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Luft­han­sa und Pi­lo­ten be­lau­ern sich - Un­mut bei An­le­gern

Bei der Luft­han­sa zeich­net sich im­mer noch kei­ne Ta­rif­lö­sung mit den Pi­lo­ten ab: Neue Streiks ste­hen zwar nicht un­mit­tel­bar be­vor, sind aber für die Ge­werk­schaft wie­der ei­ne Op­ti­on

16.08.2016. (dpa) - Nach dem Ab­bruch der Pi­lo­ten-Ta­rif­ge­sprä­che bei der Luft­han­sa ste­hen Streiks nicht un­mit­tel­bar be­vor.

Das Un­ter­neh­men wie auch die Ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit ver­si­cher­ten am Mon­tag in Frank­furt, wei­ter­hin ge­sprächs­be­reit zu sein.

Man wer­de al­les dar­an set­zen, die Ge­sprä­che fort­zu­set­zen, er­klär­te ei­ne Luft­han­sa-Spre­che­rin in Frank­furt.

Ei­nen kon­kre­ten Ter­min nann­te sie aber nicht.

Die Ta­rif­kom­mis­si­on der VC hat­te dem Un­ter­neh­men vor­ge­wor­fen, sich am Ver­hand­lungs­tisch von be­reits er­ziel­ten Zwi­schen­stän­den wie­der dis­tan­ziert zu ha­ben. Am Frei­tag hat­te die Kom­mis­si­on den VC-Mit­glie­dern mit­ge­teilt, dass man kei­nen Sinn in wei­te­ren Ge­sprä­chen mehr er­ken­nen kön­ne. In­tern wur­de das als "Warn­schuss" an den Vor­stand in­ter­pre­tiert.

Ei­nem er­neu­ten Streik der Pi­lo­ten - es wür­de sich um die 14. Ar­beits­nie­der­le­gung in die­sem Kon­flikt han­deln - müss­ten zu­nächst wei­te­re of­fi­zi­el­le Ta­rif­ver­hand­lun­gen vor­aus­ge­hen. Das war bis­lang mit den in­ter­nen Ge­sprä­chen be­wusst ver­mie­den wor­den. Die Wie­der­auf­nah­me der Ta­rif­ver­hand­lun­gen sei nun ei­ne von meh­re­ren Op­tio­nen, die ge­prüft wür­den, er­klär­te da­zu VC-Spre­cher Mar­kus Wahl. Die Pi­lo­ten sei­en wei­ter be­reit, ih­ren Teil zu leis­ten, um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Luft­han­sa zu ver­bes­sern.

We­gen des Ab­bruchs der Ge­sprä­che ist die Ak­tie der Flug­ge­sell­schaft ab­ge­sackt. Am Mon­tag­vor­mit­tag ga­ben die Pa­pie­re als schwächs­ter Dax-Wert um 1,04 Pro­zent auf 10,915 Eu­ro nach. Da­mit war ein Teil des kräf­ti­gen Kurs­auf­schlags vom ver­gan­ge­nen Frei­tag wie­der da­hin.

Die Luft­han­sa lei­det seit dem Früh­jahr 2014 un­ter Streiks ih­rer Pi­lo­ten oder Flug­be­glei­ter, was ein Grund ist für die ins­ge­samt schwa­che Ak­ti­en­kurs­ent­wick­lung. Zu Be­ginn der Streiks hat­ten die Pa­pie­re noch rund 20 Eu­ro ge­kos­tet und da­mit an­nä­hernd dop­pelt so­viel wie der­zeit. Al­lei­ne seit Jah­res­be­ginn 2016 hat die Luft­han­sa rund ein Vier­tel ih­res Bör­sen­wer­tes ver­lo­ren. Die Ak­ti­en zäh­len da­mit zu den schwächs­ten im Dax.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 24. September 2016

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