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Har­sche Kri­tik an Re­gie­rungs­an­ge­bot zu Leh­rern und Be­am­ten

Freu­de sieht an­ders aus: Der Re­gie­rungs­vor­stoß, die Ta­rif­ge­sprä­che mit den Leh­rern end­lich vom Tisch zu be­kom­men, ist für die Ge­gen­sei­te ei­ne Pro­vo­ka­ti­on

13.06.2013. (dpa) - Ge­werk­schaf­ten, Ver­bän­de und Par­tei­en ha­ben teils em­pört auf das an Be­din­gun­gen ge­knüpf­te An­ge­bot der Re­gie­rung zu Leh­rer­be­zah­lung und -al­ters­teil­zeit so­wie zur Er­hö­hung der Be­am­ten­be­zü­ge re­agiert.

Nach Auf­fas­sung der Leh­rer­ge­werk­schaft GEW hat die Re­gie­rung gar kein In­ter­es­se, den Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel in den Schu­len zu­sam­men mit den Ge­werk­schaf­ten zu ge­stal­ten.

Von ei­nem An­ge­bot kön­ne ei­gent­lich kei­ne Re­de sein, die Staats­re­gie­rung dik­tie­re statt zu ver­han­deln, er­klär­te die GEW-Lan­des­vor­sit­zen­de Sa­bi­ne Ge­rold am Mitt­woch.

Fi­nanz­mi­nis­ter Ge­org Un­land (CDU) hat­te am Diens­tag Eck­punk­te für Teil­zeit und Ein­kom­mens­ver­bes­se­run­gen vor­ge­legt, die weit un­ter den For­de­run­gen der Päd­ago­gen lie­gen. Im Ge­gen­zug er­war­tet die Re­gie­rung, dass es bis En­de kom­men­den Jah­res kei­ne Leh­rer­streiks mehr gibt.

Das Land ha­be jetzt durch das Hoch­was­ser wich­ti­ge Pro­ble­me zu be­wäl­ti­gen, so dass man an der "Leh­rer­front" vor­erst Ru­he ha­ben wol­le, mach­te Un­land bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz deut­lich. Ge­rold ver­wies dar­auf, dass die Leh­rer selbst an­ge­bo­ten hät­ten, an­ge­sichts der Flut die Ge­sprä­che über Ta­rif­ver­hand­lun­gen auf den Herbst zu ver­ta­gen.

"Das ist nicht we­ni­ger als po­li­ti­scher Miss­brauch ei­ner Na­tur­ka­ta­stro­phe", er­klär­te der Chef der Land­tags-Links­frak­ti­on, Ri­co Geb­hardt. Sei­ne Frak­ti­on wer­de das in ei­ner Wo­che im Land­tag zum The­ma ei­ner Ak­tu­el­len De­bat­te ma­chen. Auch SPD und Grü­nen stie­ßen sich am Zu­sam­men­hang zum Hoch­was­ser.

Die Re­gie­rung ver­fah­re nach dem Mot­to "friss oder stirb", er­klär­te die bil­dungs­po­li­ti­sche Spre­che­rin der SPD-Frak­ti­on, Eva-Ma­ria Stan­ge. Sie kri­ti­sier­te zu­dem ei­ne Viel­zahl von Ein­zel­hei­ten des Re­gie­rungs­vor­schlags. Die­ser sei mit­nich­ten at­trak­tiv für die Päd­ago­gen. Grü­nen-Bil­dungs­po­li­ti­ke­rin An­ne­kath­rin Gie­gen­g­ack sprach von ei­ner wei­te­ren, ge­gen die Leh­rer ge­rich­te­te Pro­vo­ka­ti­on.

Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei und der DGB kri­ti­sier­ten vor al­lem die Plä­ne zur ge­staf­fel­ten und zeit­ver­zö­ger­ten Über­tra­gung des Ta­rif­ab­schlus­ses für den öf­fent­li­chen Dienst auf die Be­am­ten.

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Letzte Überarbeitung: 19. November 2015

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