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16/175a Zehn­tau­sen­de Kin­der auf Hartz IV an­ge­wie­sen - hö­he­re Sät­ze ge­for­dert

Neue Zah­len der Ar­beits­agen­tur ma­chen das Aus­maß der Kin­der­ar­mut sicht­bar: Der So­zi­al­ver­band VdK und der DGB for­dern des­halb ei­ne An­he­bung der Re­gel­sät­ze

01.06.2016 (dpa) An­ge­sichts wach­sen­der Kin­der­ar­mut auch in Rhein­land-Pfalz ha­ben der DGB und der So­zi­al­ver­band VdK ei­ne An­he­bung der Hartz-IV-Sät­ze ge­for­dert.

Nach neu­en Da­ten der Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) sind mehr als 58.000 Kin­der in Rhein­land-Pfalz in ih­rem Le­bens­un­ter­halt auf staat­li­che Hil­fen an­ge­wie­sen, weil ih­re El­tern oh­ne aus­rei­chen­des Ein­kom­men sind.

Die Zahl der un­ter 15-jäh­ri­gen Leis­tungs­be­rech­tig­ten in Rhein­land-Pfalz stieg bis De­zem­ber 2015 in­ner­halb ei­nes Jah­res um 2,9 Pro­zent auf 58.403. Das sind 11,3 Pro­zent al­ler Kin­der die­ser Al­ters­grup­pe. Bun­des­weit liegt die­se Quo­te bei 14,4 Pro­zent - rund je­des sieb­te Kind ist so­mit in Deutsch­land von Hartz IV ab­hän­gig. Die sta­tis­ti­sche Er­he­bung geht auf ei­ne An­fra­ge der Lin­ken-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Sa­bi­ne Zim­mer­mann zu­rück, die sich eben­falls für ei­ne An­he­bung der Hartz-IV-Sät­ze aus­sprach.

Von Ar­mut ge­fähr­det sind nach Da­ten des So­zi­al­ver­bands VdK so­gar 117.000 Kin­der in Rhein­land-Pfalz. "Des­we­gen muss die Po­li­tik drin­gend han­deln", sag­te VdK-Lan­des­ver­bands­vor­sit­zen­der Wil­li Jä­ger der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Er for­der­te, die Hartz-IV-Re­gel­sät­ze neu zu be­rech­nen und von 404 auf min­des­tens 450 Eu­ro zu er­hö­hen. Vor al­lem al­lein­er­zie­hen­de Müt­ter müss­ten stär­ker un­ter­stützt wer­den; von ih­nen leb­ten fast 42 Pro­zent an der Ar­muts­gren­ze.

Mit Blick auf den in­ter­na­tio­na­len Kin­der­tag am Mitt­woch for­der­te auch der DGB ein Pro­gramm ge­gen wach­sen­de Ar­mut von Kin­dern und Her­an­wach­sen­den. Der DGB-Vor­sit­zen­de für Rhein­land-Pfalz und das Saar­land, Diet­mar Mu­scheid, kri­ti­sier­te, dass die Kin­der­ar­mut trotz gu­ter Kon­junk­tur und sin­ken­der Ar­beits­lo­sig­keit wei­ter zu­neh­me. Ei­ne Stu­die des DGB ha­be er­ge­ben, dass die Wahr­schein­lich­keit, von Hartz IV ab­hän­gig zu wer­den, mit der An­zahl der Kin­der zu­neh­me.

"Kin­der dür­fen kein Ar­muts­ri­si­ko sein", sag­te Mu­scheid. "Des­halb for­dern wir von der Po­li­tik ein Son­der­pro­gramm ge­gen Kin­der­ar­mut, das von hö­he­ren Hartz-IV-Re­gel­sät­zen auch für Kin­der über den Aus­bau der so­zia­len Si­che­rungs­sys­te­me bis zur Um­ge­stal­tung des Fa­mi­li­en­las­ten­aus­gleichs reicht."

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Letzte Überarbeitung: 31. August 2016

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