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Kar­stadt kün­digt tie­fe Ein­schnit­te an - Ta­rif­ver­hand­lun­gen ver­tagt

Kar­stadt nimmt Kurs auf ei­ne har­te Sa­nie­rung: Mit die­ser Bot­schaft stimmt das an­ge­schla­ge­ne Wa­ren­haus­un­ter­neh­men sei­ne 17 000 Be­schäf­tig­ten auf "ein­schnei­den­de Ver­än­de­run­gen" ein. Doch es gibt auch Hoff­nung. Die Ta­rif­ver­hand­lun­gen wur­den er­geb­nis­los ver­tagt

22.10.2014. (dpa) - Kurz vor der dem mit Span­nung er­war­te­ten Tref­fen des Kar­stadt-Auf­sichts­rats hat In­te­rims­chef Mi­guel Müllen­bach die Be­leg­schaft der Wa­ren­haus­ket­te nach ei­nem Me­di­en­be­richt auf tie­fe Ein­schnit­te ein­ge­stimmt.

Die Sa­nie­rung wer­de "ein­schnei­den­de Ver­än­de­run­gen" nach sich zie­hen, nicht zu­letzt auch durch "ent­schie­de­ne Ein­spa­run­gen von Per­so­nal- und Sach­kos­ten", zi­tier­te das Fach­ma­ga­zin "Der Han­del" am Diens­tag aus dem Schrei­ben.

Ein Kar­stadt-Spre­cher be­stä­tig­te auf An­fra­ge le­dig­lich die Exis­tenz des Mit­ar­bei­ter­briefs, woll­te aber zu den In­hal­ten kei­ne Stel­lung neh­men.

Auch die zwei­te Run­de der Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die rund 17 000 Kar­stadt-Be­schäf­tig­ten nach dem Ein­stieg des neu­en Kar­stadt-In­ves­tors Re­né Ben­ko wur­de in Göt­tin­gen oh­ne ab­schlie­ßen­de Ei­ni­gung be­en­det. Die Ge­sprä­che sol­len am 17. No­vem­ber fort­ge­setzt wer­den. Dann sol­le nach den Sport- und Wa­ren­häu­sern über die La­ge in den Kar­stadt-Lu­xus­häu­sern dis­ku­tiert wer­den, hieß es.

Die von der Ar­beit­ge­ber­sei­te ge­for­der­ten Ein­schnit­te für die Be­schäf­tig­ten sei­en von der Ge­werk­schaft ab­ge­lehnt wor­den, sag­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Ar­no Peu­kes. Da­bei sei es un­ter an­de­rem um ei­ne Strei­chung des Ur­laubs- und Weih­nachts­gelds ge­gan­gen. Am kom­men­den Don­ners­tag be­rät dann in Es­sen der Auf­sichts­rat über den wei­te­ren Sa­nie­rungs­kurs.

Das zu­rück­lie­gen­de Ge­schäfts­jahr ha­be zu den schwie­rigs­ten in der Ge­schich­te von Kar­stadt ge­hört, hieß es nach dem Me­di­en­be­richt wei­ter. Ein "nach wie vor de­fi­zi­tä­res Er­geb­nis" mach die Not­wen­dig­keit ei­ner har­ten Sa­nie­rung "un­aus­weich­lich". Den­noch ha­be das Un­ter­neh­men erst­mals seit drei Jah­ren ei­ne ope­ra­ti­ve Er­geb­nis­ver­bes­se­rung ge­schafft, so dass es nun auch mit Hil­fe des neu­en Ei­gen­tü­mers mög­lich sei, das kom­men­de Weih­nachts­ge­schäft und die Sa­nie­rung so­li­de zu fi­nan­zie­ren.

Mit dem Sa­nie­rungs­pro­gramm sei Kar­stadt auf gu­tem Weg, hieß es. So sei­en Wa­ren­be­stän­de ab­ge­baut und Ver­trä­ge mit Lie­fe­ran­ten neu ver­han­delt wor­den. Es be­ste­he ei­ne sehr gu­te Chan­ce, Kar­stadt vor­wärts zu brin­gen und "wie­der Geld über die La­den­kas­se" zu ver­die­nen.

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Letzte Überarbeitung: 10. Juni 2015

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