Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

Kran­ken­ver­si­cher­ten dro­hen hö­he­re Bei­trä­ge - Kas­sen­de­fi­zit steigt

Nach Jah­ren mit Über­schüs­sen wird das Geld bei den Kran­ken­kas­sen knap­per: Nun zeich­net sich ein deut­li­ches De­fi­zit ab - und da­mit hö­he­re Bei­trä­ge. Und die Re­for­men der Re­gie­rung brin­gen wei­te­re Be­las­tun­gen, sa­gen die Kas­sen

26.08.2015. (dpa) - Die ge­setz­lich Kran­ken­ver­si­cher­ten müs­sen im kom­men­den Jahr mit hö­he­ren Bei­trä­gen rech­nen, weil die De­fi­zi­te der Kas­sen deut­lich zu­neh­men.

"Zum Jah­res­wech­sel ist ein An­stieg des durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trags­sat­zes um 0,2 bis 0,3 Bei­trags­satz­punk­te rea­lis­tisch", sag­te der Spre­cher des GKV-Spit­zen­ver­ban­des Flo­ri­an Lanz am Diens­tag in Ber­lin.

Die SPD will an­ge­sichts die­ser Ent­wick­lung wie­der zur pa­ri­tä­ti­schen Fi­nan­zie­rung durch Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber zu­rück­keh­ren.

Nach Jah­ren mit Über­schüs­sen und Prä­mi­en­zah­lun­gen an ih­re Mit­glie­der fuh­ren die Kran­ken­kas­sen laut "Han­dels­blatt" (Diens­tag) im ers­ten Halb­jahr ein De­fi­zit von fast ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Eu­ro ein. Die In­nungs­kran­ken­kas­sen la­gen bei ei­nem Mi­nus von 118 Mil­lio­nen Eu­ro, die Be­triebs­kran­ken­kas­sen bei 100 Mil­lio­nen, die Er­satz­kas­sen bei 191 Mil­lio­nen Eu­ro. Die All­ge­mei­nen Orts­kran­ken­kas­sen (AOK) hat­ten ein De­fi­zit von 110 Mil­lio­nen Eu­ro.

Der GKV-Spit­zen­ver­band be­grün­det die­se Ent­wick­lung da­mit, dass der bis En­de ver­gan­ge­nen Jah­res gel­ten­de Ein­heits­bei­trag von 15,5 Pro­zent et­li­chen Kas­sen mehr Geld ein­brach­te, als sie tat­säch­lich an Aus­ga­ben hat­ten. So konn­ten sie zum Teil Prä­mi­en aus­zah­len. Hin­zu kom­men Mehr­aus­ga­ben vor al­lem für Arz­nei­mit­tel und Kli­ni­ken.

En­de 2014 ver­füg­te die Ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung noch über ein Fi­nanz­pols­ter von mehr als 28 Mil­li­ar­den Eu­ro. Die Re­ser­ve des Ge­sund­heits­fonds be­lief sich auf 12,5 Mil­li­ar­den, die der Kas­sen auf 15,5 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Der Bei­trags­satz zur Kran­ken­ver­si­che­rung setzt sich seit Jah­res­be­ginn zu­sam­men aus ei­nem all­ge­mei­nen, fes­ten Be­stand­teil von 14,6 Pro­zent, den Ar­beit­neh­mer und Ar­beit­ge­ber je zur Hälf­te be­zah­len, so­wie ei­nem Zu­satz­bei­trag. Die­sen be­stim­men die Kas­sen nach Fi­nanz­la­ge re­gel­mä­ßig neu. Er wird al­lein von den Ar­beit­neh­mern ge­tra­gen.

Für das lau­fen­de Jahr wird mit ei­nem durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trag von 0,9 Pro­zent­punk­ten ge­rech­net. Man­che Kas­sen lie­gen un­ter die­sem Durch­schnitts­wert, man­che leicht dar­über. Stie­ge der Zu­satz­bei­trag zum Jah­res­wech­sel um durch­schnitt­lich 0,3 Pro­zent­punk­te, wä­re das bei ei­nem mo­nat­li­chen Brut­to­ein­kom­men von 3000 Eu­ro ei­ne Mehr­be­las­tung für den Ar­beit­neh­mer von 9 Eu­ro.

Der für Ge­sund­heits­po­li­tik zu­stän­di­ge SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Karl Lau­ter­bach un­ter­strich, die Ar­beit­neh­mer könn­ten die Kos­ten­stei­ge­run­gen im Ge­sund­heits­we­sen nicht al­lein tra­gen. Er wies - ähn­lich wie Lanz - dar­auf hin, dass die Re­for­men der gro­ßen Ko­ali­ti­on von Uni­on und SPD Mehr­kos­ten be­deu­te­ten, et­wa für die Kran­ken­pfle­ge, für ei­ne bes­se­re Ver­sor­gung der länd­li­chen Re­gio­nen mit Ärz­ten oder für Kli­ni­ken.

Das Mi­nis­te­ri­um er­klär­te, es ge­be kei­nen An­lass, den Be­ra­tun­gen des Schät­zer­krei­ses durch Spe­ku­la­tio­nen vor­zu­grei­fen. Das Gre­mi­um tre­te im Ok­to­ber zu­sam­men, um sei­ne Ein­nah­men und Aus­ga­ben-Pro­gno­se für das Fol­ge­jahr vor­zu­neh­men. Die Er­geb­nis­se wer­den im No­vem­ber vor­lie­gen. Die "Bild"-Zei­tung zi­tier­te in­des­sen aus ei­ner Un­ter­rich­tung des Bun­des­ta­ges durch das Fi­nanz­mi­nis­te­ri­um, in der "ei­ne Stei­ge­rung des durch­schnitt­li­chen Zu­satz­bei­trags bei der Ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung" nicht mehr völ­lig aus­ge­schlos­sen scheint.

Die Grü­nen-Ge­sund­heits­po­li­ti­ke­rin Ma­ria Klein-Schme­ink er­klär­te: "Bis 2017 wer­den die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer mit Zu­satz­bei­trä­gen von 1,4 bis 2 Pro­zent rech­nen müs­sen." Durch das Ein­frie­ren des Ar­beit­ge­ber­an­teils bei 7,3 Pro­zent müss­ten nun al­lein die Ver­si­cher­ten die ste­tig stei­gen­den Kos­ten schul­tern.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880