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Luft­han­sa und Pi­lo­ten re­den noch - Sp­ohr spürt Rü­cken­wind

Kann der 13. Pi­lo­ten­streik bei der Luft­han­sa in­ner­halb von 17 Mo­na­ten doch noch ab­ge­wen­det wer­den? Un­ter­neh­mens­chef Sp­ohr ver­tei­digt sei­nen har­ten Kurs, wäh­rend die Ak­tie zum Hö­hen­flug an­setzt

05.09.2015. (dpa) - Trotz der neu­er­li­chen Streik­dro­hung der Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) ist der Ge­sprächs­fa­den zwi­schen Ge­werk­schaft und Luft­han­sa nicht ab­ge­ris­sen.

Die VC be­stä­tig­te am Frei­tag, dass das Un­ter­neh­men neue Ge­sprä­che an­ge­bo­ten hat.

Al­ler­dings sei die Be­schrei­bung mög­li­cher The­men "ab­so­lut sub­stanz­los" ge­we­sen, so dass man nicht dar­auf ein­ge­gan­gen sei, sag­te ein Spre­cher.

Soll­te Luft­han­sa noch nach­bes­sern, sei man er­reich­bar und zu Ge­sprä­chen be­reit.

"Un­se­re An­ge­bo­te ste­hen", sag­te der VC-Spre­cher. Die Ge­werk­schaft hat nach ei­ge­nen An­ga­ben dem Un­ter­neh­men Spar­vor­schlä­ge im Wert von 500 Mil­lio­nen Eu­ro in den Cock­pits ge­macht. Vor­aus­set­zung zur Wie­der­auf­nah­me der Ver­hand­lun­gen blei­be al­ler­dings, dass die Plä­ne zur Ver­la­ge­rung von Flie­gern und Per­so­nal der neu­en Luft­han­sa-Bil­lig­flug­li­nie Eu­ro­wings ins eu­ro­päi­sche Aus­land ein­ge­fro­ren wer­den. Das hat Luft­han­sa in der Ver­gan­gen­heit stets strikt ab­ge­lehnt, weil die Aus­la­ge­rung ei­ne un­ter­neh­mens­stra­te­gi­sche Ent­schei­dung und kein Ge­gen­stand von Ta­rif­ver­hand­lun­gen sei.

Kon­zern­chef Cars­ten Sp­ohr setzt auf die Rü­cken­de­ckung sei­ner Ak­tio­nä­re im Ar­beits­kampf mit den Pi­lo­ten. "Per se gou­tiert der Fi­nanz­markt, wenn wir in die­sen Ar­beits­kämp­fen hart blei­ben", sag­te Sp­ohr am Don­ners­tag­abend in Stutt­gart. "Ich glau­be, die Ak­tio­nä­re ste­hen hin­ter uns, dass die­se not­wen­di­ge Kos­ten­sen­kung statt­fin­den muss", sag­te Sp­ohr. "Es geht nicht an­ders: Wir müs­sen, um die Füh­rungs­rol­le zu er­hal­ten und nicht von Low-Cost-Car­ri­ern ver­drängt zu wer­den, un­se­re Kos­ten­si­tua­ti­on auf das Ni­veau der Wett­be­wer­ber brin­gen."

Die VC hat­te am Mitt­woch die Ta­rif­ge­sprä­che mit der Luft­han­sa für ge­schei­tert er­klärt. Er­neu­te Streiks nach be­reits zwölf Ar­beits­nie­der­le­gun­gen sei­en nun wie­der je­der­zeit mög­lich, soll­ten aber ei­nen Tag vor­her an­ge­kün­digt wer­den. Ei­nen kon­kre­ten Ter­min nann­te die Ge­werk­schaft bis Frei­tag­nach­mit­tag nicht.

Ge­trie­ben von freund­li­chen Ana­ly­sen und po­si­ti­ven Aus­sa­gen Sp­ohrs zur Aus­las­tung im Som­mer setz­te die Luft­han­sa-Ak­tie am Frei­tag an, we­nigs­tens ei­nen Teil der in die­sem Jahr auf­ge­lau­fe­nen Kurs­ver­lus­te wie­der aus­zu­glei­chen. Mit ei­nem Plus von zeit­wei­se knapp 7 Pro­zent hielt sich der Wert ein­sam an der Spit­ze des Dax.

Nach In­for­ma­tio­nen des Nach­rich­ten­ma­ga­zins "Der Spie­gel" will der Kon­zern ei­nen neu­en Chef bei der pro­fi­ta­blen Toch­ter Swiss ein­set­zen. Den Pos­ten soll den An­ga­ben zu­fol­ge Tho­mas Klühr über­neh­men, der als en­ger Ver­trau­ter Sp­ohrs gilt. Bis­lang lei­tet Klühr das zweit­wich­tigs­te Dreh­kreuz der Air­line in Mün­chen. Der bis­he­ri­ge Swiss-Chef Har­ry Hoh­meis­ter sol­le sich auf sei­ne Auf­ga­ben im Kon­zern­vor­stand kon­zen­trie­ren, dem er be­reits seit Ju­li 2013 an­ge­hört.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 15. November 2016

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