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Flug­be­glei­ter: Oh­ne Luft­han­sa-Nach­bes­se­run­gen gibt es Streiks

Die Uhr tickt: Falls Luft­han­sa ih­ren Flug­be­glei­tern bis zum Nach­mit­tag kein neu­es An­ge­bot zur um­strit­te­nen Fra­ge von Be­triebs- und Über­gangs­ren­ten vor­legt, kommt es zu Streiks: Oder kann der Kon­zern den Aus­stand in letz­ter Mi­nu­te noch ver­hin­dern?

05.11.2015. (dpa) - Der für Frei­tag an­ge­kün­dig­te Streik der Flug­be­glei­ter bei der Luft­han­sa rückt nä­her. Wenn das An­ge­bot der Air­line nicht mehr nach­ge­bes­sert wer­de, ge­be es Streiks, sag­te Ufo-Chef Ni­coley Baublies am Don­ners­tag­mor­gen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Der Brief der Luft­han­sa sei in der Nacht noch ein­mal ge­nau ge­prüft wor­den. Die­ser ent­hal­te aber nichts Neu­es, es sei le­dig­lich um­for­mu­liert wor­den. Am Vor­mit­tag wer­de nun be­ra­ten, ob man zu dem Tref­fen am Don­ners­tag um 14.00 Uhr kom­men wer­de, zu dem die Luft­han­sa ein­ge­la­den ha­be.

Der Kon­zern hat­te zu­vor be­tont, kein neu­es An­ge­bot vor­le­gen zu wol­len, son­dern nur den be­reits be­kann­ten Vor­schlag zu den Be­triebs- und Über­gangs­ren­ten mit neu­en Bei­spiel­rech­nun­gen und Al­ter­na­ti­ven zu er­läu­tern. Baublies hat­te an­ge­kün­digt, auf kei­nen Fall zu ak­zep­tie­ren, dass Be­stands­mit­ar­bei­ter ge­gen Neu­ein­ge­stell­te aus­ge­spielt wür­den.

Ufo hat die noch nicht nä­her de­fi­nier­ten Streiks von die­sem Frei­tag bis Frei­tag kom­men­der Wo­che (6. bis 13. No­vem­ber) an­ge­droht, falls der Kon­zern nicht bis Don­ners­tag, 17.00 Uhr, auf die Ge­werk­schafts­for­de­run­gen ein­geht.

Luft­han­sa be­rei­tet sich auf mas­si­ve Flug­aus­fäl­le vor, kann aber bis­lang kei­ne al­ter­na­ti­ven Flug­plä­ne aus­ar­bei­ten. Im lau­fen­den Ta­rif­kon­flikt ha­ben die Flug­be­glei­ter bis­lang nicht ge­streikt, sehr wohl aber die Pi­lo­ten, die bis­lang auf 13 Strei­krun­den kom­men.

Luft­han­sa be­ton­te er­neut den Vor­teil für Be­schäf­tig­te, die län­ger ar­bei­ten statt in den ab 55 Jah­ren mög­li­chen Vor­ru­he­stand zu ge­hen. An­ders als bis­lang könn­ten künf­tig nicht ge­nutz­te Über­gangs­ren­ten voll in die Be­triebs­ren­te ein­flie­ßen. Bei ih­ren Bei­spiel­rech­nun­gen geht die Luft­han­sa von ei­ner Ka­pi­tal­ren­di­te von 5,5 Pro­zent aus, was sich an­hand des ei­ge­nen Ren­ten­fonds his­to­risch ein­deu­tig un­ter­mau­ern las­se. Un­ter die­ser Vor­aus­set­zung könn­ten Flug­be­glei­ter, die bis zum of­fi­zi­el­len Ren­ten­ein­tritt ar­bei­ten, an­schlie­ßend mit ei­ner Ren­te von 98 Pro­zent ih­res letz­ten Grund­ge­halts rech­nen.

Ufo hält die Ren­di­te­an­nah­me für zu hoch und statt­des­sen 4,9 Pro­zent Ver­zin­sung für rea­lis­tisch. Die Ge­werk­schaft stört sich au­ßer­dem dar­an, dass die Re­geln zur Über­gangs­ver­sor­gung für Neu­ein­ge­stell­te nur für die kom­men­den zehn Jah­re gel­ten sol­len. Ufo ver­langt ei­ne Gleich­be­hand­lung und hö­he­re Ar­beit­ge­ber­zah­lun­gen.

Eben­falls am Don­ners­tag steht die nächs­te Ver­hand­lungs­run­de mit Ver­di zu den Ge­häl­tern und Ren­ten von rund 33 000 Bo­den­be­schäf­tig­ten an.

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Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2016

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