Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Ko­ali­ti­ons­streit um Min­dest­lohn-Aus­nah­men für Flücht­lin­ge

Min­dest­lohn für Flücht­lin­ge: Die SPD ist sau­er, weil in der CDU of­fen über neue Aus­nah­men nach dem Vor­bild von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen ge­spro­chen wird, um die Wirt­schaft zu ent­las­ten

29.09.2015. (dpa) - For­de­run­gen aus der CDU, Flücht­lin­gen we­ni­ger als den Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro zu zah­len, ha­ben in der Ko­ali­ti­on er­heb­li­che Ver­stim­mung aus­ge­löst. SPD-Chef Sig­mar Ga­bri­el warn­te die Uni­on, mit sol­chen Ide­en die Ge­sell­schaft zu spal­ten. Da­mit wür­den Flücht­lin­ge zu «Lohn­drü­ckern ge­gen die Deut­schen» ge­macht. «Das wä­re so­zia­ler Spreng­stoff. Wer sol­che Vor­schlä­ge macht, spielt die Ar­men aus Deutsch­land ge­gen die Ar­men aus Sy­ri­en aus», sag­te der Vi­ze­kanz­ler am Diens­tag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Pro­mi­nen­te CDU-Po­li­ti­ker for­der­ten da­ge­gen in der Flücht­lings­kri­se mehr Fle­xi­bi­li­tät beim Min­dest­lohn. Vor­bild da­für ist ei­ne be­ste­hen­de Aus­nah­me für Lang­zeit­ar­beits­lo­se: Wer län­ger als ein Jahr ar­beits­los war, darf bis zu sechs Mo­na­te lang für ei­nen St­un­den­lohn von we­ni­ger als 8,50 Eu­ro be­schäf­tigt wer­den.

CDU-Prä­si­di­ums­mit­glied und Fi­nanz­staats­se­kre­tär Jens Spahn sag­te der «Welt», es wer­de man­ches auf den Prüf­stand kom­men: «Mög­li­cher­wei­se auch der Min­dest­lohn.» Auch bei der Ren­te müs­se die Ko­ali­ti­on be­weg­li­cher wer­den. «Jetzt wä­re ein gu­ter Zeit­punkt für die Fle­xi-Ren­te.»

Sach­sen-An­halts Mi­nis­ter­prä­si­dent Rei­ner Ha­seloff (CDU) ver­lang­te Son­der­lö­sun­gen für we­ni­ger Qua­li­fi­zier­te. «Bei Ein­stiegs- und Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men soll­te (...) der Min­dest­lohn nicht grei­fen», sag­te er der «Welt». Die Spit­ze der Uni­ons­frak­ti­on re­agier­te un­ein­heit­lich auf die Ide­en.

Wäh­rend Frak­ti­ons­chef Vol­ker Kau­der (CDU) dem Vor­stoß von Spahn ei­ne Ab­sa­ge er­teil­te («Das wird nicht kom­men»), nann­te CSU-Lan­des­grup­pen­che­fin Ger­da Has­sel­feldt die De­bat­te «in­ter­es­sant». Wenn es In­te­gra­ti­on er­leich­te­re, soll­te man sich die­sem Vor­schlag nicht ver­schlie­ßen. Kau­der da­ge­gen be­ton­te, deut­sche Ar­beit­neh­mer könn­ten die Be­fürch­tung ha­ben, dass sie durch Flücht­lin­ge er­setzt wer­den. «Die Dis­kus­si­on ist ab­we­gig, und wir soll­ten sie auch nicht wei­ter füh­ren.»

Der CDU-So­zi­al­po­li­ti­ker Pe­ter Weiß sag­te der dpa: «Man kann kei­ne Aus­nah­men beim Min­dest­lohn für Flücht­lin­ge ma­chen.» Deut­sche Ar­beits­lo­se wür­den be­nach­tei­ligt, wenn Flücht­lin­ge in wett­be­werbs­ver­zer­ren­de Lohn­kon­kur­renz ge­zwun­gen wür­den. Der CDU-Mit­tel­stands­po­li­ti­ker Cars­ten Lin­ne­mann er­klär­te: «Ich bin strikt da­ge­gen, jetzt ei­nen Son­der­ar­beits­markt für Flücht­lin­ge zu schaf­fen.»

Ei­ne Spre­che­rin von Ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) stell­te klar: «Der Min­dest­lohn gilt, un­ab­hän­gig vom Pass, für al­le Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­neh­me­rin­nen.»

Ga­bri­el kri­ti­sier­te, dass man­che in CDU und CSU sich al­le vier Wo­chen ein neu­es Schein­ar­gu­ment such­ten, um den Min­dest­lohn in­fra­ge zu stel­len. Sein Rat an die Uni­on sei, die Re­ge­lung end­lich zu ak­zep­tie­ren. «Am Min­dest­lohn wird es mit der SPD nur ei­ne Än­de­rung ge­ben: Er wird stei­gen.»

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin

Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

E-Mail: berlin@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

E-Mail: frankfurt@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg

Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

E-Mail: hamburg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover

Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

E-Mail: hannover@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln

Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

E-mail: koeln@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München

Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

E-Mail: muenchen@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg

Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

E-Mail: nuernberg@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Nora Schubert

Rechtsanwalt Christoph Hildebrandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht



 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart

Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

E-Mail: stuttgart@hensche.de

Ansprechpartner:

Rechtsanwältin Maike Roters
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Sozialrecht

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2017:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880