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Luft­han­sa-Pi­lo­ten kün­di­gen er­neu­ten Streik an - Zeit­punkt un­klar

Erst im April hat­te der schärfs­te Streik in der Un­ter­neh­mens­ge­schich­te die Luft­han­sa hart ge­trof­fen: Kein hal­bes Jahr spä­ter er­klä­ren die Pi­lo­ten sich wie­der be­reit zum Ar­beits­kampf. Star­ten kann er "ab so­fort"

23.08.2014. (dpa) - Luft­han­sa-Pas­sa­gie­re müs­sen er­neut mit mas­si­ven Pi­lo­ten-Streiks rech­nen.

Mit­ten in der Fe­ri­en­zeit kün­dig­te die Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC) am Frei­tag­abend ei­nen Aus­stand an, mit des­sen Be­ginn "ab so­fort" ge­rech­net wer­den müs­se.

Hin­ter­grund ist ein Streit über die Über­gangs­ren­te für die Pi­lo­ten.

Des­halb hat­te es be­reits im April mas­si­ve Flug­aus­fäl­le ge­ge­ben.

Cock­pit er­klär­te die Ver­hand­lun­gen am Frei­tag­abend in ei­ner Mit­tei­lung für ge­schei­tert. Die ge­nau­en Streik­ter­mi­ne will die Ge­werk­schaft vor­ab be­kannt­ge­ben - und zwar so recht­zei­tig, dass kein Pas­sa­gier un­ge­warnt am Flug­steig ste­hen müs­se, wie Spre­cher Jörg Hand­werg der dpa sag­te. Nä­he­re De­tails woll­te er nicht nen­nen.

Im April hat­te der schärfs­te Streik in der Luft­han­sa-Ge­schich­te zu rund 3800 Flug­aus­fäl­len ge­führt, be­trof­fen wa­ren an den drei Ta­gen 425 000 Flug­gäs­te. In dem Kon­flikt geht es um hö­he­re Ge­häl­ter und die Über­gangs­ren­ten für die 5400 Pi­lo­ten bei Luft­han­sa, Ger­manwings und Luft­han­sa Car­go.

Nach den Streiks hat­ten bei­de Sei­ten die Ver­hand­lun­gen wie­der auf­ge­nom­men - hin­ter ver­schlos­se­nen Tü­ren und mit Hil­fe ei­nes Mo­de­ra­tors. Doch die Luft­han­sa ha­be ih­re "weit­rei­chen­den For­de­run­gen" auf­recht­er­hal­ten, die nicht ak­zep­ta­ble Ein­schnit­te in die Ver­sor­gung der Pi­lo­ten be­deu­ten wür­den, er­klär­te Cock­pit nun.

Von der Luft­han­sa kam Kri­tik. "Wir be­dau­ern die Ent­schei­dung der Ver­ei­ni­gung Cock­pit sehr, die Ver­hand­lun­gen für ge­schei­tert zu er­klä­ren und Ar­beits­kampf­maß­nah­men an­zu­kün­di­gen. Die­se Ent­schei­dung ist in kei­ner Art und Wei­se nach­voll­zieh­bar", teil­te das Un­ter­neh­men mit. Die Luft­han­sa sei je­der­zeit ge­sprächs­be­reit und wol­le die Ver­hand­lun­gen fort­set­zen. Das Un­ter­neh­men er­klär­te, in dem Streit auch be­reits ver­bes­ser­te Vor­schlä­ge un­ter­brei­tet zu ha­ben.

Cock­pit-Spre­cher Hand­werg sag­te der dpa, die Luft­han­sa müs­se "ein kon­kre­tes und ver­hand­lungs­fä­hi­ges An­ge­bot" vor­le­gen, um die Streiks noch ab­zu­wen­den. "Das muss end­lich mal er­fol­gen. Das ist bis­her nicht ge­sche­hen."

VC-Prä­si­dent Il­ja Schulz sag­te, die Pi­lo­ten hät­ten Kom­pro­miss­be­reit­schaft si­gna­li­siert. "Um in Ver­hand­lun­gen zu Lö­sun­gen zu kom­men, müs­sen das aber bei­de Sei­ten wol­len. Wir wer­den uns nun wei­ter ge­gen den Kahl­schlag weh­ren, den das Un­ter­neh­men plant." Un­an­nehm­lich­kei­ten für die Kun­den be­daue­re die VC.

Im April hat­te die Air­line mit rund 190 frei­wil­li­gen Pi­lo­ten in­klu­si­ve rund 100 Ma­na­gern mit Pi­lo­ten­schein rund zehn Pro­zent des üb­li­chen An­ge­bots auf­recht­er­hal­ten. Der Kon­zern be­zif­fer­te da­mals den wirt­schaft­li­chen Scha­den durch den Streik auf ei­nen ho­hen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag. Auch die Flug­hä­fen Mün­chen und Frank­furt spra­chen von Ein­bu­ßen in Mil­lio­nen­hö­he.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 18. März 2015

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