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Tau­sen­de Ju­gend­li­che aus EU-Kri­sen­län­dern in Deutsch­land

Die Wirt­schafts­kri­se vor al­lem in Spa­ni­en treibt tau­sen­de jun­ge Men­schen nach Deutsch­land: Die Bun­des­re­gie­rung för­dert die Aus­bil­dung der Be­trof­fe­nen hier­zu­lan­de mit hun­der­ten Mil­lio­nen Eu­ro

16.01.2015. (dpa) - Tau­sen­de Ju­gend­li­che aus EU-Kri­sen­län­dern sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit staat­li­cher Hil­fe zur Aus­bil­dung nach Deutsch­land ge­kom­men - und es sol­len noch viel mehr wer­den.

Das kün­dig­te Ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) am Don­ners­tag in Ber­lin an.

Mehr als 7700 An­trag­stel­ler pro­fi­tier­ten bis­lang vom 2013 auf­ge­leg­ten Bun­des­pro­gramm Mo­bi­Pro-EU.

Zwei Drit­tel ka­men aus Spa­ni­en.

Von 2013 bis 2018 soll die För­de­rung nun er­höht wer­den - von zu­nächst ge­plan­ten 139 auf 550 Mil­lio­nen Eu­ro.

"In der Kri­se ha­ben wir ein Stück weit ein neu­es Ka­pi­tel in der eu­ro­päi­schen Ar­beits- und Aus­bil­dungs­kul­tur", sag­te Nah­les zum Start der zwei­ten För­der­pha­se. Haupt­zweck der För­de­rung sind das Deutsch­ler­nen so­wie Hil­fen, sich in Deutsch­land und der Ar­beits­welt zu­recht­zu­fin­den.

Ei­ne Um­fra­ge bei be­tei­lig­ten Be­trie­ben zeigt, dass zu­vor nur 18 Pro­zent be­reits Er­fah­rung mit im Aus­land re­kru­tier­ten Be­schäf­tig­ten hat­ten. 72 Pro­zent der Be­trie­be sag­ten, ein Man­gel an qua­li­fi­zier­ten Be­wer­bun­gen sei ihr Haupt­mo­tiv.

Bis­her han­del­te es sich bei ei­nem Vier­tel der Ge­för­der­ten um be­reits aus­ge­bil­de­te Fach­kräf­te. We­gen des gro­ßen In­ter­es­ses jun­ger Leu­te sol­len künf­tig nur noch jun­ge Leu­te mit In­ter­es­se an ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung in Deutsch­land ge­för­dert wer­den.

Nah­les ver­wies dar­auf, dass Deutsch­land laut OECD das zweit­be­lieb­tes­tes Ein­wan­de­rungs­land sei. "Die­se Viel­falt, die wir als Ein­wan­de­rungs­land ge­won­nen ha­ben, tut uns gut, was Le­bens­qua­li­tät an­geht. Aber auch für den Wirt­schafts- und Ar­beits­markt gibt es Gu­tes zu be­rich­ten." In vie­len Re­gio­nen such­ten Un­ter­neh­men näm­lich hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten.

"Vor al­lem im Ver­gleich zu den Ame­ri­ka­nern blei­ben die Eu­ro­pä­er doch recht sess­haft", sag­te Nah­les. "Seit der Wirt­schafts- und Fi­nanz­kri­se be­ginnt sich das zu ver­än­dern. Fast 70 Pro­zent der Zu­wan­de­rer nach Deutsch­land stam­men aus der Eu­ro­päi­schen Uni­on."

Der Chef der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, Frank-Jür­gen Wei­se, rief zum ver­stärk­ten Kampf ge­gen Ar­beits­lo­sig­keit auf. Jun­ge Ar­beits­lo­se ver­lö­ren rasch ih­re ge­sell­schaft­li­chen Wer­te. Er wies zu­rück, dass sol­che Wan­de­rung über die Gren­zen hin­weg für die ei­nen Län­der Vor-, für die an­de­ren Nach­tei­le brin­ge. "Das sind le­dig­lich Pha­sen, die ver­scho­ben sind." Auch aus Deutsch­land sei­en schon vie­le jun­ge Leu­te ins Aus­land ge­gan­gen.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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