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Groß­wä­sche­rei plant Lohn­kür­zung und Ar­beits­zeit­ver­län­ge­rung

Ge­werk­schaft: Groß­wä­sche­rei Be­rend­sen will Löh­ne sen­ken

09.11.2012 (dpa) - Die Glück­städ­ter Groß­wä­sche­rei Be­rend­sen will nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben an ei­ni­gen Stand­or­ten in Ost und West Löh­ne kür­zen und die Ar­beits­zeit der Be­schäf­tig­ten ver­län­gern. "Das wer­den wir uns nicht bie­ten las­sen", kün­dig­te der Ers­te Be­voll­mäch­tig­te der IG Me­tall Je­na-Saal­feld (Thü­rin­gen), Mi­cha­el Ebenau, am Don­ners­tag an. Das Un­ter­neh­men ver­tei­dig­te die Plä­ne. An­ge­sichts des Preis­drucks in der Bran­che müss­ten die Lohn­kos­ten ge­senkt wer­den, um Ar­beits­plät­ze zu er­hal­ten, sag­te das Mit­glied der Ge­schäfts­füh­rung, Jens Braasch.

Be­trof­fen sei­en im Os­ten die Stand­or­te Zerbst (Sach­sen-An­halt/180 Mit­ar­bei­ter) und Neu­stadt/Or­la mit Je­na (Thü­rin­gen/200) so­wie in Bran­den­burg Fürs­ten­wal­de (250) und Lüb­ben­au (140). Auch in West­deutsch­land sind Ein­schnit­te ge­plant - laut IG Me­tall in Schles­wig, Ve­ch­ta (Nie­der­sach­sen) und Ha­gen (NRW). Die Be­rend­sen GmbH ist ein Tex­til­ser­vice-An­bie­ter und ver­sorgt et­wa Kran­ken­häu­ser mit Sta­ti­ons­wä­sche und Be­rufs­be­klei­dung. Vor al­lem Frau­en ar­bei­ten für das Un­ter­neh­men, wie Braasch er­läu­ter­te.

Nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben hat­te der Kon­zern zum 31. De­zem­ber 2012 für den Ge­sund­heits­be­reich in Deutsch­land al­le mit der IG Me­tall ge­schlos­se­nen Ta­rif­ver­trä­ge ge­kün­digt. Das Un­ter­neh­men wol­le die St­un­den­löh­ne von 9,20 auf 7,50 EUR kür­zen. Zu­gleich sol­le die wö­chent­li­che Ar­beits­zeit auf 45 St­un­den er­höht wer­den. Die Ar­beits­zeit be­tra­ge der­zeit je nach Stand­ort 35 bis 39 St­un­den. Auch soll­ten fünf Ur­laubs­ta­ge ge­stri­chen wer­den, hieß es.

Ge­schäfts­füh­rer Braasch sag­te, die Kon­kur­renz zah­le ih­ren Be­schäf­ti­gen nicht viel mehr als den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn. "Un­se­re Wett­be­wer­ber zah­len sie­ben EUR." Um die Lohn­kos­ten bei Be­rend­sen zu sen­ken, sei­en ver­schie­de­ne We­ge denk­bar - das Pa­ket sol­le mit den Mit­ar­bei­tern er­ar­bei­tet wer­den. Denk­bar sei­en Lohn­kür­zun­gen, ei­ne Wo­chen­ar­beits­zeit von 40 St­un­den oder Ur­laubs­ver­zicht. "Wir ma­chen das nicht, um un­se­re Ren­di­te nach oben zu trei­ben", sag­te Braasch. Neu­stadt/Or­la et­wa schrei­be seit Jah­ren ro­te Zah­len.

Die IG Me­tall möch­te nach ei­ge­nen Wor­ten mit dem Kon­zern ver­han­deln. Soll­te Be­rend­sen sich wei­gern, wer­de es Warn­streiks ge­ben, sag­te Ebenau mit Blick auf den Stand­ort in Thü­rin­gen.

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Letzte Überarbeitung: 30. September 2016

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