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Luft­han­sa-Pi­lo­ten strei­ken - Air­line mit Son­der­flug­plan

Der Start ins Wo­chen­en­de wird für vie­le Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re zu ei­ner Ge­dulds­pro­be: Die Pi­lo­ten wol­len wie­der strei­ken. Wich­tig ist der Blick ins In­ter­net

05.09.2014. (dpa) - Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re müs­sen sich zum Start ins Wo­chen­en­de und zum En­de der Fe­ri­en auf Be­hin­de­run­gen ein­stel­len.

Die Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) will am (heu­ti­gen) Frei­tag zwi­schen 17.00 und 23.00 Uhr Kurz- und Mit­tel­stre­cken­flü­ge be­strei­ken, die vom größ­ten deut­schen Flug­ha­fen in Frank­furt ab­flie­gen.

Be­reits ab 13.30 Uhr hat die Air­line aber ers­te Flü­ge aus dem eu­ro­päi­schen Aus­land nach Frank­furt ab­ge­sagt, um den Flug­be­trieb nach dem Aus­stand wie­der so schnell wie mög­lich nor­ma­li­sie­ren zu kön­nen.

Ins­ge­samt sol­len nach An­ga­ben von Luft­han­sa mehr als 200 Flü­ge aus­fal­len, rund 25 000 Pas­sa­gie­re dürf­ten be­trof­fen sein.

Vor ei­ner Wo­che hat­ten Ar­beits­nie­der­le­gun­gen der Pi­lo­ten die Luft­han­sa-Toch­ter Ger­manwings ge­trof­fen.

Der Kon­zern will mit ei­nem Son­der­flug­plan das Schlimms­te ab­fe­dern. Wer ab Frank­furt ge­bucht hat, soll­te sich im In­ter­net in­for­mie­ren. "Die Kun­den kön­nen kos­ten­los um­bu­chen, sie kön­nen stor­nie­ren. Wir bie­ten ih­nen an, mit der Bahn zu fah­ren bei in­ner­deut­schen Ver­bin­dun­gen, und na­tür­lich bu­chen wir sie auch auf an­de­re Air­lines um, wenn das mög­lich ist", sag­te Luft­han­sa-Spre­cher An­dre­as Bar­tels im ZDF-"Mor­gen­ma­ga­zin".

Die Air­line kri­ti­sier­te die Strei­kan­kün­di­gung scharf: Dies sei ei­ne "be­son­de­re und nicht nach­voll­zieh­ba­re Zu­mu­tung", zu­mal dies das letz­te Fe­ri­en­wo­chen­en­de in Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und im Saar­land sei. Der Streik tref­fe da­mit vie­le Fa­mi­li­en auf der Heim­rei­se aus dem Ur­laub und Tau­sen­de von Ge­schäfts­rei­sen­den am En­de der Ar­beits­wo­che. Cock­pit schre­cke nicht da­vor zu­rück, in der Haupt­rei­se­zeit zum Fe­ri­en­en­de in den drei Bun­des­län­dern für ih­re In­ter­es­sen zu strei­ken.

Hin­ter­grund des Streiks ist der seit län­ge­rem schwe­len­de Ta­rif­kon­flikt. Da­bei geht es um die Über­gangs­ver­sor­gung, die Luft­han­sa-Pi­lo­ten in ih­rem Vor­ru­he­stand er­hal­ten. Die Ge­werk­schaft will in dem Ta­rif­kon­flikt grö­ße­re Ein­schnit­te bei den Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen für die rund 5400 Ka­pi­tä­ne und Co-Pi­lo­ten ver­hin­dern. Sie er­klär­te, je­der­zeit ei­ni­gungs­be­reit zu sein, um Streiks ab­zu­wen­den.

Erst am ver­gan­ge­nen Frei­tag hat­te die Ge­werk­schaft die Luft­han­sa-Toch­ter Ger­manwings sechs St­un­den lang be­streikt. Da­durch wa­ren 116 von 164 Flü­gen aus­ge­fal­len. Von den Aus­fäl­len wa­ren rund 15 000 Pas­sa­gie­re be­trof­fen.

Rei­sen­de sind der­zeit dop­pelt ver­un­si­chert, da auch die Lok­füh­rer-Ge­werk­schaft GDL wei­te­re Warn­streiks bei der Bahn an­ge­kün­digt hat. Ei­nen kon­kre­ten neu­en Ter­min nach den ers­ten Ar­beits­nie­der­lun­gen vom Mon­tag gibt es je­doch noch nicht. GDL und Cock­pit hat­ten be­teu­ert, nicht gleich­zei­tig strei­ken zu wol­len.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 14. Mai 2015

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