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Kurz­ar­beit bei Opel ge­plant

Opel plant Kurz­ar­beit - Ei­se­nach ist zu­nächst nicht be­trof­fen
17.08.2012 (dpa/th) - We­gen schwa­cher Ver­käu­fe vor al­lem in Sü­d­eu­ro­pa plant der Au­to­her­stel­ler Opel in min­des­tens zwei deut­schen Wer­ken Kurz­ar­beit für tau­sen­de Be­schäf­tig­te. Für das Stamm­werk Rüs­sels­heim wie auch für die Kom­po­nen­ten­fa­brik in Kai­sers­lau­tern ver­han­de­le man mit dem Be­triebs­rat und der IG Me­tall, er­klär­te ein Opel-Spre­cher in Rüs­sels­heim. Für die Be­schäf­tig­ten in Ei­se­nach gibt es nach Be­triebs­rats­an­ga­ben bis­her kei­ne Ver­hand­lun­gen über Kurz­ar­beit. "Wir ha­ben im Au­gust ganz nor­ma­le Ar­beits­zei­ten", sag­te der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de der Opel Ei­se­nach GmbH, Ha­rald Lies­ke, der Nach­rich­ten­agen­tur dpa am Don­ners­tag.

Bis En­de die­ser Wo­che lau­fen noch die Werks­fe­ri­en in dem Opel-Werk, das mit rund 1.600 Be­schäf­tig­ten zu den gro­ßen In­dus­trie­ar­beit­ge­bern in Thü­rin­gen ge­hört.

Nach An­ga­ben von Lies­ke ist be­reits seit März die Ar­beits­zeit für die Nacht­schicht auf 30 St­un­den ver­kürzt. Ne­ben dem drei­tü­ri­gen Cor­sa wer­den in Ei­se­nach auch die ers­ten Au­tos des neu­en Stadt­flit­zers Adam ge­baut, der im Sep­tem­ber auf dem Pa­ri­ser Au­to­sa­lon of­fi­zi­ell vor­ge­stellt wird. "Die Pro­duk­ti­on des Adam läuft peu à peu hoch", sag­te Lies­ke. Die Ka­pa­zi­tät von 20 Fahr­zeu­gen des Mo­dells pro St­un­de soll nach sei­nen An­ga­ben zum Jah­res­en­de er­reicht sein. Ab Ja­nu­ar soll das neue Au­to, das Opel hel­fen soll, Markt­an­tei­le zu­rück­zu­ge­win­nen, bei den Händ­lern ste­hen.

Kurz­ar­beit ist an den bei­den west­deut­schen Stand­or­ten für knapp 6.000 Pro­duk­ti­ons­mit­ar­bei­ter im Ge­spräch. Zu­dem sol­len die knapp 10.000 Be­schäf­tig­ten aus Ver­wal­tung und Ent­wick­lung in Rüs­sels­heim mög­lichst we­ni­ger ar­bei­ten. Zu­vor hat­te be­reits Ford Kurz­ar­beit für sein Werk in Köln an­ge­mel­det.

Im Bo­chu­mer Opel-Werk ist Kurz­ar­beit nach Ein­schät­zung des Be­triebs­rats der­zeit wie in Ei­se­nach kein The­ma. Die Bo­chu­mer Opel-Be­schäf­tig­ten keh­ren eben­falls in der kom­men­den Wo­che plan­mä­ßig aus den Werks­fe­ri­en zu­rück.

Mit den stra­te­gi­schen Ver­hand­lun­gen über die Zu­kunft der Ge­ne­ral-Mo­tors-Toch­ter mit rund 40.000 Be­schäf­tig­ten in Eu­ro­pa hät­ten die kurz­fris­ti­gen Maß­nah­men nichts zu tun. Man ge­he nicht leicht­fer­tig mit dem In­stru­ment der Kurz­ar­beit um, son­dern ha­be an­de­re Mo­del­le wie zum Bei­spiel den Ar­beits­zeit­kor­ri­dor ge­nutzt, sag­te der Un­ter­neh­mens­spre­cher.

Über den ge­nau­en Um­fang der ge­plan­ten Kurz­ar­beit wur­de we­nig be­kannt, der Ge­samt­be­triebs­rats­chef Wolf­gang Schä­fer-Klug woll­te sich zu­nächst nicht äu­ßern. Die ge­rin­ge­re Ar­beits­zeit soll mög­li­cher­wei­se zum Be­ginn des Mo­nats Sep­tem­ber ein­ge­führt wer­den. In Kai­sers­lau­tern könn­te die kom­plet­te Be­leg­schaft für ei­ni­ge Ta­ge nach Hau­se ge­schickt wer­den, sag­te der Kai­sers­lau­te­rer Be­triebs­rats­chef Lo­thar Sor­ge dem SWR. Al­ter­na­tiv müss­te ein Teil der Be­schäf­tig­ten für län­ge­re Zeit kür­zer ar­bei­ten. In der Pfalz wer­den Mo­to­ren und Ge­trie­be für die Mon­ta­ge­wer­ke ge­fer­tigt.

Am Mitt­woch hat­te das Un­ter­neh­men die Be­leg­schaft am Stamm­sitz Rüs­sels­heim über die Not­wen­dig­keit der Ar­beits­zeit­ver­kür­zung in­for­miert, die vor al­lem auf schwa­che Be­stel­lun­gen aus Sü­d­eu­ro­pa zu­rück­geht. In Rüs­sels­heim wer­den der­zeit die Mo­del­le In­si­gnia und As­tra ge­fer­tigt, die in Sü­d­eu­ro­pa ih­re wich­tigs­ten Märk­te ha­ben. Be­trof­fe­ne Mit­ar­bei­ter er­hal­ten Aus­gleichs­zah­lun­gen über die Ar­beits­agen­tur.

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Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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