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Urteile zum Arbeitsrecht
Nach Alphabet
   
Schlag­worte: Tarifvertrag, Ausschlussfrist, Lohnanspruch
   
Gericht: Landesarbeitsgericht Düsseldorf
Akten­zeichen: 5 (3) Sa 45/01
Typ: Urteil
Ent­scheid­ungs­datum: 17.05.2001
   
Leit­sätze:

1. Der Ar­beit­ge­ber ist gemäß § 2 Abs 1 Ziff 10 NachwG ver­pflich­tet, den Ar­beit­neh­mer auf ei­nen an­zu­wen­den­den Ta­rif­ver­trag auch dann hin­zu­wei­sen, wenn der Ta­rif­ver­trag für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wor­den ist.

2. Un­terläßt er dies, ist es ihm gemäß § 242 BGB ver­wehrt, sich ge­genüber Zah­lungs­ansprüchen des Ar­beit­neh­mers auf ei­ne im Ta­rif­ver­trag be­find­li­che Ver­fall­klau­sel zu be­ru­fen.

Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Krefeld, Urteil vom 23.11.2000, 1 Ca 2160/00
   

Geschäfts­num­mer:

5 (3) Sa 45/01 1

Ca 2160/00 ArbG Kre­feld

Verkündet

am: 17.05.2001

gez.: Lind­ner Re­gie­rungs­an­ge­stell­te als Ur­kunds­be­am­tin der Geschäfts­stel­le

 

LAN­DES­AR­BEITS­GERICHT DÜSSEL­DORF

IM NA­MEN DES VOL­KES

UR­TEIL

In dem Rechts­streit

des Herrn M.

- Kläger und Be­ru­fungskläger -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­ter: Rechts­an­walt B.

g e g e n

die Fir­ma E. Ga.-GmbH

- Be­klag­te und Be­ru­fungs­be­klag­te -

Pro­zess­be­vollmäch­tig­ter: Rechts­an­walt Z.

hat die 5. Kam­mer des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf
auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 17.05.2001
durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Gött­ling als Vor­sit­zen­den so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Fran­zen und den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Hinz­mann

für R e c h t er­kannt:

1) Auf die Be­ru­fung des Klägers wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Kre­feld vom 23.11.2000 - 1 Ca 2160/00 - teil­wei­se ab­geändert:

Die Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an den Kläger DM 2.046,15 brut­to nebst 4 % Zin­sen seit dem 27.07.2000 zu zah­len.

2) Die wei­ter­ge­hen­de Kla­ge wird ab­ge­wie­sen, die wei­ter­ge­hen­de Be­ru­fung zurück­ge­wie­sen.

3) Die Kos­ten des Rechts­streits tra­gen der Kläger zu 1/9, die Be­klag­te zu 8/9.

4) Die Re­vi­si­on wird für die Be­klag­te zu­ge­las­sen.

 

- 2 -

T A T B E S T A N D :

Die Par­tei­en strei­ten über Rest­vergütungs­ansprüche aus ei­nem in­zwi­schen be­en­de­ten Ar­beits­verhält­nis.

Der Kläger war seit dem 01.06.1999 bei der Be­klag­ten als Fah­rer beschäftigt. Sein Brut­to­mo­nats­ge­halt be­trug zu­letzt DM 2.800,--. Auf das Ar­beits­verhält­nis der Par­tei­en fin­den un­ter an­de­rem die Be­stim­mun­gen des für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Man­tel­ta­rif­ver­trags für den Groß- und Außen­han­del in Nord­rhein-West­fa­len vom 09.07.1997 (im fol­gen­den: MTV) ge­nannt.

Am letz­ten Ar­beits­tag des Klägers, am 22.03.2000, kam es zwi­schen ihm und dem Geschäftsführer der Be­klag­ten zu ei­nem Streit we­gen ei­ner an­geb­lich vom Kläger be­gan­ge­nen Un­ter­schla­gung. Die­ser kündig­te dar­auf­hin am 24.03.2000 das Ar­beits­verhält­nis mit der Be­klag­ten frist­los und ließ sie gleich­zei­tig auf­for­dern, Lohn­ab­rech­nun­gen bis zum 23.03.2000 zu er­stel­len. Mit Schrei­ben sei­nes späte­res Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten vom 17.05.2000 wie­der­hol­te der Kläger die­se Auf­for­de­rung, oh­ne dass die Be­klag­te re­agier­te.

Mit sei­ner am 21.07.2000 beim Ar­beits­ge­richt Kre­feld anhängig ge­mach­ten Kla­ge hat der Kläger Rest­vergütung für 16 Werk­ta­ge im Mo­nat März 2000 gel­tend ge­macht und die­se mit DM 2.240,-- brut­to be­zif­fert.

Er hat be­an­tragt,

die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn DM 2.240,-- nebst 4 % Zin­sen seit Rechtshängig­keit zu zah­len.

 

- 3 -

Die Be­klag­te hat be­an­tragt,

die Kla­ge ab­zu­wei­sen.

Sie hat be­haup­tet, am 16.03.2000 ei­nen Be­trag in Höhe von DM 1.400,-- bar an den Kläger aus­ge­zahlt zu ha­ben. Hier­bei ha­be es sich um ei­nen Vor­schuss für März 2000 ge­han­delt. Nach dem Streit am 22.03.2000 ha­be der Geschäftsführer der Be­klag­ten das Ar­beits­verhält­nis mit dem Kläger zu­dem selbst frist­los gekündigt. Darüber hin­aus hat sich die Be­klag­te auf § 15 MTV be­ru­fen und ge­meint, dass der kläge­ri­sche An­spruch hier­nach ver­fal­len sei.

Mit Ur­teil vom 23.11.2000 hat die 1. Kam­mer des Ar­beits­ge­richts Kre­feld - 1 Ca 2160/00 - die Kla­ge ab­ge­wie­sen. In den Ent­schei­dungs­gründen, auf die im Übri­gen Be­zug ge­nom­men wird, hat das Ar­beits­ge­richt aus­geführt, der An­spruch des Klägers sei gemäß § 15 MTV ver­fal­len, da er nicht in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach sei­ner Fällig­keit am 31.03.2000 schrift­lich gel­tend ge­macht wor­den sei. Auf die Schrei­ben vom 24.03. und 17.05.2000 könne sich der Kläger nicht be­ru­fen, weil er mit ih­nen nur ei­ne Ab­rech­nung ein­ge­for­dert hätte. An­de­rer­seits sei auch nicht er­sicht­lich, dass sich die Be­klag­te rechts­miss­bräuch­lich ver­hal­te, wenn sie sich auf die Ver­fall­frist des MTV be­ru­fe.

Der Kläger hat ge­gen das ihm am 13.12.2000 zu­ge­stell­te Ur­teil mit ei­nem am 11.01.2001 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz Be­ru­fung ein­ge­legt und die­se mit ei­nem am 19.01.2001 ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz be­gründet.

Er wie­der­holt sei­nen Sach­vor­trag aus dem ers­ten Rechts­zug und meint, dass sich die Be­klag­te nicht auf § 15 MTV stützen könne. Sie ha­be es ent­ge­gen § 2 Abs. 1 Nach­weis­ge­setz versäumt, die An­wend­bar­keit des MTV ge­genüber dem Kläger schrift­lich nach­zu­wei­sen. Dann aber ver­s­toße sie ge­gen Treu und Glau­ben, wenn sie nun­mehr

 

- 4 -

Be­stim­mun­gen ei­nes Ta­rif­ver­tra­ges her­an­zie­he, der dem Kläger nicht be­kannt ge­we­sen sei.

Der Kläger be­an­tragt,

das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Kre­feld vom 23.11.2000 - 1 Ca 2160/00 - ab­zuändern und die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an ihn DM 2.240,-- brut­to nebst 4 % Zin­sen seit Rechtshängig­keit zu zah­len.

Die Be­klag­te be­an­tragt,

die Be­ru­fung zurück­zu­wei­sen.

Sie ver­tei­digt das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil und wie­der­holt eben­falls ih­ren Sach­vor­trag aus der ers­ten In­stanz. Sie be­ruft sich er­neut auf die be­haup­te­te Vor­schuss­zah­lung von DM 1.400,-- am 16.03.2000 und meint, dass ein Nach­weis des für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Man­tel­ta­rif­ver­trags auch nach § 2 Nach­weis­ge­setz nicht er­for­der­lich ge­we­sen wäre.

We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Sach- und Streit­stan­des wird auf den vor­ge­tra­ge­nen In­halt der zu den Ak­ten ge­reich­ten Ur­kun­den und der zwi­schen den Par­tei­en ge­wech­sel­ten Schriftsätze ver­wie­sen.

 

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E N T S C H E I D U N G S G R Ü N D E :

I.

Die Be­ru­fung ist zulässig.

Sie ist nämlich an sich statt­haft (§ 64 Abs. 1 ArbGG), nach dem Wert des Be­schwer-de­ge­gen­stan­des zulässig (§ 64 Abs. 2 ArbGG) so­wie form- und frist­ge­recht ein­ge­legt und be­gründet wor­den (§§ 66 Abs. 1 ArbGG, 518, 519 ZPO).

II.

Auch in der Sa­che selbst war das Rechts­mit­tel - je­den­falls über­wie­gend - er­folg­reich.

Der Kläger hat ge­gen die Be­klag­te gemäß § 611 BGB in Ver­bin­dung mit dem zwi­schen den Par­tei­en ge­schlos­se­nen Ar­beits­ver­trag ei­nen An­spruch auf Zah­lung von Rest­vergütung in Höhe von DM 2.046,15 brut­to für die Zeit vom 01.03. bis zum 22.03.2000. Der Be­klag­ten ist es ver­wehrt, sich dem ge­genüber auf die Ver­fall­frist des § 15 MTV zu be­ru­fen; darüber hin­aus ist es ihr im vor­lie­gen­den Rechts­streit auch nicht ge­lun­gen, die von ihr be­haup­te­te Vor­schuss­zah­lung zu be­wei­sen.

1.

Nach § 15 des ein­schlägi­gen und kraft All­ge­mein­ver­bind­lich­keits­erklärung auf das Ar-beits­verhält­nis der Par­tei­en ein­wir­ken­den Man­tel­ta­rif­ver­trag sind Ansprüche aus dem Ar­beits­verhält­nis ver­fal­len, wenn sie nicht drei Mo­na­te nach Fällig­keit schrift­lich gel­tend

 

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ge­macht wor­den sind. Das Ar­beits­ge­richt hat in sei­ner erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dung zu­recht dar­auf ver­wie­sen, dass hier­nach von ei­nem Ver­fall der streit­be­fan­ge­nen Ansprüche aus­ge­gan­gen wer­den muss. Auf die zu­tref­fen­den Ausführun­gen, de­nen sich die er­ken­nen­de Be­ru­fungs­kam­mer in­so­weit an­sch­ließt, wird aus­drück­lich ver­wie­sen.

Darüber hin­aus ist das Be­ru­fungs­ge­richt al­ler­dings der Auf­fas­sung, dass die Be­klag­te sich auf die dar­ge­stell­te Ver­fall­frist nicht be­ru­fen kann, weil sie ih­re Pflich­ten aus § 2 Abs. 1 Satz 2 Nach­weis­ge­setz ver­letzt hat.

1.1.

Nach der vor­be­zeich­ne­ten Norm ist der Ar­beit­ge­ber ver­pflich­tet, spätes­tens ei­nen Mo­nat nach dem ver­ein­bar­ten Be­ginn des Ar­beits­verhält­nis­ses die we­sent­li­chen Ver­trags­be­din­gun­gen schrift­lich nie­der­zu­le­gen, die Nie­der­schrift zu un­ter­zeich­nen und dem Ar­beit­neh­mer aus­zuhändi­gen. In die Nie­der­schrift ist da­bei un­ter an­de­ren gemäß Zif­fer 10 ein „in all­ge­mei­ner Form ge­hal­te­ner Hin­weis auf die Ta­rif­verträge, Be­triebs- oder Dienst­ver­ein­ba­run­gen, die auf das Ar­beits­verhält­nis an­zu­wen­den sind“, auf­zu­neh­men. Dies hat die Be­klag­te, was zwi­schen den Par­tei­en un­strei­tig ist, un­ter­las­sen.

1.2.

Die Be­klag­te kann nicht da­mit gehört wer­den, dass sie von der Nach­weis­pflicht be­freit wäre, weil der die Ver­fall­frist ent­hal­te­ne Ta­rif­ver­trag für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wor­den ist. Nach herr­schen­der Auf­fas­sung in Li­te­ra­tur und Recht­spre­chung ist die­ser Um­stand nicht ge­eig­net, die Nach­weis­pflicht im Sin­ne des § 2 Abs. 1 Nach­weis­ge­setz aus­zu­sch­ließen (LAG Bre­men, Ur­teil vom 09.11.2000 – 4 Sa 138/00 – DB 2001, Sei­te 336; LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 08.02.2000 – 1 Sa 563/99 – DB 2000, Sei­te 724; Feld­gen, Nach­weis­ge­setz, Rz. 185; ähn­lich auch: Schäfer, das Nach­weis­ge­setz, Rz. 133 ff.; Scho­den, Nach­weis­ge­setz, § 2, Rz. 19; ab­wei­chend: LAG Köln, Ur­teil vom 06.12.2000 – 3 Sa 1089/00 – ZIP 2001, Sei­te 477).

 

- 7 -

1.3.

Die er­ken­nen­de Kam­mer schließt sich der herr­schen­den Mei­nung ins­be­son­de­re mit Blick auf fol­gen­de Erwägun­gen an:

§ 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 10 Nach­weis­ge­setz enthält be­reits nach sei­nem Wort­laut kei­ne Ein­schränkung da­hin­ge­hend, dass ein Hin­weis auf für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärte Ta­rif­verträge nicht not­wen­dig sei. Darüber hin­aus setzt die Nach­weis­pflicht hin­sicht­lich et­wai­ger Ta­rif­verträge ge­ra­de­zu vor­aus, dass die­se Ta­rif­verträge be­ste­hen und auf das Ar­beits­verhält­nis an­wend­bar sind. Da­von be­trof­fen sind aber vor al­lem für all­ge­mein-ver­bind­lich erklärte Ta­rif­verträge, die oh­ne Rück­sicht auf be­ste­hen­de Ver­bands­zu­ge-hörig­kei­ten auf das Ar­beits­verhält­nis an­wend­bar sind.

Vor al­lem Sinn und Zweck des Nach­weis­ge­set­zes, dass für Rechts­si­cher­heit und für Rechts­klar­heit sor­gen soll, ge­bie­ten es schließlich, der vom Kläger ver­tre­ten­den Rechts­auf­fas­sung zu fol­gen. Die Nach­weis­pflicht soll je­dem Ar­beit­neh­mer ei­ne Gewähr dafür bie­ten, wel­che kol­lek­ti­ven Verträge auf sein Ar­beits­verhält­nis ein­wir­ken. Die­ser Nach­weis ist bei für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Ta­rif­verträgen in der Re­gel si­cher­lich nur von de­kla­to­ri­scher Be­deu­tung; dies ändert aber nichts dar­an, dass auch in die­sen Fällen dem Ar­beit­neh­mer dar­zu­stel­len ist, dass es ei­nen auf das Ar­beits­verhält­nis an­wend­ba­ren Ta­rif­ver­trag gibt. Hin­zu kommt, dass oft­mals Streit darüber be­steht, ob für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärte Ta­rif­verträge tatsächlich An­wen­dung fin­den. Bei­spiel­haft sei hier­bei auf die Fra­ge des Un­ter­neh­mens­zwecks und da­mit der Bran­chen­zu­gehörig­keit ver­wie­sen. Darüber hin­aus hat die Pra­xis in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ge­zeigt, dass ehe­mals für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärte Ta­rif­verträge anläss­lich ih­rer Ände­rung nicht mehr für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärt wor­den sind oder ei­ne sol­che Erklärung gemäß § 5 TVG nachträglich er­folg­te. Ins­ge­samt zei­gen die dar­ge­stell­ten Erwägun­gen, dass durch­aus Un­si­cher­heit über die An­wend­bar­keit von für all­ge­mein­ver­bind­lich erklärten Ta­rif­verträgen be­ste­hen kann und es des­halb an­ge­zeigt ist, die Nach­weis­pflicht des § 2 Abs. 1 Satz 2 Nr. 10 Nach­weis­ge­setz auch auf die­se Ta­rif­verträge zu er­stre­cken.

 

- 8 -

1.4.

Als Rechts­fol­ge der Un­ter­las­sung der Be­klag­ten ist es ihr ver­wehrt, sich auf die Ver­fall­frist in § 15 MTV zu be­ru­fen, da dies ei­nen Ver­s­toß ge­gen Treu und Glau­ben im Sin­ne des § 242 BGB dar­stellt (vgl. hier­zu: LAG Bre­men, a. a. O.; ähn­lich auch: Schäfer, a. a. O., Rz. 175, m. w. N.).

2. 

Der Be­klag­ten ist es darüber hin­aus nicht ge­lun­gen, die von ihr be­haup­te­te Vor­schuss­zah­lung von DM 1.400,-- net­to zu be­wei­sen. Der von ihr be­nann­te Zeu­ge P.konn­te man­gels zu­stel­lungsfähi­ger An­schrift nicht ge­la­den wer­den. Dies geht zu Las­ten der Be­klag­ten, die für die von ihr be­haup­te­te Tat­sa­che be­weis­pflich­tig ge­blie­ben ist.

3. 

Der An­spruch des Klägers war nur in dem aus dem Te­nor er­sicht­li­chen Um­fang tatsächlich be­gründet. Nach dem bei­der­sei­ti­gen Sach­vor­trag der Par­tei­en muss­te das Ge­richt da­von aus­ge­hen, dass der Kläger bis zum 22.03.2000 sei­ne Ar­beits­leis­tung tatsächlich er­bracht hat­te. Dies führt da­zu, dass ihm für ins­ge­samt 19 Werk­ta­ge im März der aus­ge­wie­se­ne Brut­to­be­trag zu­steht. Hin­sicht­lich des darüber hin­aus ge­hen­den Rest­be­trags hat der Kläger we­der sub­stan­zi­iert vor­ge­tra­gen noch un­ter Be­weis ge­stellt, dass er ver­trags­gemäße Ar­beits­leis­tung er­bracht hat oder zu­min­dest sei­ne Ar­beits­leis­tung an­ge­bo­ten hat­te.

Die Ent­schei­dung über die Zin­sen er­geht nach §§ 288, 291 BGB; die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf §§ 91, 92 ZPO.

Die Kam­mer hat ei­ne grundsätz­li­che Be­deu­tung der Rechts­sa­che be­jaht und die Re­vi­si­on für die Be­klag­te zu­ge­las­sen.

 

- 9 -

RECH­TSM I T T E L B E L E H R U N G :

Ge­gen die­ses Ur­teil kann von der Be­klag­ten

RE­VISION

ein­ge­legt wer­den.

Für den Kläger ist ge­gen die­ses Ur­teil kein Rechts­mit­tel ge­ge­ben.

Die Re­vi­si­on muss

in­ner­halb ei­ner Not­frist von ei­nem Mo­nat

nach der Zu­stel­lung die­ses Ur­teils schrift­lich beim

Bun­des­ar­beits­ge­richt,

Hu­go-Preuß-Platz 1,

99084 Er­furt,

ein­ge­legt wer­den.

Die Re­vi­si­on ist gleich­zei­tig oder

 

- 10 -

in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach ih­rer Ein­le­gung

schrift­lich zu be­gründen.

Die Re­vi­si­ons­schrift und die Re­vi­si­ons­be­gründung müssen von ei­nem bei ei­nem deut­schen Ge­richt zu­ge­las­se­nen Rechts­an­walt un­ter­zeich­net sein.

 

gez.: Gött­ling 

gez.: Fran­zen 

gez.: Hinz­mann

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