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"BamS": Kar­stadt steht vor dras­ti­schem Spar­pro­gramm

Kar­stadt hat wie­der mal ei­nen neu­en Be­sit­zer - und auch der will vor al­lem spa­ren und strei­chen: Je­den­falls steht das so laut "Bild am Sonn­tag" in ei­nem Kon­zept für die nächs­ten Mo­na­te. Die Be­schäf­tig­ten wol­len in­des­sen et­was ganz an­de­res

15.09.2014. (dpa) - Nach der Über­nah­me von Kar­stadt durch den Ti­ro­ler Im­mo­bi­li­en­in­ves­tor Re­né Ben­ko stimmt der Auf­sichts­rat die Füh­rungs­kräf­te nach Zei­tungs­in­for­ma­tio­nen auf ein "tief­grei­fen­des Sa­nie­rungs­pro­gramm" ein.

Oh­ne die­ses sei die Exis­tenz der Wa­ren­haus­ket­te nur noch bis März 2016 ge­si­chert, zi­tier­te die "Bild am Sonn­tag" aus ei­nem acht­sei­ti­gen Kon­zept des Kon­troll­gre­mi­ums.

Li­qui­de Mit­tel sei­en ge­gen­wär­tig noch aus­rei­chend vor­han­den, "wä­ren aber ab März oh­ne Ge­gen­maß­nah­men auf­ge­braucht".

Bei Kar­stadt war am Sonn­tag zu­nächst nie­mand für ei­nen Kom­men­tar er­reich­bar.

In dem Kon­zept wer­den dem­nach die Kos­ten für die Sa­nie­rung Kar­stadts auf min­des­tens 209 Mil­lio­nen Eu­ro be­zif­fert. Den 83 Fi­lia­len stün­den Ein­schnit­te be­vor. Das Ver­kaufs­per­so­nal sol­le eben­so ab­ge­baut wer­den wie die Zahl der Kas­sen. Durch mehr Teil­zeit-Jobs soll­ten die Fi­lia­len sams­tags bes­ser be­setzt sein als zu Wo­chen­be­ginn. Da­ne­ben soll­ten al­lein in der Es­se­ner Zen­tra­le 20 Pro­zent der Stel­len ab­ge­baut wer­den. Ins­ge­samt hat Kar­stadt 17 000 Be­schäf­tig­te.

Das Pa­pier be­inhal­te ei­ne Ab­rech­nung mit der Ära von In­ves­tor Ni­co­las Berg­gru­en: "Ver­fehl­te In­ves­ti­tio­nen, man­geln­de Markt­kennt­nis, lau­fen­de Stra­te­gie­wech­sel und haus­in­ter­ne Fehl­ent­schei­dun­gen" hät­ten den Nie­der­gang wei­ter be­schleu­nigt.

Die "West­deut­sche All­ge­mei­ne Zei­tung" (WAZ) be­rich­te­te am Sams­tag, dass am Frei­tag in Göt­tin­gen die ers­ten Ta­rif­ge­sprä­che seit dem Ein­stieg von Re­né Ben­ko an­stün­den. Un­ter Berg­gru­en hat­te Kar­stadt ei­ne "Ta­rif­pau­se" ver­kün­det. Nun sag­te Ar­no Peu­kes, Ver­tre­ter der Ge­werk­schaft Ver.di im Kar­stadt-Auf­sichts­rat, der "WAZ": "Un­ser Ziel ist, dass Kar­stadt schnell wie­der in den Ta­rif­ver­trag zu­rück­kehrt und ei­ne Stand­ort- und Be­schäf­ti­gungs­si­che­rung zu­sagt."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 13. Mai 2015

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