Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880
Arbeitsrecht aktuell
Jahr

15/098a Lok­füh­rer pla­nen neue Streiks in der kom­men­den Wo­che

Schlech­te Nach­rich­ten für Bahn­rei­sen­de: Die Lok­füh­rer rüs­ten im Ta­rif­kon­flikt zur fünf­ten Strei­krun­de. Schon nächs­te Wo­che sol­len Zü­ge wie­der still­ste­hen

18.04.2015. (dpa) - Bei der Bahn soll es schon in der kom­men­den Wo­che wie­der Streiks der Lok­füh­rer ge­ben.

Ih­re Ge­werk­schaft GDL hat am Frei­tag die Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit der Deut­schen Bahn für ge­schei­tert er­klärt.

"Ich ge­he da­von aus, dass wir sehr zeit­nah in die Ar­beits­kämp­fe ein­tre­ten wer­den", kün­dig­te GDL-Chef Claus We­sels­ky nach den Ver­hand­lun­gen in Frank­furt an.

In ei­nem Ge­spräch mit "tagesschau24" be­kräf­tig­te der Ge­werk­schaf­ter, die Streiks soll­ten schon "in der nächs­ten Wo­che" statt­fin­den.

Man wer­de die Öf­fent­lich­keit recht­zei­tig in­for­mie­ren.

Die Fahr­gast­ver­ei­ni­gung "Pro Bahn" üb­te schar­fe Kri­tik an der er­neu­ten Strei­kan­dro­hung. "So lang­sam ha­ben die Fahr­gäs­te kein Ver­ständ­nis mehr", sag­te Vor­stands­mit­glied Karl-Pe­ter Nau­mann dem Ber­li­ner "Ta­ges­spie­gel" (Sams­tag). Mit sol­chen Ak­tio­nen scha­de We­sels­ky den Ge­werk­schaf­ten mehr als er den Ar­beit­neh­mern nut­ze.

Die GDL hat in dem Kon­flikt um die Ar­beits­be­din­gun­gen des Zug­per­so­nals im ver­gan­ge­nen Jahr be­reits vier­mal ih­re Mit­glie­der zu Ar­beits­nie­der­le­gun­gen auf­ge­ru­fen und den Bahn­ver­kehr in Deutsch­land in gro­ßen Tei­len lahm­ge­legt.

Das von der Bahn vor­ge­leg­te An­ge­bot sei ei­ne "Pro­vo­ka­ti­on", schimpf­te We­sels­ky. Die Bahn spie­le auf Zeit. "Was heu­te auf dem Tisch ist, ist nichts wert, weil al­les wie­der zu­rück­ge­nom­men wer­den kann", sag­te der GDL-Chef nach der 16. Ver­hand­lungs­run­de. Die Bahn ha­be "Cham­pa­gner für den Vor­stand und tro­cken Brot für das Zug­per­so­nal" an­ge­bo­ten. We­sels­ky sprach von ei­ner Pro­vo­ka­ti­on, weil die Bahn zu­vor von ei­ner An­nä­he­rung ge­spro­chen hat­te.

Ei­ne Bahn­spre­che­rin sag­te da­zu: "Das ist für uns völ­lig un­ver­ständ­lich. Der Ab­bruch ent­spricht in kei­ner Wei­se dem Ver­hand­lungs­stand. Wir ha­ben ein sehr kon­kre­tes und se­riö­ses An­ge­bots­pa­ket vor­ge­legt."

Tat­säch­lich hat­te Bahn-Per­so­nal­vor­stand Ul­rich We­ber zu­vor von gu­ten Fort­schrit­ten bei den Ver­hand­lun­gen be­rich­tet. Man sei sich in vie­len Punk­ten nä­her­ge­kom­men und bei­de Sei­ten hät­ten Zu­ge­ständ­nis­se ge­macht, sag­te er nach den Ver­hand­lun­gen. Die Bahn ha­be ein ent­spre­chen­des An­ge­bot vor­ge­legt, das die GDL prü­fen woll­te.

Die für den 27. April ge­plan­te Ver­hand­lungs­run­de in Frank­furt ist nach der GDL-Er­klä­rung nun hin­fäl­lig. We­ber kri­ti­sier­te: "Wir sind ei­nen Me­ter vor der Ziel­li­nie und ha­ben ein Pa­ket mit Lö­sun­gen und gu­ten Vor­schlä­gen auf dem Tisch. Das Ver­hal­ten der GDL-Spit­ze ist an­ge­sichts des Ver­hand­lungs­stan­des un­er­klär­lich. So­weit wa­ren wir noch nie."

Die GDL strebt für ih­re sämt­li­chen Mit­glie­der im Zug­per­so­nal ei­ge­ne Ta­rif­ver­trä­ge an. Bis­lang hat­te die Spar­ten­ge­werk­schaft nur für Lok­füh­rer Ab­schlüs­se ver­ein­bart. Die GDL ver­langt fünf Pro­zent mehr Geld und ei­ne St­un­de we­ni­ger Ar­beits­zeit pro Wo­che. Die Ver­hand­lung am Frei­tag sei am Knack­punkt der Ran­gier-Lok­füh­rer ge­schei­tert, die von der Bahn nied­ri­ger ein­ge­stuft wer­den soll­ten als ih­re Kol­le­gen auf der Stre­cke. Ein zwei­tes Be­rufs­bild als "bil­li­ger Ja­kob" sei mit der GDL nicht zu ma­chen, sag­te We­sels­ky.

Par­al­lel ver­han­delt die Bahn zu­dem mit der grö­ße­ren Ei­sen­bahn- und Ver­kehrs­ge­werk­schaft EVG über neue Ta­ri­fe für de­ren Mit­glie­der. Im Som­mer könn­ten die Kar­ten neu ge­mischt wer­den, wenn das von der Bun­des­re­gie­rung ge­plan­te Ge­setz zur Ta­rif­ein­heit in Kraft tritt und pro Be­trieb nur noch ei­ne Ge­werk­schaft den maß­geb­li­chen Ta­rif­ver­trag ab­schlie­ßen kann. Die GDL hat da­ge­gen be­reits Ver­fas­sungs­be­schwer­de an­ge­kün­digt und der Bahn im­mer wie­der ei­ne Ver­zö­ge­rungs­tak­tik vor­ge­wor­fen.

Pro-Bahn-Vor­stand Nau­mann be­ton­te, der Chef der Lok­füh­rer­ge­werk­schaft ste­he un­ter er­heb­li­chem Druck, ei­ne Ta­rif­ei­ni­gung mit der Bahn noch vor der Ver­ab­schie­dung des Ta­rif­ein­heits­ge­set­zes durch­zu­set­zen. "Das ist sei­ne letz­te Chan­ce", sag­te Nau­mann dem "Ta­ges­spie­gel".

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Kontakt

Sie erreichen uns jeweils von Montag bis Freitag in der Zeit
von 09:00 bis 19:00 Uhr:

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Berlin

Lützowstraße 32
10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: berlin@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Frankfurt am Main

Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069 - 71 03 30 04
Telefax: 069 - 71 03 30 05

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: frankfurt@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hamburg

Neuer Wall 10
20354 Hamburg
Telefon: 040 - 69 20 68 04
Telefax: 040 - 69 20 68 08

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Sebastian Schroeder
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hamburg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Hannover

Georgstraße 38
30159 Hannover
Telefon: 0511 - 899 77 01
Telefax: 0511 - 899 77 02

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Nina Wesemann
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: hannover@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Köln

Hohenstaufenring 62
50674 Köln
Telefon: 0221 - 709 07 18
Telefax: 0221 - 709 07 31

Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Thomas Becker

Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

E-mail: koeln@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei München

Ludwigstraße 8
80539 München
Telefon: 089 - 21 56 88 63
Telefax: 089 -21 56 88 67

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt

E-Mail: muenchen@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Nürnberg

Zeltnerstraße 3
90443 Nürnberg
Telefon: 0911 - 953 32 07
Telefax: 0911 - 953 32 08

Ansprechpartner:
Rechts­an­wältin Nora Schu­bert

Rechts­an­walt Chris­toph Hil­de­brandt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

E-Mail: nuernberg@hensche.de





 

Hensche Rechtsanwälte
Kanzlei Stuttgart

Königstraße 10c
70173 Stuttgart
Telefon: 0711 - 470 97 10
Telefax: 0711 - 470 97 96

Ansprechpartner:
Rechtsanwältin Dr. Simone Wernicke
Fachanwältin für Arbeitsrecht

Rechtsanwalt Thomas Becker

E-Mail: stuttgart@hensche.de



 

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de

Presse Karriere Links A bis Z Sitemap Impressum
Gebühren­freie Hot­line: 0800 - 440 1 880