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15/151a La Ri­nas­cen­te steigt bei Kar­stadt-Lu­xus­häu­sern ein - Aus­bau ge­plant

Das Ge­schäft mit Lu­xus­wa­ren­häu­sern boomt und Kar­stadt-Eig­ner Ben­ko holt sich mit La Ri­nas­cen­te ei­nen Part­ner ins Boot. Die Plä­ne sind ehr­gei­zig: Vor­ge­se­hen sind mil­lio­nen­schwe­re In­ves­ti­tio­nen. Hin­ter dem ita­lie­ni­schen Un­ter­neh­men steht die thai­län­di­sche Cen­tral Group

10.06.2015. (dpa) - Die ita­lie­ni­sche Wa­ren­haus­ket­te La Ri­nas­cen­te steigt in das Ge­schäft mit den Kar­stadt-Lu­xus­häu­sern ein.

Ge­mein­sam mit Kar­stadt-Eig­ner Re­né Ben­ko sei­en In­ves­ti­tio­nen in drei­stel­li­ger Mil­lio­nen­hö­he ge­plant, teil­te die Ben­ko-Hol­ding Si­gna am Diens­tag mit.

Hin­ter dem ita­lie­ni­schen Un­ter­neh­men steht die thai­län­di­sche Cen­tral Group, die La Ri­nas­cen­te im Jahr 2011 ge­kauft hat­te.

Mit ei­nem An­teil von 50,1 Pro­zent wer­de La Ri­nas­cen­te die Mehr­heit an den drei Kar­stadt-Lu­xus­wa­ren­häu­sern Ka­DeWe in Ber­lin, Als­ter­haus in Ham­burg so­wie Ober­pol­lin­ger in Mün­chen über­neh­men, hieß es.

Ziel der Part­ner­schaft sei es, Eu­ro­pas Markt­füh­rer im Pre­mi­um­be­reich zu wer­den und wei­ter zu wach­sen. Neue Stand­or­te in Wien und Prag sei­en un­ter dem Dach der Grup­pe ge­plant. "Spie­gel On­line" hat­te zu­vor über den Ein­stieg der Ita­lie­ner be­rich­tet.

Hin­ter­grund der Über­nah­me der Mehr­heit durch La Ri­nas­cen­te sei­en bi­lanz­tech­ni­sche Grün­de, hieß es im Um­feld des Un­ter­neh­mens. Die be­trof­fe­nen Wa­ren­haus­im­mo­bi­li­en blie­ben wei­ter im Be­sitz von Ben­ko. Die Ben­ko-Ge­sell­schaft Si­gna wer­de auch lang­fris­tig 49,9 Pro­zent am ope­ra­ti­ven Ge­schäft der Kar­stadt-Lu­xus­wa­ren­haus­grup­pe hal­ten. Für wei­te­re Zu­kunfts­ent­schei­dun­gen sei Ein­stim­mig­keit ver­ein­bart wor­den.

Das ita­lie­ni­sche Un­ter­neh­men sei ein er­folg­rei­cher Be­trei­ber von Pre­mi­um- und Lu­xus­wa­ren­häu­sern und Eu­ro­pas Markt­füh­rer in dem Be­reich. Die Über­nah­me von wei­te­ren Wett­be­wer­bern in Deutsch­land und der Schweiz wer­de in­ten­siv ge­prüft. Das ita­lie­ni­sche Un­ter­neh­men be­treibt elf Wa­ren­häu­ser in sei­nem Hei­mat­land so­wie das Ko­pen­ha­ge­ner Kauf­haus Il­lum. Nach ei­ge­nen An­ga­ben er­wirt­schaf­tet es mit 1600 Mit­ar­bei­tern ei­nen Um­satz von rund 600 Mil­lio­nen Eu­ro.

In ei­ner am Diens­tag in Bang­kok ver­brei­te­ten Mit­tei­lung kün­dig­te die thai­län­di­sche Ri­nas­cen­te-Mut­ter ei­ne Ver­dop­pe­lung des Um­sat­zes der Grup­pe auf 1,2 Mil­li­ar­den Eu­ro durch die neu hin­zu­kom­men­den Wa­ren­häu­ser an. Er­klär­tes Ziel der Cen­tral-Grup­pe: "Ei­ne ein­zig­ar­ti­ge Samm­lung his­to­ri­scher Lu­xus-Kauf­häu­ser in Eu­ro­pa" zu sam­meln.

Kar­stadt-Chef und Si­gna-Re­tail-Ge­schäfts­füh­rer Ste­phan Fan­derl wies dar­auf hin, dass auch so­ge­nann­te "Er­leb­nis­häu­ser" un­ter den klas­si­schen Kar­stadt-Wa­ren­häu­ser von ge­mein­sa­men Ak­ti­vi­tä­ten pro­fi­tie­ren könn­ten.

Mit der im April er­ziel­ten Teil-Ei­ni­gung bei den Kar­stadt-Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die rund 1900 Be­schäf­tig­ten der Lu­xus­wa­ren­häu­ser ha­be die Ge­werks­haft Ver­di ei­nen "ers­ten gro­ßen Schritt" zur lang­fris­ti­gen Stär­kung des Un­ter­neh­mens ge­macht, hieß es in der Si­gna-Mit­tei­lung.

Die Ta­rif­par­tei­en hat­ten da­mals ei­ne schritt­wei­se Rück­kehr für die Be­schäf­tig­ten der Lu­xus­häu­ser in die Ta­rif­bin­dung ver­ein­bart. Für die Be­schäf­tig­ten der "nor­ma­len" Kar­stadt-Wa­ren­häu­ser und der Kar­stadt-Sport­häu­ser konn­te ei­ne Ei­ni­gung bei den Ta­rif­ver­hand­lun­gen da­ge­gen bis­lang nicht er­zielt wer­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 5. Dezember 2016

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