Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Ko­ali­ti­on peilt Kom­bi­ren­te mit bes­se­rem Zu­ver­dienst an

Frü­her in Teil­ren­te statt vol­le Job-Be­las­tung bis zu­letzt? Heu­te macht das kaum je­mand - beim Zu­ver­dienst ist ab 450 Eu­ro Schluss: Nun könn­te die seit Jah­ren dis­ku­tier­te Kom­bi­ren­te kom­men

03.11.2014. (dpa) - Äl­te­re Ar­beit­neh­mer kön­nen künf­tig vor­aus­sicht­lich leich­ter in Teil­ren­te ge­hen und mehr als bis­her hin­zu­ver­die­nen.

An­de­re Mög­lich­kei­ten für fle­xi­ble­re Über­gän­ge in die Ren­te sind in der Ko­ali­ti­on hin­ge­gen bis­her strit­tig.

Das zeich­ne­te sich nach In­for­ma­tio­nen der Nach­rich­ten­agen­tur dpa vor der nächs­ten Sit­zung der ent­spre­chen­den Ko­ali­ti­ons­ar­beits­grup­pe an die­sem Diens­tag in Ber­lin ab, an der auch Ver­tre­ter der So­zi­al­part­ner teil­neh­men.

Zur­zeit kön­nen Ar­beit­neh­mer be­reits ab 63 we­ni­ger ar­bei­ten und Teil­ren­te mit Ab­schlag kas­sie­ren. Doch un­ter den 648 259 Zu­gän­gen in die Al­ters­ren­te 2013 wa­ren nur 1624 Teil­rent­ner. Bei 450 Eu­ro Zu­ver­dienst ist Schluss, sol­len die Be­zü­ge nicht stark ge­kürzt wer­den.

So­zi­al­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) sag­te der dpa: "Vie­le Äl­te­re wol­len län­ger ar­bei­ten, kön­nen aber nicht mehr un­be­dingt den Takt der Jün­ge­ren mit­ge­hen und ha­ben län­ge­re Re­ge­ne­ra­ti­ons­pha­sen". Ab 63 die Ar­beits­zeit re­du­zie­ren zu kön­nen, sei ein gu­tes Mit­tel, um Äl­te­re an­ge­sichts von Eng­päs­sen bei Fach­kräf­ten län­ger dem Ar­beits­markt zu er­hal­ten. "Wir müs­sen hier wei­ter sprin­gen als bis­her und uns stär­ker den Be­dürf­nis­sen der Äl­te­ren an­pas­sen", sag­te Nah­les.

Äl­te­re Ar­beit­neh­mer hät­ten heu­te zwar be­reits bes­se­re Chan­cen, vor al­lem die 55- bis 60-Jäh­ri­gen, sag­te Nah­les. Auch je­der zwei­te 60- bis 64-Jäh­ri­ge sei in Ar­beit. Wis­sen und Er­fah­run­gen Äl­te­rer müs­se aber noch stär­ker ge­nutzt wer­den. Auch po­li­ti­sche An­rei­ze sei­en nö­tig. "So sind die Hin­zu­ver­dienst­gren­zen bei der Teil­ren­te heu­te zu starr." Die­se sol­le fle­xi­bler wer­den. "Die Ar­beits­grup­pe wird bis De­zem­ber ta­gen, und da­nach wer­den wir Er­geb­nis­se vor­le­gen." Die fi­nan­zi­el­len Mit­tel sei­en aber be­grenzt.

Der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Pe­ter Weiß kün­dig­te an: "Wir wol­len es Ar­beit­neh­mern er­leich­tern, Ren­te und Hin­zu­ver­dienst zu kom­bi­nie­ren." Heu­te sei­en die Ab­schlä­ge beim Be­zug ei­ner Teil­ren­te zu hoch - vor al­lem wenn man die star­ren Zu­ver­dienst­gren­zen über­schrei­tet, so der Vor­sit­zen­der der Ar­beit­neh­mer­grup­pe der Uni­ons-Frak­ti­on. "So könn­te es mög­lich wer­den, ein Ein­kom­men aus Ren­te und Hin­zu­ver­dienst in der Hö­he des frü­he­ren Ein­kom­mens zu er­rei­chen", sag­te er der dpa.

Ei­ne Ant­wort des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums auf Fra­gen der Uni­ons­frak­ti­on stellt die Kom­bi­ren­te mit ei­ner in­di­vi­du­el­len Hin­zu­ver­dienst­gren­ze als bür­ger­freund­lich dar. Sie lag der dpa vor. Der Zu­ver­dienst soll so aus­fal­len, dass man mit der Teil­ren­te den bes­ten Ver­dienst der ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren er­reicht. Mit so ei­nem Mo­dell war die da­ma­li­ge Ar­beits­mi­nis­te­rin Ur­su­la von der Ley­en (CDU) 2013 ge­schei­tert.

Die Ge­werk­schaf­ten hat­ten bei der Teil­ren­te auf ei­ne Sen­kung der Al­ters­gren­ze auf 60 Jah­re be­stan­den. Die SPD hat­te sich of­fen ge­zeigt - und an­ge­regt, dass So­zi­al­part­ner da­durch ent­ste­hen­de Ren­ten-Ab­schlä­ge durch ta­rif­ver­trag­li­che Re­ge­lun­gen ab­kau­fen kön­nen.

Das Mi­nis­te­ri­um er­rech­net in sei­nem Schrei­ben nun, dass bei ei­ner ty­pi­schen Fall­kon­stel­la­ti­on ei­ne Teil­ren­te ab 60 Jah­ren 455 Eu­ro be­tra­gen wür­de, die Ren­te zur nor­ma­len Al­ters­gren­ze dann 1109 Eu­ro - 198 Eu­ro we­ni­ger als bei Ar­beit bis zur Re­gel­g­ren­ze. Die­se Dif­fe­renz kön­ne aus­ge­gli­chen wer­den, in­dem der Be­trof­fe­ne noch drei­ein­halb Jahr nach der Re­gel­g­ren­ze in Teil­zeit wei­ter­ar­bei­tet. Die Ren­ten­min­de­rung kön­ne auch durch die Zah­lung von 34 000 Eu­ro aus­ge­gli­chen wer­den.

Auch wei­te­re Fra­gen sind in der Ko­ali­ti­on dem Ver­neh­men nach strit­tig. So hat­te sich die SPD für ein neu­es Ar­beits­si­che­rungs­geld ein­ge­setzt für ge­sund­heit­lich ein­ge­schränk­te Men­schen, die aber nicht die Be­din­gun­gen für ei­ne Er­werbs­min­de­rungs­ren­te er­fül­len. Äl­te­re Pfle­ger, Kran­ken­schwes­tern, Bau­ar­bei­ter sol­len da­bei in Teil­zeit ge­hen kön­nen, der Ein­kom­mens­ver­lust sol­le teils über das Ar­beits­lo­sen­geld aus­ge­gli­chen wer­den. Die Uni­on ist skep­tisch.

Die Uni­on hat­te ih­rer­seits vor­ge­schla­gen, dass bei der Teil­ren­te der Ar­beit­ge­ber­bei­trag für die Ren­ten­ver­si­che­rung an­ders als heu­te ren­ten­stei­gernd für den Ar­beit­neh­mer wirkt, statt pau­schal in die Ren­ten­kas­se zu flie­ßen. Hier stimm­te die SPD bis­her nicht zu.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. Dezember 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880