög­lich zu er­hal­ten.

Es ge­be In­ter­es­sen­ten für das Thü­rin­ger Werk, das erst 2011 voll­stän­dig er­öff­net wor­den war, sag­te Lie­ber­knecht der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. "Wir drän­gen auf die zü­gi­ge Prü­fung ih­rer An­ge­bo­te."

Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel wer­de sich per­sön­lich an Bosch-Chef Volk­mar Den­ner wen­den und die Sor­gen der Be­schäf­tig­ten vor­tra­gen, sag­te die Thü­rin­ger Re­gie­rungs­che­fin und CDU-Vor­sit­zen­de. Mit den Be­triebs­rä­ten des Arn­städ­ter Werks und dem Kon­zern­be­triebs­rat Al­fred Löch­le ha­be es nach der Wahl­kampf­kund­ge­bung, zu der nach CDU-An­ga­ben et­wa 4000 Men­schen ka­men, ein kon­struk­ti­ves, of­fe­nes Ge­spräch ge­ge­ben.

"Wei­te­re Ge­sprä­che sind ver­ein­bart", sag­te Lie­ber­knecht. Sie ha­be bei ei­nem Te­le­fo­nat am Mon­tag mit der Bosch-Ge­schäfts­füh­rung deut­lich ge­macht, dass nun zü­gig an der In­ves­to­ren­aus­wahl ge­ar­bei­tet wer­den soll­te.

Die Grü­nen war­fen Mer­kel und ih­rer Re­gie­rung man­geln­de Rü­cken­de­ckung für die So­lar­bran­che vor. Mit ih­rer Po­li­tik ha­be die Kanz­le­rin die Chan­cen Deutsch­lands mit die­ser Tech­no­lo­gie ver­spielt, kri­ti­sier­te der en­er­gie­po­li­ti­sche Spre­cher Dirk Adams. "Dar­an kön­nen auch So­li­da­ri­täts­be­kun­dun­gen und Vor­stands­brie­fe nichts mehr än­dern."

Der Stutt­gar­ter Bosch-Kon­zern hat­te als Re­ak­ti­on auf den dras­ti­schen Preis­ver­fall für So­lar­zel­len und -mo­du­le auf dem Welt­markt und ho­he Ver­lus­te im März sei­nen Aus­stieg aus dem So­lar­ge­schäft bis 2014 be­schlos­sen. Da­ge­gen kämp­fen Be­leg­schaft und IG Me­tall.

Ge­prüft wer­den müs­se ei­ne Wei­ter­füh­rung der Pro­duk­ti­on, der Ver­kauf an ei­nen so­li­den In­ves­tor, der die So­zi­al­stan­dards er­hal­te, oder die Nut­zung des Stand­or­tes für an­de­re Bosch-Pro­duk­te, sag­te der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de der Bosch So­lar En­er­gy AG, An­dy Po­plaw­ski.

Mer­kel und Lie­ber­knecht sei ein Stra­te­gie­pa­pier über­ge­ben wor­den, in dem die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung von Bosch Mög­lich­kei­ten für den Stand­ort­er­halt auf­zei­ge. In das Werk hat­te Bosch seit 2009 mehr als ei­ne hal­be Mil­li­ar­de Eu­ro in­ves­tiert. Die Thü­rin­ger SPD und die Lin­ke hat­ten ein kla­res Wort der Bun­des­kanz­le­rin zur Zu­kunft von Bosch So­lar in Arn­stadt ver­langt.

Mer­kel ver­wies in ih­rer Re­de dar­auf, dass die Zahl der Ar­beits­lo­sen wäh­rend ih­rer Kanz­ler­schaft auf jetzt un­ter drei Mil­lio­nen ge­sun­ken sei. Ge­ra­de in den neu­en Län­dern ge­be es ei­ne po­si­ti­ve Ent­wick­lung. Wich­tig sei nun, dass von den vie­len jun­gen Leu­ten, die Ost­deutsch­land auf Job­su­che ver­las­sen hät­ten, mög­lichst vie­le zu­rück­kä­men. Mer­kel be­kräf­tig­te, dass es mit der CDU nach der Bun­des­tags­wahl kei­ne Steu­er­er­hö­hun­gen ge­ben wer­de.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

 

Letzte Überarbeitung: 17. Dezember 2013

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