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Ho­he Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Sü­d­eu­ro­pa - Deutsch­land will hel­fen

In Län­dern Sü­d­eu­ro­pas hat je­der zwei­te jun­ge Mensch kei­nen Job: In Deutsch­land blei­ben hin­ge­gen Ar­beits- und Lehr­stel­len im­mer häu­fi­ger un­be­setzt. Zwei Pro­ble­me, ei­ne Lö­sung? Ex­per­ten be­ra­ten in Schwe­rin, ob das geht

03.04.2014. (dpa) - Mit der Be­kämp­fung der Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in Süd- und Ost­eu­ro­pa durch län­der­über­grei­fen­de Hil­fen be­fasst sich ei­ne Fach­kon­fe­renz am Don­ners­tag in Schwe­rin.

Da­bei soll ein ers­tes Fa­zit des Pro­gramms Mo­bi­Pro ge­zo­gen wer­de, das jun­gen Men­schen et­wa aus Spa­ni­en, Grie­chen­land oder Un­garn ei­ne Aus­bil­dung in Deutsch­land er­mög­licht.

Die Bun­des­re­gie­rung stellt da­für ins­ge­samt 360 Mil­lio­nen Eu­ro be­reit. Im lau­fen­den Jahr sind es 48 Mil­lio­nen Eu­ro.

Ver­an­stal­ter der Kon­fe­renz ist die Hoch­schu­le der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, die Bil­dungs­stät­ten in Mann­heim und Schwe­rin un­ter­hält. Er­war­tet wer­den un­ter an­de­rem der Vor­stands­chef der Bun­des­agen­tur, Frank-Jür­gen Wei­se, die frü­he­re Bun­des­tags­prä­si­den­tin Ri­ta Süss­muth (CDU) und der ehe­ma­li­ge EU-Kom­mis­sar für Be­schäf­ti­gung, Vla­di­mir Spid­la.

Nach An­ga­ben der frü­he­ren DGB-Vi­ze Ur­su­la En­ge­len-Ke­fer, die heu­te als Ho­no­rar­pro­fes­so­rin der Hoch­schu­le tä­tig ist, ha­ben meh­re­re tau­send jun­ge Aus­län­der In­ter­es­se an ei­ner Aus­bil­dung in Deutsch­land be­kun­det. Für viel hät­ten Vor­be­rei­tungs­kur­se be­gon­nen. Wäh­rend in Spa­ni­en oder Grie­chen­land bis zu 60 Pro­zent oh­ne Job sei­en, klag­ten in Deutsch­land im­mer mehr Bran­chen über feh­len­de Fach­kräf­te. "Wir müs­sen ei­nen sinn­vol­len Aus­gleich ver­su­chen, um jun­gen Men­schen ei­ne Zu­kunft zu ge­ben", sag­te En­ge­len-Ke­fer.

Den An­ga­ben der Sta­tis­tik­be­hör­de Eu­ro­s­tat zu­fol­ge be­trug die Ju­gend­ar­beits­lo­sig­keit in den Eu­ro-Län­dern zum Jah­res­wech­sel 23,8 Pro­zent. Ins­ge­samt 3,5 Mil­lio­nen jun­ge Leu­te zwi­schen 15 und 24 Jah­ren wa­ren so­mit oh­ne Job. Über­pro­por­tio­nal be­trof­fen wa­ren jun­ge Leu­te in den süd­eu­ro­päi­schen Kri­sen­län­dern. In Grie­chen­land lag die Quo­te im Ok­to­ber 2013 bei 59,2, in Spa­ni­en bei 54,3 Pro­zent. Deutsch­land weist mit ei­ner Quo­te von 7,4 Pro­zent EU-weit den nied­rigs­ten Wert auf.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 10. Juni 2016

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