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Ko­ali­ti­on will Teil­ren­te er­leich­tern - Kos­ten soll es nichts

Wie kann län­ge­res Ar­bei­ten at­trak­ti­ver wer­den - aber auch de­nen ge­hol­fen wer­den, die nicht bis zum nor­ma­len Ren­ten­al­ter durch­hal­ten? Nur ei­nes ist si­cher: Die neue Ren­ten­re­form soll nichts kos­ten

25.09.2014. (dpa) - Äl­te­re Ar­beit­neh­mer sol­len künf­tig leich­ter in Teil­zeit ge­hen und zu­gleich be­reits Ren­te kas­sie­ren kön­nen.

Da­für will die gro­ße Ko­ali­ti­on die Mög­lich­kei­ten für ei­ne Teil­ren­te ver­bes­sern.

Das zeich­ne­te sich nach der ers­ten Be­ra­tungs­sit­zung ei­ner Ar­beits­grup­pe von Uni­on und SPD zu fle­xi­ble­ren Über­gän­gen in die Ren­te am Diens­tag­abend in Ber­lin ab, wie die Nach­rich­ten­agen­tur dpa aus Teil­neh­mer­an­ga­ben er­fuhr.

Of­fen bleibt vor­erst, ob es künf­tig mög­lich sein soll, ei­ne Teil­ren­te auch schon vor dem 63. Le­bens­jahr in An­spruch zu neh­men.

Zwar kön­nen Ar­beit­neh­mer be­reits heu­te ab 63 in Teil­ren­te ge­hen, al­so we­ni­ger ar­bei­ten und frü­her Ren­te mit Ab­schlag kas­sie­ren. Doch das Mo­dell wird kaum an­ge­nom­men; es gilt als kom­pli­ziert. Zu­dem ist bei ei­nem Zu­ver­dienst von 450 Eu­ro Schluss, will man kei­ne deut­li­che Kür­zung der Be­zü­ge hin­neh­men. Nach der Be­ra­tungs­sit­zung hieß es, Zu­ver­dienst­gren­zen könn­ten künf­tig fle­xi­bler ge­hand­habt und er­höht wer­den.

SPD-So­zi­al­ex­per­tin Kat­ja Mast sag­te der dpa: "Wir wol­len auch die Zeit, be­vor die Men­schen in Ren­te ge­hen, in den Blick neh­men." Hier kön­ne es et­wa auf ver­stärk­tes Ge­sund­heits­ma­nage­ment in den Be­trie­ben und die Qua­li­fi­zie­rung der Be­schäf­tig­ten an­kom­men. Auf der Ta­ges­ord­nung der Ar­beits­grup­pe ste­hen auch die Be­din­gun­gen für Ar­bei­ten über das nor­ma­le Ren­ten­al­ter hin­aus und für ei­ne Rück­kehr aus der Ren­te in die Be­schäf­ti­gung.

Der ar­beits­markt­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­frak­ti­on, Karl Schie­wer­ling (CDU), sag­te, zen­tra­les Ziel sei es, ein län­ge­res Ar­bei­ten zu er­mög­li­chen. Das sol­le sich auch bei der Ren­te loh­nen. Mehr Fle­xi­bi­li­tät sol­le es ge­ben, An­rei­ze für Früh­ver­ren­tun­gen soll­ten aber ver­mie­den wer­den. "Zu­sätz­li­che Be­las­tun­gen für Bei­trags- oder Steu­er­zah­ler wol­len wir ver­mei­den."

Bei der Teil­ren­te po­chen die Ge­werk­schaf­ten auf ei­ne Sen­kung der Al­ters­gren­ze auf 60 Jah­re, die Ar­beit­ge­ber leh­nen dies strikt ab. Die Ar­beits­grup­pe will bis En­de des Jah­res Vor­schlä­ge prä­sen­tie­ren, die als Grund­la­ge für neue ge­setz­li­che Re­ge­lun­gen die­nen sol­len. Die AG hat­te sich vor der Som­mer­pau­se kon­sti­tu­iert.

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Letzte Überarbeitung: 11. Dezember 2015

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